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Anstieg der ?lpreise - Dieselpreise - Benzinpreise

03 September, 2007

Die als Folge deutlich gestiegenen Indices lassen an den Fortgang der US-Konjunktur und eine Steigerung der ?lnachfrage glauben.

esyoil-Heiz?l-News HEIZ?L: Preisauftrieb im Doppelpack
Gestern haben sich die ?lpreise aus einem noch vorhandenen Abw?rtssog befreit. Ausl?sende Impulse f?r den Ruck kamen von den Aktienm?rkten und von den US-Lagerdaten. Manisch depressive Spekulanten gaben ihr Geld wieder f?r billig geglaubte Aktien aus. Die als Folge deutlich gestiegenen Indices lassen an den Fortgang der US-Konjunktur und eine Steigerung der ?lnachfrage glauben. Unerwartet stark gefallene Roh?l- und Benzinbest?nde brachten die passenden Fakten zum Glauben. Der Dollar verlor an Wert. Das war zuletzt immer dann der Fall, wenn sich die Konjunkturstimmung aufhellte. So war es gestern.

Dass die gestrige Euphorie zur konjunkturellen Entwicklung eine bleibende Einstellung ist, darf angesichts der Probleme am US-Hypothekenmarkt bezweifelt werden. Diese Probleme haben sich ?ber Jahre aufgebaut. Sie sind lange bekannt. Sie wurden ebenso lange ignoriert. Nun m?ssen sie behoben werden. Bis ein schl?ssiger Weg befunden ist, mit ihnen fertig zu werden, bleibt die B?rsenstimmung anf?llig f?r neue Depressionen.

Konkret ?u?ert sich das Problem im Verfall der US-Immobilienpreise. Sie sind im zweiten Quartal auf das Jahr bezogen um 3,2 Prozent gefallen. Das ist der schwerste R?ckgang seit 20 Jahren. H?user lassen sich kaum noch verkaufen. Der Angebotsbestand ist auf Rekordniveau gestiegen. Die Lage am Immobilienmarkt dr?ckt auf das amerikanische Verbrauchergem?t. Der Vertrauensindex knickt ein. Zwei Drittel der US-Wirtschaft wird durch den heimischen Verbrauch getragen. Wenn dieser sp?rbar zur?ckgeht, muss die Konjunktur einbrechen.

Ein Ausweg aus der Situation k?nnte ?ber die Aktienm?rkte erfolgen. Verbraucher sind in den USA st?rker als hierzulande an diesen M?rkten interessiert. Wenn sich die Aktien positiv entwickelten, k?me das Verbrauchervertrauen zur?ck. Der Konjunktureinbruch k?nnte vermieden werden. Einen solchen Weg m?sste die Notenbank mit entsprechenden Ma?nahmen vorzeichnen. Bisher ist ein entsprechendes Ansinnen noch nicht wahrzunehmen. Der gestrige Anstieg der Aktienindices ist zun?chst einmal eine Eintagsfliege.

Allerdings trieb dieser Anstieg die ?lpreise w?hrend des ganzen Tages in die H?he. Als am Nachmittag die von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) ermittelten Bestandsdaten gemeldet wurden, bekamen die Preise weitere Unterst?tzung. Die Daten fielen deutlich schlechter aus als erwartet. Sie lauten wie folgt:

Roh?l: -3,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -4,9 Mio. Barrel (API)
Heiz?l und Diesel: +0,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,7 Mio. Barrel (API)
Benzin: -3,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. -2,4 Mio. Barrel (API)


In Summe ergibt sich ein Abbau von 6,2 (DOE) bzw. 5,6 (API) Mio. Barrel. Die US-Importe sind geringer als in der Vorwoche und im Vorjahr. Die Raffinerieverf?gbarkeit ist auf 90% gefallen. Das ist ein weiterer bullischer Aspekt. Er wird mit positiven Konjunkturaussichten noch wirkungsvoller.

Heute Morgen ist der kr?ftige Anstieg zur Ruhe gekommen. Die Tonne Gas?l kostet 637,50 $. Das ist so viel wie gestern Abend.

Unsere Heiz?lpreise ziehen als Folge des gestrigen B?rsengeschehens deutlich an. Da die Lage am von den USA dominierten internationalen Markt weiterhin instabil ist, leiten wir daraus noch keinen Einstieg in eine neue Preisrunde ab. Bis auf weiteres gehen wir von einem stark schwingenden seitw?rts bewegten Heiz?lpreis aus. Erst wenn Vertrauen in die Finanzm?rkte zur?ckkehrt oder Hurrikane drohen, d?rfte Heiz?l sp?rbar teurer werden.
esyoil

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