Fahrerlaubnisverordnung
 

Fahrerlaubnisverordnung, EU-Führerschein, Umtausch-Frist


Wissenswertes zum EU Führerschein, zur Umtausch-Frist und Fahrerlaubnisverordnung. Hier finden Sie einen Überblick über die gestaffelten Fristen zum Führerscheintausch, die Änderung der Fahrerlaubnisklassen sowie der Führerschein-Verordnung.

Was änderte sich?
Der PKW-Führerschein ist nicht mehr unbegrenzt gültig und muss vorzeitig umgetauscht werden.
Der Führerscheintausch ist gestaffelt nach Jahrgang und Ausstellung.
Die Anlage 8e (Paragraf 25 Abs.1, Paragraf 26 Abs.1, Paragraf 48 Abs.3) wurde zur Fahrerlaubnis-Verordnung eingefügt.
Die Führerscheinklassen haben sich geändert.

Hier finden Sie Wissenswertes zur Führerscheinprüfung, zum Erwerb und zu den Fahrschulen:
Seit April 2019 gibt es die Anlage 8e zur Fahrerlaubnisverordnung. Mit diesem Gesetz ist der stufenweise Führerschein-Umtausch in Kraft getreten. Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen nun schrittweise umgetauscht werden. Für den frühzeitigen Umtausch der Dokumente hat der Bundesrat einen 2-geteilten Staffelplan beschlossen. Je nach Jahrgang des Inhabers und Ausstellungsjahr der Fahrerlaubnis gelten verschiedene Fristen. Beim Umtausch geht es um die alten Papierführerscheine, die bis 1998 ausgestellt wurden, sowie um die Scheckkartenführerscheine, die von 1999 bis zum 18.01.2013 ausgegeben wurden. Beispiel: Bei der Fahrerlaubnis in Papierform gilt: Ist das Geburtsjahr 1965 bis 1970 muss der Tausch bis 19.01.2024 erfolgen. Beim Führerschein im Kartenformat gilt: Für Führerscheine, die 2005 bis 2007 ausgestellt wurden, ist der Tausch bis 19.01.2028 vorzunehmen
Die dritte EG-Führerscheinrichtlinie brachte uns die Einführung neuer Fahrerlaubnisklassen sowie die Änderungen des Führerscheinformates, der Gültigkeit und modifizierte Sicherheitsmerkmale. Seit 2013 wurde der neue EU-Führerschein in allen Mitgliedsstaaten eingeführt. Die Einführung der EU Fahrerlaubnis in Kartenform reduziert die Vielzahl der Führerscheinarten und soll fälschungssicherer sein.

Interessantes zum EU Führerschein:
Der neue EU Führerschein in Scheckkartenformat soll mehr Übersichtlichkeit, einen erhöhten Schutz vor Fälschungen bieten sowie den Führerscheintourismus innerhalb der EU unterbinden. Die Europäische Union will in ihren Mitgliedsstaaten Führerscheine nach gleichem Standard einführen. Seit 2013 können sich alle Führerschein-Besitzer in der EU mit einem einheitlichen Führerschein ausweisen.
Die geänderte Führerschein-Verordnung (FeV Anlage 8e - Umtausch vor dem 19. Januar 2013 ausgestellter Führerscheine) ist in Kraft getreten. In Deutschland gelten ab sofort für den Führerscheintausch gestaffelte Fristen.
Der EU Führerschein wird weiterhin zentral von der Bundesdruckerei hergestellt und ist dem Führerschein in Papierformat fast identisch. Es wurden lediglich die Fahrerlaubnisklassen A2 und AM ergänzt. Das Feld 14 auf der Rückseite ist beschreibbar. Im Feld 12 werden Zusatzangaben, Auflagen und Beschränkungen in codierter Form (Schlüsselzahlen) eingetragen. Nach wie vor haben beide Führerschein-Arten u. a. folgende Einträge: Ausstellungsdatum, Ablauf der Gültigkeit, Nummer des Führerscheins, Namen der Ausstellungsbehörde.
Beantragen: Der EU Führerschein muss schriftlich bei der zuständigen Stelle beantragt werden. Bei der Ausstellung wird der Inhaber über die Bedeutung der eingetragenen Schlüsselzahlen informiert. Die Schlüsselzahlen können zudem der Fahrerlaubnisverordnung (Anlage 9) entnommen werden.
Tipp: Bei Reisen ins Ausland kann es sinnvoll sein, den in Papierformat alten Führerschein in den EU Kartenführerschein umzutauschen. Doch der EU Führerschein reicht nicht überall. Ein internationaler Führerschein ist in manchen Bundesstaaten der USA, ebenso wie in Australien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten notwendig. In der chinesischen Metropole Shanghai wird sogar ein ganz spezielles Dokument benötigt. Der internationale Führerschein gilt nur in Kombination mit dem EU Führerschein in Kartenformat und ist 3 Jahre gültig.

EU Führerschein - Gültigkeit, Umtausch und Fristen:
Die Gültigkeit des neuen Führerscheins ist begrenzt, das bedeutet, der neue Führerschein ist nicht mehr lebenslang gültig, er muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden.
Für die Fahrerlaubnisklassen für PKW und Krafträder bleibt der neue Führerschein 15 Jahre rechtsgültig.
Die LKW- und Bus-Führerscheine haben weiterhin eine Gültigkeit von 5 Jahren.
Die alten Führerscheine sind seit der geänderten FeV nicht mehr unbefristet gültig. Um die Vorgaben der Europäischen Union in Deutschland praxisnah umzusetzen, wurde ein Stufenplan eingeführt. Die grauen bzw. rosafarbenen Papierführerscheine sowie die Führerscheine im Kartenformat müssen nun mittels eines Stufenmodells ausgetauscht werden.
Der Führerschein-Austausch zwingt uns nicht, eine erneute Fahrprüfung abzulegen. Alle bestehenden Rechte der Fahrerlaubnis bleiben beim Umtausch erhalten.

Hinweis - Fahrerlaubnis nicht im Ausland erschwindeln:
Einige Autofahrer meinen, in einem EU-Nachbarland ein paar Fahrstunden zu nehmen und dann sind sie bereits im Besitz eines neuen Führerscheins mit dem sie auch in Deutschland fahren dürfen. Doch ganz so einfach ist das nicht möglich. Die in einem anderen EU-Land ausgestellte Fahrerlaubnis darf zuhause in Deutschland nur dann ohne Strafe benutzt werden, wenn der Autofahrer mindestens 180 Tage in dem EU-Land gewohnt hat. Hält sich der Autofahrer nicht daran und wird auf Deutschlands Straßen erwischt, so muss er eine Strafe zahlen und einen gültigen Führerschein nach Ableistung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) trotzdem noch erwerben.

Erläuterung - Neue Fahrerlaubnisklassen seit 2013:
Führerscheinklasse A2 (Das war die alte Führerscheinklasse A beschränkt)
Diese Fahrerlaubnisklasse ist seit 2013 neu und wird für Motorräder mit einer Motorleistung von maximal 35 kW / 48 PS und einem Verhältnis von Leistung/ Gewicht von maximal 0,2 kW/kg eingeführt. Das Motorrad muss mindestens 175 kg wiegen. Die Klasse A2 ersetzt die bisherige Führerscheinklasse A (beschränkt). In dieser Klasse A (beschränkt) sind bislang Fahrzeuge mit einer Leistung von maximal 25 kW / 34 PS bei einem Leistungsgewicht von 0,16 kw/ kg.
Neu: Wer zwei Jahre die Fahrerlaubnis A1 oder Fahrerlaubnis 3 (vor dem 01. April 1980) hat, kann ohne weitere Theorieprüfung in die Klasse A2 wechseln, lediglich die praktische Prüfung ist zu absolvieren.
Führerscheinklasse AM (Die alten Führerscheinklassen S und M wurden zusammengefasst)
Die neue Klasse gilt künftig für Kleinkrafträder. Das Mindestalter dieser Klasse ist 16 Jahre und umfasst alle zwei- und dreirädrigen Kleinkrafträder sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge von maximal 50 cm3 Hubraum und einer Motorleistung von maximal 4 kW bei Elektromotoren und einer mit der Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h.

Neuregelung der Fahrerlaubnisklassen seit 2013:
Stufenweiser Aufstieg der Motorrad-Klassen
Für den Direkteinstieg von der Führerscheinklasse A1 zur neuen Klasse A2 sowie von der Klasse A2 zur Klasse A ist nach einem zweijährigen Ablauf eine praktische (keine theoretische) Prüfung erforderlich. Für den Direkteinstieg der Klasse A beträgt das Mindestalter 24 Jahre.
Führerscheinklasse A1
Die Fahrerlaubnisverordnung erlaubt für die Führerscheinklasse A1 keine Sonderauflagen mehr. Das Verhältnis von Leistung/Gewicht darf künftig 0,1 kW pro kg Gewicht des Motorrades nicht übersteigen. Das Tempolimit von 80 km/h für 16- bis 17-Jährige wird bei Leichtkrafträdern bis zu 125 cm3 Hubraum und eine Motorleistung von maximal 11 kW aufgehoben. Besitzer der Fahrerlaubnisklasse 3 und 4 (Ausstellung vor dem 01. April 1980), dürfen diese Klasse weiterhin fahren.
Caravan-Führerschein B96
Spezieller Führerschein für das Ziehen von schweren Caravans. Inhaber eines B Führerscheins dürfen mit dieser Erweiterung eine PKW-Anhänger-Kombination bis 4.250 kg zulässigen Gesamtgewicht steuern. Voraussetzung ist eine eintägige Schulung.
Anhängerregelung BE
Die Fahrerlaubnisklasse BE ist vereinfacht worden, und zwar darf man künftig Fahrzeugkombinationen bis 3.500 kg zulässigen Gesamtgewicht ohne weitere Voraussetzung mit dem Führerschein der Klasse B fahren.
Anhängerregelung C1E
Hier darf man Fahrzeugkombinationen (Züge der Klasse C1 und Anhänger über 750 kg, sofern das zulässige Gesamtgewicht von 12.000 kg nicht überschritten wird) fahren. Auf das Verhältnis der zulässigen Gesamtmasse des Anhängers zu der Leermasse des Zuges kommt es künftig nicht mehr an.
Führerscheinklasse D und D1
Bei den Klassen D und D1 (Omnibusse) kommt es nicht mehr auf die Zahl der Sitzplätze, sondern auf die Zahl der Personen an. Desweiteren kommt es bei der Fahrerlaubnisklasse D1 noch auf die Länge an. Diese ist auf eine maximalen Länge von 8 m beschränkt.

Tipps zum Führerscheintest: Die Pkw-Führerscheinklasse B des EU-Führerscheins gilt nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, sobald das Reisemobil mehr wiegt, benötigen Sie dafür die Führerscheinklasse C oder C1.
Sie müssen für die meisten Fahrerlaubnisklassen sowohl eine theoretische als auch eine praktische Führerscheinprüfung absolvieren. Informieren Sie sich vor der Theorie-Prüfung ausführlich und intensiv, dann wird der Test relativ einfach für Sie werden. Beim praktischen Test hilft Ihnen die Praxiserfahrung, Übung macht den Meister.

12. Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnisverordnung, kurz FeV - gültig seit Juli 2017:
Mit der FeV-Änderung wurde der Paragraf 6 an die Verordnung (EU) 168/2013 angepasst. Die Definition von vierrädrigen Leichtkraftfahrzeug wurde geändert. Diese Neuregelung der Fahrerlaubnis-Verordnung zu den "leichten vierrädrigen Kraftfahrzeuge" ist seit Sommer 2017 in Kraft. Geändert wurde die Motorleistung beim Leichtelektromobil (LEM, EG-Fahrzeugklasse L6e) von 4 kW auf bis zu 6 kW und das zulässigen Leergewicht wurde von 350 kg auf maximal 425 kg erhöht. In Deutschland dürfen leichte vierrädrige Kfz der EG-Fahrzeugklasse L6e und leichte Vierradmobile der Kategorie L6e-B mit dem Führerschein der Fahrerlaubnisklassen T, A2, A1, AM, und B gefahren werden.

Hier finden Sie Infos zum EU Führerschein - Änderungen, Neuerungen und Befristungen des Führerscheins:
13. Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung Anlage 8e - Die alten Autoführerscheine werden ungültig und müssen fristgerecht ausgetauscht werden. Ein Stufenplan regelt die zeitliche Staffelung der Umtauschpflicht. Der Umtausch kann nur persönlich beantragt werden.
Fahrzeugbesitzer, Lkw-, Motorrad- und Autofahrer - 2019 gibt es wieder eine Reihe von Änderungen im Auto- und Verkehrsrecht, dazu gehören beispielsweise die Erstzulassung und die Ummeldung am Bildschirm, neue Regeln für Gefahrguttransporte auf Schiene und Straße, neue Ausstattungsvorschriften für Omnibusse und akustisches Warnsignal bei neuen E-Fahrzeugen.
Fahrerlaubnisverordnung - Wer noch dieses Jahr oder erst 2019 mit einem Bootsanhänger unterwegs ist, muss dabei eine Menge beachten. Unter anderem auf die Maße des Bootes und auf eine ausreichende Fahrerlaubnis. Wer noch einen alten Führerschein der Klasse 3 besitzt oder diesen auf das neue Scheckkartenformat (EU Führerschein) umschreiben lassen hat, darf Anhänger bis 3,5 Tonnen ziehen.
Führerscheinprüfungen - Die Zunahme an Führerscheinprüfungen im vergangenem Jahr (laut dem TÜV-Verband e.V.) zeigt, dass immer noch viele, vor allem junge Leute mit dem Auto fahren und dafür die notwendige Fahrerlaubnis erwerben wollten.
EU Führerschein und Fahrerlaubnisverordnung 2018 - Es wird für 2018 eine Reform des Fahrlehrerrechts erwartet, dabei sollen unter anderem die Ausbildungen in Fahrschulen besser überwacht werden.

Weitere Infos aus unserem News-Archiv, die Sie auch interessieren könnten:
Änderung der Fahrerlaubnisverordnung 2017 - Die motorisierten Dreirad-Roller sind eine Alternative zum Motorrad. Jeder kann nun, der im Besitz eines gültigen Autoführerscheins ist, mit einem motorisierten Dreirad unterwegs sein, da die Einschränkungen in der FeV zum Jahreswechsel gestrichen wurden.
Fahrerlaubnisverordnung im Ausland - Sie haben Ihren Führerschein (Scheckkartenformat und Papierführerschein) im Ausland verloren, was nun? Die deutsche Straßenverkehrsbehörde stellt den neuen Führerschein (vorläufige Fahrerlaubnis oder Übergangsführerschein bzw. Ersatzführerschein) aus, wenn der Wohnort in der EU oder in einem EWR-Mitgliedsstaat ist.
Motorradführerschein Richtlinien - Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat wegen der starken Resonanz auf die geplante Einführung der 7 0 kW-Regelung für den Stufenführerschein A2 in einer Verordnung, die dem Bundesrat bereits vorliegt, einen inländischen Bestandsschutz vorgesehen.
Welche Fahrerlaubnis benötigen Sie bei der Anmietung eines Wohnmobils im In- und Ausland? Die Pkw-Führerscheinklasse B des EU-Führerscheins gilt nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, sobald das Reisemobil mehr wiegt, benötigen Sie dafür die Führerscheinklasse C oder C1.
Führerscheinbefristung - Die wichtigsten Änderungen betrafen die befristete Gültigkeit aller ab dem 19. Januar 2013 ausgegebenen Führerscheine und die Neuordnung der Zweiradklassen.
Neuer Führerschein Erklärung - Alle Führerscheine, die die Behörden ab dem 19.1.2013 verlängern oder erteilen werden automatisch auf 15 Jahre befristet.

Der EU-Führerschein wird in folgenden Ländern (EFTA- und EU- Länder) akzeptiert:
  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Holland
  • Italien
  • Irland
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litaue
  • Luxemburg
  • Malta
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweden
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Zypern
EFTA Länder:
  • Liechtenstein
  • Island
  • Norwegen
  • Schweiz



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