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Coupé Mercedes CLS 400: Schwäbisches High-Light

08 April, 2015

Wer viertüriges Coupé sagt, meint Mercedes CLS. Kein anderer Automobilhersteller dominiert dieses elegante Segment seit 2004 so sehr wie die Stuttgarter. Als andere noch kopierten, schickte Mercedes vor vier Jahren bereits die zweite Generation an den Start. Nun gibt es eine umfangreiche Modellpflege:
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außen frischer und sportlicher, innen edler und moderner, unterm Blech sparsamer und sicherer. Zum Händler kommt der neue CLS im September.
Auf den ersten Blick dürften nur Kenner der Szene den CLS als neuen CLS erkennen. Behutsames Facelift war oberstes Gebot. Motto: Finger weg vom Blech. "Die Form ist stimmig und aktuell", sagt Exterieur-Designer Mark Fetherston. Neu ist das Gesicht, heißt: Die Frontschürze trägt nun größere Lufteinlässe, der Grill nur noch eine Spange und das Gitter viele kleine polierte Chromflächen (Diamant-Look).
Ein buchstäbliches Highlight aber sollen die neuen Scheinwerfer setzen. Schon in der Serie kommen Voll-LED-Einheiten zum Einsatz. Optional kann der Kunde jetzt sogenannte Multibeam-Exemplare wählen. Sie bieten das derzeit modernste Licht der Welt. 24 LED im Fernlicht werden hier einzeln angesteuert und leuchten die Straße stets optimal aus, im Bestfall bis zu 485 Meter weit. Das blendet weder den Gegenverkehr noch Vorausfahrende.
Einen gesunden Innovationsdrang verspürten die Entwickler auch auf der Antriebsseite. Erstmals wird es als neues Einstiegsmodell den CLS 220 BlueTec mit einem 125 kW/170 PS starken Vierzylinder-Diesel geben. Preis: 54 086 Euro. Zuvor begann der CLS als 250 CDI bei 59 800 Euro. Die große Mehrheit allerdings setzt auf souveräne Sechs- und Achtzylinder. Hier löst der CLS 400 (62 713 Euro) den CLS 350 ab.
Verantwortlich hierfür ist der neue 3,5-Liter-V6-Benziner. Der Biturbo mit 245 kW/333 PS und 480 Nm maximalem Drehmoment leistet nicht nur 27 PS und 110 Newtonmeter mehr als der Vorgänger (Sauger), sondern verbraucht auch weniger. Mercedes gibt als Normwert 7, 3 Liter an. Bezeichnend ist der souveräne Antritt schon aus niedrigsten Drehzahlen. Zwischen 1 200/min und 4 000/min steht das volle Drehmoment zur Verfügung, das gab es zuvor nicht einmal bei Dieselmotoren. Nicht ganz unschuldig an diesem geschmeidigen Charakter dürfte das neue Neunganggetriebe 9G-Tronic sein. Nach der E-Klasse ist der CLS das zweite Modell im Hause Daimler, das diese selbst entwickelte Automatik erhält. Sie verrichtet ihre Arbeit so vornehm im Hintergrund, dass man gar nicht mehr spürt, in welchem Gang der CLS gerade unterwegs ist.
Wem die Lust nach noch mehr Leistung steht, kann entweder den CLS 500 mit dem 300 KW/408 PS starken V8 wählen oder sich bei AMG umsehen. Die Tuning-Tochter aus Affalterbach bietet den CLS als 63 AMG mit bis zu 430 kW/585 PS an. Versprochen wird eine Beschleunigung auf höchstem Sportwagen-Niveau: 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h ? begleitet von einem bulligen Achtzylinder-Sound.
Im Cockpit fällt sofort der große frei stehende 8-Zoll-Bildschirm (Serie) auf, wie ihn auch die jüngst eingeführte C-Klasse hat. Neue Lederfarben, ein neues Lenkrad, neue Dekore und Sitze mit gestepptem Rautenmuster sollen den Innenraum noch luxuriöser wirken lassen. An der handwerklichen Qualität gibt es im CLS ohnehin nichts auszusetzen. Sie erfüllt selbst höchste Ansprüche. Auch in Sachen Infotainment will Mercedes ganz vorne mitspielen. Im Angebot sind zahlreiche Online-Dienste und Internetzugang. Das iPhone kann problemlos angedockt und über den Controller auf der Mittelkonsole bedient werden.
Beim Thema Sicherheit gibt es weitere Verbesserungen. Zum Serienumfang gehört jetzt der sogenannte Collision Prevention Assist Plus. Er arbeitet mit einem Nahbereichs-Radar und kann einen Auffahrunfall bis 30 km/h durch eine automatische Vollbremsung verhindern. Und dies gilt nicht nur für ein stehendes Auto an der Ampel, sondern auch für ein Kind, das über die Straße läuft. Darüber hinaus bietet Mercedes verschiedene Sicherheitspakete mit insgesamt bis zu 20 verschiedenen Assistenzsystemen an ? so viele wie kein anderer Autohersteller. Alle Modellpflege-Maßnahmen gelten natürlich auch für den 2012 eingeführten Edel-Kombi CLS Shooting Brake, der sich mittlerweile übrigens besser verkauft als das Coupé.
Michael Specht/mid
Bewertung:
Plus: hoher Komfort, sehr gute Fahreigenschaften, hervorragende Verarbeitungsqualität, gutes Platzangebot, sehr hohes Sicherheitsniveau
Minus: eingeschränktes Sichtfeld nach schräg hinten.
Technische Daten Mercedes CLS 400:
Viertüriges, viersitziges Coupé, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,94/1,88/1,42/2,87, Kofferraumvolumen: 520 Liter, Wendekreis: 11,18 Meter, Leergewicht: 1 775 kg, max. Zuladung: 485 kg, Tankinhalt: 59 Liter.
Motor: 3,5-Liter-V6-Zylinder-Benziner mit 245 kW/333 PS bei 5 250/min - 6 000/min, Neungang-Automatikgetriebe, max. Drehmoment: 480 Nm bei 1 200/min bis 4 000/min, 0-100 km/h: 5,3 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, Verbrauch: 7,3 l Super auf 100 km, CO2-Emission: 169 g/km, Bildquelle: Daimler, Bildunterschrift: mid London - Macht eine gute Figur: der Mercedes CLS nach der Modellpflege.

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