Teurer Tankstellenbesuch mangels Zapfsäulen-Eichung
10 Februar, 2011
An der Tankstelle erhalten Autofahrer mitunter nicht die Menge, die ihnen angezeigt und berechnet wird. Die jährliche Eichung der Zapfsäulen findet mancherorts aufgrund von Personalmangel nicht statt. Durch die regelmäßige Überprüfung (Eichung) der Zapfsäulen soll sichergestellt werden, dass die abgegebene Kraftstoffmenge tatsächlich auch mit der angezeigten und dann berechneten Menge übereinstimmt.
Hierfür kontrolliert das zuständige Landeseichamt eigentlich mindestens einmal im Jahr die Zapfsäulen.
Doch dies wird nicht überall eingehalten. Nach Angaben von Detlev Hoffmann, Eichdirektor beim Landeseichamt Nordrhein-Westfalen, gegenüber der Tageszeitung "Rheinische Post" sind zuletzt nur 32 000 der rund 40 000 Zapfsäulen im bevölkerungsreichsten Bundesland überprüft worden. Auch in Bayern sind knapp 20 Prozent aller Zapfsäulen nicht mehr geeicht. Grund dafür ist Personalabbau: Es fehlt an ausreichend Kontrolleuren, um jede Tankstation jährlich überprüfen zu können. Die Folge sind in der Regel Mehrkosten für den Verbraucher. "Verschleiß und Defekte an den Zapfsäulen werden nicht bemerkt", so Hoffmann. Abweichungen von rund einem Prozent würden häufig festgestellt. Bei solch geringen Differenzen fällt den meisten Autofahrern jedoch der Unterschied nicht auf, so dass sie klaglos den verlangten Preis zahlen. Verbraucherschützer verlangen deshalb mehr Personal und bessere Kontrollen.
Doch nicht nur durch eine fehlende Eichung der Zapfsäulen zahlen Autofahrer drauf. Mit der Einführung des Biokraftstoffs "Super E10" sind vielerorts die Preise für konventionelles Super mit lediglich fünf Prozent Ethanolanteil gestiegen. Dies müssen jedoch die Besitzer älterer Autos zwingend tanken, um ihr Fahrzeug nicht zu beschädigen. Die Preise bewegen sich mittlerweile auf dem Niveau von Superplus mit 98 Oktan. Gerüchten zufolge planen manche Tankstellen deshalb schon die Einstellung von Super 95. Zwar bleiben die Zapfsäulen mit der entsprechenden Bezeichnung etikettiert, tatsächlich fließt allerdings das oktanhaltigere Super in die Autos. mid/bp Bild:Orlen Deutschland GmbH
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Doch dies wird nicht überall eingehalten. Nach Angaben von Detlev Hoffmann, Eichdirektor beim Landeseichamt Nordrhein-Westfalen, gegenüber der Tageszeitung "Rheinische Post" sind zuletzt nur 32 000 der rund 40 000 Zapfsäulen im bevölkerungsreichsten Bundesland überprüft worden. Auch in Bayern sind knapp 20 Prozent aller Zapfsäulen nicht mehr geeicht. Grund dafür ist Personalabbau: Es fehlt an ausreichend Kontrolleuren, um jede Tankstation jährlich überprüfen zu können. Die Folge sind in der Regel Mehrkosten für den Verbraucher. "Verschleiß und Defekte an den Zapfsäulen werden nicht bemerkt", so Hoffmann. Abweichungen von rund einem Prozent würden häufig festgestellt. Bei solch geringen Differenzen fällt den meisten Autofahrern jedoch der Unterschied nicht auf, so dass sie klaglos den verlangten Preis zahlen. Verbraucherschützer verlangen deshalb mehr Personal und bessere Kontrollen.
Doch nicht nur durch eine fehlende Eichung der Zapfsäulen zahlen Autofahrer drauf. Mit der Einführung des Biokraftstoffs "Super E10" sind vielerorts die Preise für konventionelles Super mit lediglich fünf Prozent Ethanolanteil gestiegen. Dies müssen jedoch die Besitzer älterer Autos zwingend tanken, um ihr Fahrzeug nicht zu beschädigen. Die Preise bewegen sich mittlerweile auf dem Niveau von Superplus mit 98 Oktan. Gerüchten zufolge planen manche Tankstellen deshalb schon die Einstellung von Super 95. Zwar bleiben die Zapfsäulen mit der entsprechenden Bezeichnung etikettiert, tatsächlich fließt allerdings das oktanhaltigere Super in die Autos. mid/bp Bild:Orlen Deutschland GmbH
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