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Zwei Jahre Super E10 - Kaum Akzeptanz

14 März, 2013

Deutschlands Autofahrer setzen auch zwei Jahre nach Einführung von E10 weiterhin auf den normalen Euro-Super-Kraftstoff. Das hat eine Umfrage des Energiehändlers Präg ergeben. Die anhaltende Ablehnung beruhe nicht nur auf der immer noch existierenden Angst vor eventuellen technischen Schäden selbst an freigegebenen Automodellen.

Demnach haben 44 Prozent befragten Tankstellenunternehmen angegeben, dass sie bei den Autofahrern weiterhin Misstrauen beobachten. 16 Prozent sind der Meinung, dass die Skepsis bei den Kunden gegenüber E10 heute verschwunden ist. Neun Prozent der Befragten werden mindestens ein Mal am Tag nach den Nebenwirkungen von E10 für den Motor gefragt. Bei 17 Prozent der Tankstellenbetreiber ist dies mindestens ein Mal pro Woche der Fall. Die Tankstellenbetreiber schätzen, dass 75 Prozent der Autofahrer E10 komplett ablehnen und nur 13 Prozent es voll und ganz akzeptieren. Der Anteil derjenigen, die Super Plus tanken, ist seit der E10-Einführung von drei auf über fünf Prozent gestiegen.

Die anhaltende Ablehnung beruhe nicht nur auf der immer noch existierenden Angst vieler Autofahrer vor eventuellen technischen Schäden selbst an freigegebenen Automodellen. Auch die gesellschaftliche Diskussion über die Konkurrenz von Energie- und Nahrungsmittelproduktion führt nach Angaben von Klaus-Rüdiger Bischoff, Mitgeschäftsführer bei Präg, zur Zurückhaltung gegenüber E10. Der Kraftstoff enthält einen zehnprozentigen Anteil an Bioethanol.
Zu den kürzlich vom Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) veröffentlichten Verkaufszahlen passt das Umfrageergebnis aber nicht. Demnach ist der Absatz von Super E10 im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 besonders stark um 43 Prozent von 1,8 Millionen Tonnen auf 2,6 Millionen Tonnen gestiegen. cw/mid

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