IAA 2011 - Von Stand zu Stand: Automarke Aston Martin bis BMW (Teil 1)
29 August, 2011
Die Highlights der Automarken Aston Martin, Audi, Bentley und BMW auf der IAA 2011: Ein Traum wird wahr - Aston Martin hat sich dazu entschlossen, den V12 Zagato zu bauen. Der 380 kW/517 PS starke Supersportler soll ab kommendem Sommer produziert werden. Das Automodell ist auf
150 Einheiten limitiert. Der Preis beträgt 330 000 britische Pfund, umgerechnet rund 369.650 Euro. Der neue Sportler basiert auf dem V12 Vantage und soll an den legendären DB4GT Zagato aus dem Jahre 1960 erinnern. Typisch ist das Dach mit der Doppelblase, die Motorhaube zieren zwei markante Lufteinlässe. Angetrieben wird der neue Aston von dem bekannten 6,0-Liter-V12-Motor mit 570 Nm maximalem Drehmoment.
Automarke Audi
Auf so viel Ballast wie möglich zu verzichten und am Ende eine gute Figur zu machen - das sind die beiden Ziele, die sich Audi für die Elektro-Technikstudie Urban Concept gesetzt hat. Und natürlich ist dies den Ingolstädter Ingenieuren auch gelungen: Das Konzeptfahrzeug sieht sportlich leicht aus und bringt weniger als 500 Kilogramm auf die Waage. Die langgezogene und schmale Zigarren-Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff bietet zwei Personen leicht hintereinander versetzt einen tiefliegenden Sitzplatz. Die großen 21-Zoll-Räder sind freistehend und werden nur von Schutzblechen ummantelt. In das Innere der Elektrostudie gelangt man über eine sich nach hinten öffnende Schiebetür wie beim früheren Messerschmitt Kabinenroller. Das Kuppeldach ist beweglich und lässt sich nach hinten öffnen. Die Reichweite des elektrisch betriebenen 1+1-Sitzers mit Lithium-Ionen-Akkus soll 50 bis 60 Kilometer betragen.
Nicht ganz so spektakulär, dafür fix und fertig für den alltäglichen Einsatz auf der Straße ist der Q3, der mit Wettbewerbern wie VW Tiguan in den Ring treten will. Schon auf den ersten Blick ist der Fünftürer als Mitglied der Audi Q-Familie zu erkennen: Dieselbe konturierte Motorhaube mit großem Trapezgrill und den keilförmigen Scheinwerfern, die gleiche ansteigende Blechfalz in den Flanken. Die nach hinten abfallende Dachlinie gibt dem nur 4,39 Meter kurzen SUV eine coupéähnliche Erscheinung. Innen geht es dafür aber auch etwas enger zu als bei den größeren Brüdern. 2,60 Meter Radstand schaffen dennoch genug Platz für vier Personen, die auch noch 460 Liter Gepäck mitbringen dürfen. Das Kompakt-SUV kommt Ende des Jahres zu Preisen ab 29 900 Euro zu den Kunden. Angetrieben wird der Q3 ausschließlich von Vierzylindermotoren. Das Leistungsspektrum der Benzin- und Dieseltriebwerke liegt zwischen 103 kW/140 PS und 155 kW/211 PS. Alle Triebwerke verfügen über Turboaufladung, Rekuperation und Start-Stopp-Automatik.
Automarke Bentley
Auch wenn man es ihm auf den ersten Blick nicht ansieht, der Bentley Continental GTC ist komplett neu. So gut wie kein Blechteil wurde vom alten seit 2006 produzierten Continental übernommen. Für die vorderen Kotflügel, die jetzt aus Aluminium sind, wurde sogar ein spezielles Umformverfahren aus dem Flugzeugbau eingesetzt, das ohne Naht- oder Schweißstellen auskommt. Das Ziel: Man möchte die Optik und die Ausstrahlung eines von Hand gefertigten Blechteils erhalten. Seinem sportlichen Anspruch wird der Continental GTC nicht nur mit einer breiteren Spur, einer direkteren Lenkung, neu abgestimmten Aufhängungen und geändertem Allradantrieb gerecht, sondern auch mit dem bekannten Zwölfzylinder aus dem Volkswagen-Konzern. Der W12 leistet statt 412 kW/560 PS nun 423 kW/575 PS und schickt statt 650 nun 700 Newtonmeter in die ZF-Sechsgangautomatik, deren Schaltzeiten man um die Hälfte auf 200 Millisekunden reduzieren konnte. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 314 km/h ist das Auto das schnellste viersitzige Seriencabriolet der Welt. Kostenpunkt: rund 200 000 Euro.
Automarke BMW
Im Mittelpunkt des Messestandes von BMW steht der neue Einser. Der heckbetriebene Kompaktklässler will, wie bislang auch, die Sportskanone unter seinen Klassenkameraden spielen. Gegenüber dem Vorgänger ist der Radstand um drei Zentimeter gewachsen, die Länge um rund acht Zentimeter auf 4,32 Meter. Der hinzugewonnene Raum kommt vor allem den Fond-Passagieren zugute. Das Kofferraumvolumen wächst um 30 Liter auf 360 Liter. Bei umgeklappter Rückbank fasst das Gepäckabteil sogar bis zu 1 200 Liter. Dennoch bleibt die Ladekante des BMW recht hoch. Zunächst ist der Wagen mit fünf Türen zu haben, den Dreitürer will BMW später nachreichen. Die Motorenpalette umfasst ausschließlich aufgeladene Vierzylinder mit einem Leistungsband von 85 kW/116 PS bis 135 kW/184 PS.
In die Zukunft blicken die Bajuwaren mit den beiden Elektro-Studien i3 und i8. Der kleine citytaugliche i3 wurde von Anfang an als Elektroauto konzipiert und verfügt über vier Sitze und fünf Türen. Für möglichst wenig Gewicht sorgt ein Aluminium-Chassis und eine Fahrgastzelle aus Karbon. Statt Bleche bilden Kunststoffteile die Außenhaut. Die Reichweite des Stromers soll bei 150 Kilometern liegen.
Auch beim i8, einem sportlichen Elektroflitzer, hat BMW für ein möglichst geringes Gewicht gesorgt und dem Fahrzeug eine leichte Karosserie verpasst, die zu großen Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) besteht. Dadurch soll das Mehrgewicht der Batterien kompensiert werden.
Nicht bei der Umweltbilanz, aber beim Kräftemessen ganz vorn mit dabei ist der neue M5. Denn die Leistungsdaten des erstmals in dem "gepimpten" oberen Mittelklässler zum Einsatz kommenden Turbobenziners sind die eines echten Actionhelden: 412 kW/560 PS mobilisiert der doppelt aufgeladene V8-Motor, ein enger Artverwandter des 4,4-Liter-Triebwerks, das schon in den M-Versionen von X5 und X6 zum Einsatz kommt. Das sind gut 50 PS oder rund zehn Prozent mehr als bisher - und das trotz zwei Zylinder weniger als beim 5,0-Liter-V10-Vorgänger mit Saugtechnik. An die Hinterräder weitergegeben wird die geballte Kraft von einem neu entwickelten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Geschaltet wird per Wippen am Lederlenkrad. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt der wilde Bayer in 4,4 Sekunden. sta/mid Bildquelle: Aston Martin
Automarke Audi
Auf so viel Ballast wie möglich zu verzichten und am Ende eine gute Figur zu machen - das sind die beiden Ziele, die sich Audi für die Elektro-Technikstudie Urban Concept gesetzt hat. Und natürlich ist dies den Ingolstädter Ingenieuren auch gelungen: Das Konzeptfahrzeug sieht sportlich leicht aus und bringt weniger als 500 Kilogramm auf die Waage. Die langgezogene und schmale Zigarren-Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff bietet zwei Personen leicht hintereinander versetzt einen tiefliegenden Sitzplatz. Die großen 21-Zoll-Räder sind freistehend und werden nur von Schutzblechen ummantelt. In das Innere der Elektrostudie gelangt man über eine sich nach hinten öffnende Schiebetür wie beim früheren Messerschmitt Kabinenroller. Das Kuppeldach ist beweglich und lässt sich nach hinten öffnen. Die Reichweite des elektrisch betriebenen 1+1-Sitzers mit Lithium-Ionen-Akkus soll 50 bis 60 Kilometer betragen.
Nicht ganz so spektakulär, dafür fix und fertig für den alltäglichen Einsatz auf der Straße ist der Q3, der mit Wettbewerbern wie VW Tiguan in den Ring treten will. Schon auf den ersten Blick ist der Fünftürer als Mitglied der Audi Q-Familie zu erkennen: Dieselbe konturierte Motorhaube mit großem Trapezgrill und den keilförmigen Scheinwerfern, die gleiche ansteigende Blechfalz in den Flanken. Die nach hinten abfallende Dachlinie gibt dem nur 4,39 Meter kurzen SUV eine coupéähnliche Erscheinung. Innen geht es dafür aber auch etwas enger zu als bei den größeren Brüdern. 2,60 Meter Radstand schaffen dennoch genug Platz für vier Personen, die auch noch 460 Liter Gepäck mitbringen dürfen. Das Kompakt-SUV kommt Ende des Jahres zu Preisen ab 29 900 Euro zu den Kunden. Angetrieben wird der Q3 ausschließlich von Vierzylindermotoren. Das Leistungsspektrum der Benzin- und Dieseltriebwerke liegt zwischen 103 kW/140 PS und 155 kW/211 PS. Alle Triebwerke verfügen über Turboaufladung, Rekuperation und Start-Stopp-Automatik.
Automarke Bentley
Auch wenn man es ihm auf den ersten Blick nicht ansieht, der Bentley Continental GTC ist komplett neu. So gut wie kein Blechteil wurde vom alten seit 2006 produzierten Continental übernommen. Für die vorderen Kotflügel, die jetzt aus Aluminium sind, wurde sogar ein spezielles Umformverfahren aus dem Flugzeugbau eingesetzt, das ohne Naht- oder Schweißstellen auskommt. Das Ziel: Man möchte die Optik und die Ausstrahlung eines von Hand gefertigten Blechteils erhalten. Seinem sportlichen Anspruch wird der Continental GTC nicht nur mit einer breiteren Spur, einer direkteren Lenkung, neu abgestimmten Aufhängungen und geändertem Allradantrieb gerecht, sondern auch mit dem bekannten Zwölfzylinder aus dem Volkswagen-Konzern. Der W12 leistet statt 412 kW/560 PS nun 423 kW/575 PS und schickt statt 650 nun 700 Newtonmeter in die ZF-Sechsgangautomatik, deren Schaltzeiten man um die Hälfte auf 200 Millisekunden reduzieren konnte. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 314 km/h ist das Auto das schnellste viersitzige Seriencabriolet der Welt. Kostenpunkt: rund 200 000 Euro.
Automarke BMW
Im Mittelpunkt des Messestandes von BMW steht der neue Einser. Der heckbetriebene Kompaktklässler will, wie bislang auch, die Sportskanone unter seinen Klassenkameraden spielen. Gegenüber dem Vorgänger ist der Radstand um drei Zentimeter gewachsen, die Länge um rund acht Zentimeter auf 4,32 Meter. Der hinzugewonnene Raum kommt vor allem den Fond-Passagieren zugute. Das Kofferraumvolumen wächst um 30 Liter auf 360 Liter. Bei umgeklappter Rückbank fasst das Gepäckabteil sogar bis zu 1 200 Liter. Dennoch bleibt die Ladekante des BMW recht hoch. Zunächst ist der Wagen mit fünf Türen zu haben, den Dreitürer will BMW später nachreichen. Die Motorenpalette umfasst ausschließlich aufgeladene Vierzylinder mit einem Leistungsband von 85 kW/116 PS bis 135 kW/184 PS.
In die Zukunft blicken die Bajuwaren mit den beiden Elektro-Studien i3 und i8. Der kleine citytaugliche i3 wurde von Anfang an als Elektroauto konzipiert und verfügt über vier Sitze und fünf Türen. Für möglichst wenig Gewicht sorgt ein Aluminium-Chassis und eine Fahrgastzelle aus Karbon. Statt Bleche bilden Kunststoffteile die Außenhaut. Die Reichweite des Stromers soll bei 150 Kilometern liegen.
Auch beim i8, einem sportlichen Elektroflitzer, hat BMW für ein möglichst geringes Gewicht gesorgt und dem Fahrzeug eine leichte Karosserie verpasst, die zu großen Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) besteht. Dadurch soll das Mehrgewicht der Batterien kompensiert werden.
Nicht bei der Umweltbilanz, aber beim Kräftemessen ganz vorn mit dabei ist der neue M5. Denn die Leistungsdaten des erstmals in dem "gepimpten" oberen Mittelklässler zum Einsatz kommenden Turbobenziners sind die eines echten Actionhelden: 412 kW/560 PS mobilisiert der doppelt aufgeladene V8-Motor, ein enger Artverwandter des 4,4-Liter-Triebwerks, das schon in den M-Versionen von X5 und X6 zum Einsatz kommt. Das sind gut 50 PS oder rund zehn Prozent mehr als bisher - und das trotz zwei Zylinder weniger als beim 5,0-Liter-V10-Vorgänger mit Saugtechnik. An die Hinterräder weitergegeben wird die geballte Kraft von einem neu entwickelten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Geschaltet wird per Wippen am Lederlenkrad. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt der wilde Bayer in 4,4 Sekunden. sta/mid Bildquelle: Aston Martin
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