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Reifenrunderneuerung staatlich gefördert

04 August, 2013

Die Reifenrunderneuerung bei Pkw wird kaum noch angewendet, während sie bei Lkw Reifen weit verbreitet und

sinnvoll.
Der Aufbau einer Rohstoffe sparenden Runderneuerung von Lkw-Reifen am Continental-Unternehmenssitz in Hannover wird vom Bundesumweltministerium mit 1,2 Millionen Euro aus dem Umwelt-Innovationsprogramm des Bundesumweltministeriums gefördert. Nachdem die Fertigung von Neureifen im Stadtteil Stöcken eingestellt wurde, baut der Hersteller eine innovative Anlage zur Aufarbeitung von Altreifen auf: Ziel des Pilotprojekts ist eine umweltschonende und qualitativ hochwertige Runderneuerung der wertvollen Reifenkarkassen. Im Vergleich zu Neureifen lassen sich dabei rund 50 Prozent Energie und rund 80 Prozent Wasser sparen, auch die Abfallmenge sinkt um satte 80 Prozent.
Während die Runderneuerung bei Pkw-Reifen kaum noch angewendet wird, ist sie bei Lkw-Reifen weit verbreitet und sinnvoll, besonders für die kostengeplagten Spediteure. Dabei werden nach sorgfältiger Qualitätsprüfung der Reifenstruktur die Reste des alten Laufstreifens entfernt. Anschließend erhält der Reifen einen neuen Laufstreifen. Das von Continental in der neuen Produktionsanlage vorgesehene Verfahren nennt sich "Heißrunderneuerung" im Gegensatz zur ebenfalls gebräuchlichen "Kaltrunderneuerung", bei der ein vorvulkanisierter Laufstreifen auf die angeraute Karkasse vulkanisiert wird.
Die Heißrunderneuerung selbst ist keine Neuheit. Das geförderte Verfahren sieht jedoch vor, leistungsfähige Neureifenmischungen auf die gebrauchte Karkasse aufzubringen und mit einem intelligenten Heizprozess mit ihr zu verbinden. Innovativ ist zudem, anfallende Gummiabfälle in der angeschlossenen Recycling-Anlage für die stoffliche Weiterverwendung aufzuarbeiten. Förderungsvoraussetzung war, dass die großtechnische Anwendung über den Stand der Technik hinaus geht und möglichst Demonstrationscharakter aufweist. Die vom hannoverschen Reifenhersteller vorgesehene Technologie erfüllt diese Kriterien und ist auf weitere Unternehmensstandorte sowie andere Reifenhersteller übertragbar. mid/ld

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