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Neue Regionalklassen-Einstufung: Kfz-Regionalklassen 2026

03 September, 2025

Auch für 2026 gibt es neue Regionalklassen-Einstufungen. Welche Kfz-Regionalklasse ist die günstigste?

Für über zehn Millionen Autofahrer ändert sich die Regionalklasse

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Schadenbilanzen und Regionalklassen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland neu berechnet. „Durch die aktuelle Auswertung ändern sich die Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung für mehr als zehn Millionen Autofahrende: Für 48 Bezirke und rund fünf Millionen Autofahrende haben die GDV-Statistiker höhere Regionalklassen berechnet, für 51 Bezirke und rund 5,3 Millionen Menschen niedrigere Klassen“, so GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Für die weiteren 314 Bezirke und rund 32,1 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleibt es bei den Regionalklassen des Vorjahres.

Höhere Klassen haben sich vor allem in Hessen und Nordrhein-Westfalen ergeben. Dort wird fast jeder vierte Autofahrer hochgestuft. Daneben haben insbesondere Großstädte hohe Regionalklassen:
Die schlechteste Schadenbilanz hat Offenbach, dicht gefolgt von Berlin. In beiden Städten liegen die Schäden fast 40 Prozent über dem Schnitt, sagte Asmussen.

Vergleichsweise gute Schadenbilanzen in der Kfz-Haftpflichtversicherung weisen wie in den Vorjahren Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf. Dort gibt es weniger beziehungsweise weniger teure Schäden als im Bundesdurchschnitt. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung hat mit rund 30 Prozent unter dem bundesweiten Mittel der Bezirk Elbe-Elster in Brandenburg.

Grundsätzlich gilt, dass je höher das Risiko eines Schadens und je teurer die Schäden in einem Bezirk, desto höher ist die Einstufung in der Regionalklasse – mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Versicherungsbeitrag. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen. Dieser ist von vielen weiteren Faktoren wie zum Beispiel der Typklasse, der Jahresfahrleistung oder der Entwicklung der Reparaturkosten abhängig, betont der GDV. Letztere steigen seit Jahren stärker als die allgemeine Inflation, was bei den Kfz-Versicherern in den vergangenen zwei Jahren zu Verlusten von insgesamt rund fünf Milliarden Euro geführt habe.

Für die Kaskoversicherungen ändert sich durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik nur wenig:
Rund 33,4 Millionen Kraftfahrer behalten die aktuellen Klassen, für rund 2,1 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte gelten künftig höhere, für rund 2,6 Millionen niedrigere Einstufungen.

Die Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz der 413 deutschen Zulassungsbezirke wider und werden einmal im Jahr vom Dachverband der Versicherungswirtschaft berechnet. Entscheidend ist dabei nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.

Die so berechneten Schadenbilanzen der Zulassungsbezirke werden versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Kfz-Regionalklasse bestimmt. Für die Haftpflicht gibt es zwölf, für die Voll- neun und für die Teilkasko 16 Klassen.

Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr angewendet werden. ampnet/aum

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