Fahrbericht und Autotest - Der neue Honda Civic, sparsamer denn je
16 November, 2011
Fahrbericht mit technischen Autodaten und Bewertungsskala: Der neue Honda Civic wurde optisch verfeinert, mit verbesserter Ausstattung und ist deutlich sparsamer. Straßenlage und Kurvenstabilität bei hohem Tempo haben sich spürbar verbessert; der Honda Civic macht jetzt auch
auf schlechten Wegstrecken eine gute Figur. Der kompakte Fünftürer - ein Dreitürer wird nicht mehr angeboten - rollt Anfang nächsten Jahres zu den Honda Händler. Mit einem Preis von 16 950 Euro kostet die Einstiegsversion nur 160 Euro mehr das aktuelle Modell.
Obwohl an dem sportiv-futuristischen Design der 4,30 Meter langen Schräghecklimousine nur behutsam gefeilt wurde, haben die Honda-Ingenieure es geschafft, die Aerodynamik wesentlich zu verbessern. Strömungsoptimierte Karosserieelemente, ein verkleideter Unterboden sowie eine automatische Luftklappensteuerung beim Diesel reduzierten den cW-Wert auf 0,27.
Innen überzeugt der geräumige VW-Golf-Konkurrent wie schon sein Vorgänger durch seine variable, aus dem kleineren Bruder Jazz bekannte Rückbank. Der Clou: Die Sitzflächen der im Verhältnis 60:40 teilbaren Fondsitze können wie die Bestuhlung im Kino gegen ihre Lehnen geklappt werden, dann passt sogar ohne Probleme ein Mountain-Bike (mit abmontiertem Vorderrad) hinter die Vordersitze. Selbstverständlich lässt sich die Rückbank auch mit einem Handgriff komplett umlegen und gibt eine ebene Ladefläche frei. Hinter der weit aufschwingenden Heckklappe steht laut Honda mit 401 Litern bis 1 378 Litern das größte Gepäckvolumen im Segment zur Verfügung - weitere 76 Liter verschwinden in einem Fach unterhalb des Kofferraumbodens.
Einige Kritikpunkte des Vorgängers hat Honda ausgemerzt. Für einen besseren Durchblick nach hinten haben die Designer das Heckfenster und die dritte Bremsleuchte tiefer angesetzt und damit das Sichtfeld etwas vergrößert. Die Bedienelemente im hochwertigen und ansprechend gestalteten Cockpit wurden hinsichtlich besserer Ergonomie neu positioniert, das Lenkrad ist jetzt weniger überfrachtet.
Unter der Haube arbeiten die aus dem Vorgänger bekannten Vierzylindermotoren; mit neuen Motoren ist frühestens Ende nächsten Jahres zu rechnen. Die beiden 1,4-Liter- und 1,8-Liter-Saugbenziner mit 73 kW/100 PS und 104 kW/142 PS wurden aber überarbeitet und geben sich jetzt rund zehn Prozent sparsamer als vorher. Der 1,8-Liter-Otto-Motor in Kombination mit der zweitbesten Ausstattung "Sport" - bislang das Volumenmodell - kann optional mit einer 1 300 Euro teuren Fünfstufen-Automatik geordert werden. Er bringt den Civic zügig auf Touren, verlangt aber nach hohen Drehzahlen. Harmonischer fährt sich der 2,2-Liter-Turbodiesel, dessen Leistung um 7 kW/10 PS auf 110 kW/150 PS gesteigert wurde, während der Spritverbrauch um 20 Prozent auf 4,2 Liter pro 100 Kilometer (100 g CO2/km) gesenkt werden konnte. Neben den aerodynamischen Verbesserungen hat die serienmäßige Start-Stopp-Automatik daran ihren Anteil. Der erstmals im Civic eingesetzte Eco-Assist hilft ebenfalls, den Verbrauch niedrig zu halten, indem die Motorleistung per Knopfdruck um vier Prozent reduziert und die Gasbefehle geglättet werden.
Die Fahrwerksarchitektur wurde vom Vorgänger übernommen, vor allem die Verbundlenker-Hinterachse hat aber eine gründliche Überarbeitung erfahren. Straßenlage und Kurvenstabilität bei hohem Tempo haben sich spürbar verbessert; der Civic macht jetzt auch auf schlechten Wegstrecken eine gute Figur. Für die Sicherheit an Bord sorgen Front- und Seitenairbags sowie ESP. Optional kann der Fronttriebler mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelung ACC und - erstmals bei Honda im Kompaktsegment - mit einem radargesteuerten Notbremssystem ausgestattet werden; die Systeme kosten zusammen 1 990 Euro Aufpreis.
Rund 15 000 Civic will Honda im nächsten Jahr in Deutschland absetzen, ab 2013 sollen sich sogar bis zu 19 000 Käufer finden. Bis dahin wird die Motorenpalette um einen 1,6-Liter-Turbodiesel mit rund 88 kW/120 PS ergänzt, auch der 132 kW/180 PS starke 2,2-Liter-Selbstzünder aus dem Accord ist im Gespräch. Neue Benziner mit Turbounterstützung würden dem agilen Japaner sicher beim Erreichen der Verkaufsziele helfen, ebenso eine schicke Kombiversion. Martina Göres/mid
Plus: futuristisches Design, viel Platz für Passagiere und Gepäck, variable Rückbank, agiles Fahrverhalten, sicheres Fahrwerk
Minus: zunächst kleine Motorenauswahl, nur eine Karosserievariante erhältlich
Technische Autodaten Honda Civic: fünftürige Fließhecklimousine der Kompaktklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,30 Meter/1,77 Meter/1,47 Meter/2,61 Meter; Gewicht: 1 343 bis 1 558 kg; Gepäckvolumen: 401 (477 mit Kofferraumunterfach) bis 1 378 Liter.
Motoren:
1,4-Liter-Benziner mit 73 kW/100 PS; max. Drehmoment: 127 Nm bei 4 800 U/min; 0 ? 100 km/h : 13,0 s; Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h; Verbrauch: 5,4 l/100 km Super; CO2-Ausstoß: 128 g/km; Preis: ab 16 950 Euro
1,8-Liter-Benziner mit 104 kW/142 PS; 174 Nm bei 4 300 U/min; 8,7s; 190 km/h; 5,8 l/100 km Super; 136 g/km; Preis: ab 18 950 Euro
2,2-Liter-Turbodiesel mit 110 kW/150 PS; 350 Nm bei 2 000 U/min; 8,3 s; 217 km/h; 4,2 l/100 km Diesel; 110 g/km; Preis: ab 21 950 Euro goer/mid
Obwohl an dem sportiv-futuristischen Design der 4,30 Meter langen Schräghecklimousine nur behutsam gefeilt wurde, haben die Honda-Ingenieure es geschafft, die Aerodynamik wesentlich zu verbessern. Strömungsoptimierte Karosserieelemente, ein verkleideter Unterboden sowie eine automatische Luftklappensteuerung beim Diesel reduzierten den cW-Wert auf 0,27.
Innen überzeugt der geräumige VW-Golf-Konkurrent wie schon sein Vorgänger durch seine variable, aus dem kleineren Bruder Jazz bekannte Rückbank. Der Clou: Die Sitzflächen der im Verhältnis 60:40 teilbaren Fondsitze können wie die Bestuhlung im Kino gegen ihre Lehnen geklappt werden, dann passt sogar ohne Probleme ein Mountain-Bike (mit abmontiertem Vorderrad) hinter die Vordersitze. Selbstverständlich lässt sich die Rückbank auch mit einem Handgriff komplett umlegen und gibt eine ebene Ladefläche frei. Hinter der weit aufschwingenden Heckklappe steht laut Honda mit 401 Litern bis 1 378 Litern das größte Gepäckvolumen im Segment zur Verfügung - weitere 76 Liter verschwinden in einem Fach unterhalb des Kofferraumbodens.
Einige Kritikpunkte des Vorgängers hat Honda ausgemerzt. Für einen besseren Durchblick nach hinten haben die Designer das Heckfenster und die dritte Bremsleuchte tiefer angesetzt und damit das Sichtfeld etwas vergrößert. Die Bedienelemente im hochwertigen und ansprechend gestalteten Cockpit wurden hinsichtlich besserer Ergonomie neu positioniert, das Lenkrad ist jetzt weniger überfrachtet.
Unter der Haube arbeiten die aus dem Vorgänger bekannten Vierzylindermotoren; mit neuen Motoren ist frühestens Ende nächsten Jahres zu rechnen. Die beiden 1,4-Liter- und 1,8-Liter-Saugbenziner mit 73 kW/100 PS und 104 kW/142 PS wurden aber überarbeitet und geben sich jetzt rund zehn Prozent sparsamer als vorher. Der 1,8-Liter-Otto-Motor in Kombination mit der zweitbesten Ausstattung "Sport" - bislang das Volumenmodell - kann optional mit einer 1 300 Euro teuren Fünfstufen-Automatik geordert werden. Er bringt den Civic zügig auf Touren, verlangt aber nach hohen Drehzahlen. Harmonischer fährt sich der 2,2-Liter-Turbodiesel, dessen Leistung um 7 kW/10 PS auf 110 kW/150 PS gesteigert wurde, während der Spritverbrauch um 20 Prozent auf 4,2 Liter pro 100 Kilometer (100 g CO2/km) gesenkt werden konnte. Neben den aerodynamischen Verbesserungen hat die serienmäßige Start-Stopp-Automatik daran ihren Anteil. Der erstmals im Civic eingesetzte Eco-Assist hilft ebenfalls, den Verbrauch niedrig zu halten, indem die Motorleistung per Knopfdruck um vier Prozent reduziert und die Gasbefehle geglättet werden.
Die Fahrwerksarchitektur wurde vom Vorgänger übernommen, vor allem die Verbundlenker-Hinterachse hat aber eine gründliche Überarbeitung erfahren. Straßenlage und Kurvenstabilität bei hohem Tempo haben sich spürbar verbessert; der Civic macht jetzt auch auf schlechten Wegstrecken eine gute Figur. Für die Sicherheit an Bord sorgen Front- und Seitenairbags sowie ESP. Optional kann der Fronttriebler mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelung ACC und - erstmals bei Honda im Kompaktsegment - mit einem radargesteuerten Notbremssystem ausgestattet werden; die Systeme kosten zusammen 1 990 Euro Aufpreis.
Rund 15 000 Civic will Honda im nächsten Jahr in Deutschland absetzen, ab 2013 sollen sich sogar bis zu 19 000 Käufer finden. Bis dahin wird die Motorenpalette um einen 1,6-Liter-Turbodiesel mit rund 88 kW/120 PS ergänzt, auch der 132 kW/180 PS starke 2,2-Liter-Selbstzünder aus dem Accord ist im Gespräch. Neue Benziner mit Turbounterstützung würden dem agilen Japaner sicher beim Erreichen der Verkaufsziele helfen, ebenso eine schicke Kombiversion. Martina Göres/mid
Plus: futuristisches Design, viel Platz für Passagiere und Gepäck, variable Rückbank, agiles Fahrverhalten, sicheres Fahrwerk
Minus: zunächst kleine Motorenauswahl, nur eine Karosserievariante erhältlich
Technische Autodaten Honda Civic: fünftürige Fließhecklimousine der Kompaktklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,30 Meter/1,77 Meter/1,47 Meter/2,61 Meter; Gewicht: 1 343 bis 1 558 kg; Gepäckvolumen: 401 (477 mit Kofferraumunterfach) bis 1 378 Liter.
Motoren:
1,4-Liter-Benziner mit 73 kW/100 PS; max. Drehmoment: 127 Nm bei 4 800 U/min; 0 ? 100 km/h : 13,0 s; Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h; Verbrauch: 5,4 l/100 km Super; CO2-Ausstoß: 128 g/km; Preis: ab 16 950 Euro
1,8-Liter-Benziner mit 104 kW/142 PS; 174 Nm bei 4 300 U/min; 8,7s; 190 km/h; 5,8 l/100 km Super; 136 g/km; Preis: ab 18 950 Euro
2,2-Liter-Turbodiesel mit 110 kW/150 PS; 350 Nm bei 2 000 U/min; 8,3 s; 217 km/h; 4,2 l/100 km Diesel; 110 g/km; Preis: ab 21 950 Euro goer/mid
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