Auto- und Reiserecht 2019
 

Autorecht und Reiserecht 2019 – Das ist neu


Zahlreiche Neuerungen für alle Lkw-, Motorrad- und Autofahrer in 2019. Im Überblick finden Sie die Änderungen im Autorecht und Reiserecht.

Auch 2019 gibt es wieder einige wichtige Änderungen im Auto- und Reiserecht. Dazu gehören unter anderem Steuervorteile für E-Dienstwagen, Fahrverbote, erhöhte LKW-Mautsätze und der neue RDE-Test bei Abgasmessung.
Geplante und beschlossene Änderungen für Lkw-, Motorrad- und Autofahrer in 2019 auf einen Blick:
Neue Typklassen
Für etwa 11 Millionen Autofahrer ändert sich 2019 die Kfz-Typklasse. Bei der Haftpflichtversicherung müssen circa 5,7 Millionen Fahrzeugbesitzer mit höheren Beiträgen rechnen.

Erstzulassung und Ummeldung am Bildschirm
Fahrzeughalter sollen zukünftig auch die Erstzulassung ihres Autos und das Ummelden online erledigen können. Voraussetzung für die Identifizierung ist der neue Personalausweis mit eingeschalteter Online-Funktion.

Steuervorteile für dienstliche Nutzer von Hybrid- und Elektrofahrzeugen
Dienstliche Nutzer müssen ihren Hybrid- oder E-Dienstwagen bis 31. Dezember 2021 nur noch zum halbierten Steuersatz (0,5 Prozent) versteuern.

Akustische Signale bei Stromer
Der Einbau eines Warnsignals mit dem Namen AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) wird ab 01. Juli 2019 bei neu zugelassenen Elektro- und Hybridfahrzeugen Pflicht. So sollen Radfahrer, Fußgänger und Menschen mit Sehbehinderung auf die E-Fahrzeuge aufmerksam gemacht werden.

RDE-Abgasmessung
Bei der Abgasmessung wird der RDE-Test (Real Driving Emissions) ab 01. September 2019 Pflicht. Hierbei sollen die realen Fahrbedingungen von LKW, PKW und Bus getestet werden. Bei diesem Prüfverfahren kommen sogenannte PEMS-Geräte (Portable Emission Measurement System) zum Einsatz.

Zulässige Grenzwerte für Abgasemissionen - Fahrverbote für Benzin- und Dieselautos
Ab Januar 2019 dürfen Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 4 abwärts nicht mehr in Stuttgart (gesamtes Stadtgebiet) fahren.
Ab Februar 2019 dürfen Benzinautos mit den Euro-Abgasnormen 1 und 2 sowie Selbstzünder mit Euro 4 oder älter nicht mehr in die Frankfurter Innenstadt fahren.
Ab April besteht Fahrverbot in Bonn für Benziner (Euro 1 und 2) und Diesel (Euro 1 bis 4) und
ebenfalls in Köln für Benziner (Euro 1 und 2) und Diesel (Euro 1 bis 4), ab September auch für die Euronorm 5.
Ab Juni 2019 soll in Berlin Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm 1 bis 5 gelten,
ebenfalls ab Juni in Hamburg (Dieselfahrzeuge Euronorm 1 bis 5).
Ab Juli 2019 in Essen für Diesel (Euronorm 1 bis 4) und Benziner (1 und 2) und ab September auch für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 5.
Ebenfalls ab Juli in Gelsenkirchen für Dieselautos mit Euro 5 abwärts.
Ab September 2019 eventuell auch in Mainz für Diesel-PKW mit der Euronorm 1 bis 5.

Digitalradio wird Standard
Die EU möchte die Digitalisierung beim Radioempfang im Auto vorantreiben. EU-Neuwagen sollen zusätzlich zum UKW-Empfang für DAB+ oder andere digitale terrestrische Übertragungen ausgestattet werden. Ab 2019 wird bei Neufahrzeugen der Digitalempfang schrittweise Pflicht. Es gilt eine 2jährige Frist, da die Vorgabe in nationale Gesetze aufgenommen werden muss.

Neue Mitwirkungspflicht für Lastkraftwagenfahrer
Ab Januar 2019 unterliegen Lkw-Fahrer neuen Mitwirkungspflichten. Daraus geht hervor, dass die Gewichtsklassen von Lastwagen zukünftig auf der On-Board-Unit (OBU) anzugeben sind.

LKW Maut-Erhöhung
Auf Basis eines neuen Wegekostengutachtens 2018 - 2022 hat die Bundesregierung eine Erhöhung der LKW-Mautsätze beschlossen. Ab Januar 2019 sollen auf Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland die Mautsätze auf Basis von 3 Gewichtsklassen gelten. In der Klasse ab 18 Tonnen zulässige Gesamtmasse wird zusätzlich nach Anzahl der Achsen differenziert. Von der Lkw-Maut sollen vorrübergehend Elektrolastkraftwagen und gasbetriebene Fahrzeuge sein.

Auto- und Reiserecht 2019 im Ausland - Hier ein paar Beispiele worauf Sie als Autofahrer in Zukunft achten sollten:
Niederlande, Belgien
Niederlande und Belgien weiten im Laufe 2019 die Umweltzonen aus und verschärfen die Einfahrt-Bedingungen.

Österreich
In Österreich steigen 2019 die Autobahngebühren. Das Jahres-Pickerl kostet knapp 2 Euro mehr.
In Österreich sollen Elektroautos, aufgrund einer Änderung des Immissionsschutzgesetzes, zukünftig auf vielen Autobahnen schneller fahren dürfen.

Schweiz
In der Schweiz steigt die Gebühr für die Jahresvignette 2019 auf 36,50 Euro.

Frankreich
In Frankreich sollen im Laufe 2019 die Mautgebühren leicht steigen. Mit Smartphones ist es möglich, vor Ort die Preise an den Tankstellen in der Nähe zu finden. Außerdem verschärft Frankreich die Umweltzonen. Im Sommer 2019 wird die Umweltzone auf den Großraum Paris erweitert, das heißt das Gebiet, das von der Autobahn A86 eingeschlossen ist.

Europäische Union
Die EU schreibt ab Januar 2019 einheitliche Kraftstoff-Bezeichnungen vor, dabei stehen quadratische Symbole mit einem B für Dieselsorten, rautenförmige Symbole für gasförmige Kraftstoffe und runde Symbole mit einem E für Benzinsorten. Ab Jahresbeginn sollen die entsprechende Etiketten auf Zapfpistolen und in den Tankdeckeln von Neufahrzeugen angebracht werden.



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