Bald Helmpflicht für Fahrradfahrer?
12 Dezember, 2011
Einführung der Helmpflicht für Fahrradfahrer: Entschieden wendet sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) gegen eine Einführung der Helmpflicht für Fahrradfahrer, wie dies von Bundesverkehrsminister Peter
Ramsauer erwogen wird. Entschieden wendet sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) gegen eine Einführung der Helmpflicht für Fahrradfahrer, wie dies von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erwogen wird. Statt eine kleine individuelle Belastung durch das Tragen eines Helmes zu unterstützen, fordert der ADFC nicht weniger als eine "zukunftsorientierte Verkehrspolitik".
Ob eine in Australien durchgeführte Studie, wonach im Anschluss an die 1991 eingeführte Helmpflicht der Anteil Radfahrer drastisch sank, auf Deutschland übertragbar ist, bleibt überaus fraglich. Der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg beklagt zudem, die Helmpflicht wälze die Verantwortung für Unfälle auf die gefährdeten Radfahrer ab und bekämpfe nicht die Ursachen. Er fordert flächendeckend Tempo 30 in Wohngebieten, Fahrerassistenzsysteme und sichere Radverkehrsführungen.
Syberg sei hiermit an die Einführung der allgemeinen Helmpflicht für Motorradfahrer erinnert, die Biker vor über 25 Jahren bis vors Bundesverfassungsgericht klagen ließen - erfolglos, obwohl nachweislich die Autofahrer an zwei Dritteln aller Motorradunfälle Schuld sind. Den Autofahrern wäre nicht zumutbar, für eine schwere oder tödliche Verletzung aufgrund fehlenden Schutzhelmes verantwortlich zu sein, lautete ein Teil der Begründung im Wortsinn.
Bevor eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik umgesetzt worden ist und dadurch weniger unbehelmte Radfahrer zu Schaden kommen, wird es Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern. Die Vernunft sollte sich durchsetzen: Wer ohne Helm Fahrrad fährt, handelt für sich selbst unverantwortlich! Das gilt auch auf gut ausgebauten Radwegen, selbst wenn es davon viel zu wenige gibt. ld/mid Bildquelle: ADFC
Ob eine in Australien durchgeführte Studie, wonach im Anschluss an die 1991 eingeführte Helmpflicht der Anteil Radfahrer drastisch sank, auf Deutschland übertragbar ist, bleibt überaus fraglich. Der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg beklagt zudem, die Helmpflicht wälze die Verantwortung für Unfälle auf die gefährdeten Radfahrer ab und bekämpfe nicht die Ursachen. Er fordert flächendeckend Tempo 30 in Wohngebieten, Fahrerassistenzsysteme und sichere Radverkehrsführungen.
Syberg sei hiermit an die Einführung der allgemeinen Helmpflicht für Motorradfahrer erinnert, die Biker vor über 25 Jahren bis vors Bundesverfassungsgericht klagen ließen - erfolglos, obwohl nachweislich die Autofahrer an zwei Dritteln aller Motorradunfälle Schuld sind. Den Autofahrern wäre nicht zumutbar, für eine schwere oder tödliche Verletzung aufgrund fehlenden Schutzhelmes verantwortlich zu sein, lautete ein Teil der Begründung im Wortsinn.
Bevor eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik umgesetzt worden ist und dadurch weniger unbehelmte Radfahrer zu Schaden kommen, wird es Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern. Die Vernunft sollte sich durchsetzen: Wer ohne Helm Fahrrad fährt, handelt für sich selbst unverantwortlich! Das gilt auch auf gut ausgebauten Radwegen, selbst wenn es davon viel zu wenige gibt. ld/mid Bildquelle: ADFC
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