Autofahren: Dunkelheitsfahrten bergen erhöhte Gefahren
22 November, 2011
Das Herbst- und Winterwetter mit Nebel und früh einsetzender Dunkelheit birgt für alle Verkehrsteilnehmer große Gefahren. Auch schlägt die dunkle Jahreszeit vielen
Menschen aufs Gemüt, sie klagen über Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche. Besonders für Kraftfahrer kann dies gefährlich werden, warnt der ACE Auto Club Europa. Dann nämlich nimmt die Zahl der Dunkelheitsfahrten zu und damit auch das Unfallrisiko, besonders zu Feierabend in der sogenannten Rush-Hour. Die amtliche Unfallstatistik zeigt, dass 2010 allein in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr mehr als 500 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben kamen. Im gesamten Tagesverlauf ist das die höchste Getöteten-Quote.
Für die seelische Niedergeschlagenheit machen Mediziner unter anderem Defizite bei der Aufnahme von Sonnenlicht verantwortlich. Die in den Herbst- und Wintermonaten vorherrschende Dunkelheit begünstigt die vermehrte Ausschüttung des Hormons Melatonin. Ihm wird eine die Stimmung dämpfende Wirkung zugeschrieben. Daher sollten Autofahrer sich während der Pausen so häufig wie möglich in der frischen Luft und im Hellen bewegen. Denn die Sonne mit ihrer UV-Strahlung regt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an. Es sorgt für geistige und körperliche Fitness. Zudem empfehlen Experten im Kampf gegen fröstelnde Stimmung auch pikant gewürzte Speisen, die den Stoffwechsel anregen und die Durchblutung fördern.
Auf langen Strecken sind Ruhepausen besonders wichtig. Auch sollte man nicht in einem überheizten Auto unterwegs sein. Das macht müde. Wer ab und zu über die Seitenfenster lüftet, macht sich wenigstens für eine gewisse Zeit wieder munter. Bei den ersten Anzeichen für schwere Augenlider und bei Gähn-Attacken hilft nur das sofortige Anhalten und Pausieren. Von koffeinhaltigen Muntermachern wie Kaffee und Cola rät der ACE ab, die Effekte würden sich schnell wieder verflüchtigen. niza/mid
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