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Kfz-Haftpflicht - Neue Typklassen 2027

30 September, 2026

Für mehr als zwölf Millionen Autofahrer ändern sich die Typklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung.

Das geht aus der neuen Typklassenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Sie bildet die Schadenbilanzen fast aller in Deutschland zugelassenen Automodelle ab. „Rund 7,4 Millionen Autofahrende werden in eine höhere und rund 5,1 Millionen in eine niedrigere Typklasse gestuft. Für die übrigen fast 30 Millionen, insgesamt 71 Prozent aller Autofahrerinnen und Autofahrer, ändert sich in der Einstufung für die Kfz-Haftpflichtversicherung nichts“, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Grundlage der Neubewertung sind die Schadenbilanzen der vergangenen drei Jahre. Häufig geht es für Automodelle in der Kfz-Haftpflicht nur ein oder zwei Klassen nach oben oder unten. Bei den Kaskoversicherungen bleibt es für die Mehrheit der Autofahrer ebenfalls bei den Einstufungen des Vorjahres:
67 Prozent der Voll- und Teilkaskoversicherten behalten ihre aktuellen Typklassen.

Die Typklasse ist eine Einstufung, die zeigt, wie viele und wie teure Schäden mit einem Automodell im Vergleich zu anderen Modellen verursacht werden. In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind Schäden maßgeblich, die bei Dritten verursacht werden. Dazu gehören beispielsweise Auffahrunfälle und Parkrempler, aber auch größere Verkehrsunfälle. In der Voll- und Teilkasko geht es hingegen um Schäden am eigenen Auto, etwa durch Autodiebstahl, Wildunfälle, Hagel oder Sturm. In der Vollkaskoversicherung zusätzlich um selbstverschuldete Unfälle.

Für die Schadenbilanzen in den Kaskoversicherungen spielen daher auch Wiederbeschaffungswert, Reparaturkosten und Ersatzteilpreise des jeweiligen Automodells eine Rolle. Viele Kleinwagen, die vergleichsweise günstig zu reparieren sind, haben oft niedrige Kasko-Typklassen. Andererseits werden sie gerne auch von Fahranfängern genutzt, die nicht selten häufiger in Unfälle verwickelt sind, was die Prämien wieder nach oben treibt. Dagegen fallen bei hochwertigen Geländewagen, Sportwagen oder Oberklassemodellen die Werkstattkosten häufig höher aus. Entsprechend finden sich viele dieser Modelle in einer höheren Typklasse wieder. „Als Faustregel gilt: Je teurer ein Auto und dessen Ersatzteile sind, desto höher fällt meist die Kasko-Typklasse aus“, sagt Jörg Asmussen.

Eine Aussage über die Höhe des Versicherungsbeitrags lässt sich allein durch eine Veränderung bei der Typklasse nicht treffen. Die Prämie ist von vielen weiteren Faktoren abhängig, zum Beispiel der Regionalklasse und der Jahresfahrleistung. Auch die Entwicklung der Reparaturkosten, die seit Jahren stärker steigen als die allgemeine Inflation, ist für die Entwicklung maßgeblich. ampnet/aum

Weitere Infos rund um die Autoversicherung finden Sie hier: Kfz Versicherung

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