Neues Kältemittel für Autoklimaanlagen ab 2017 Pflicht
22 Januar, 2012
Die Diskussion über die Kältemittel in den Autoklimaanlagen erhitzen derzeit die Gemüter. Denn das neue Kältemittel R-123yf soll ab 2017 in Europa Pflicht sein: es wäre zwar kostengünstig, doch gefährde es die Fahrzeugsicherheit und die
Untersuchungen des Umweltbundesamtes und der Bundesanstalt für Materialsicherheit bestätigen, dass der neue Kühlstoff bei einem Fahrzeugbrand bei 405 Grad Celsius in Flammen aufgeht und hochgiftige Gase freisetzt. Dem widersprechen die Hersteller DuPont und Honeywell.
Ihnen glaubt der Verband der Autoindustrie (VDA) und hält an dem Mittel fest. Auch weil es das bisher eingesetzte klimaschädliche Mittel R-134a ohne besondere technische Anpassungen ersetzen kann. Darüber hinaus wollen alle führende Fahrzeughersteller das neue Kälteprodukt einsetzen, für die deutschen Hersteller müsse eine "Insellösung" vermieden werden.
Das europaweite einheitliche Interesse der Autofirmen bezweifelt das Umweltbundesamt. Zudem dürfe solch eine kostensparende Denke nicht das Maß der Dinge sein. Mit zu berücksichtigen wäre der unverhältnismäßig hohe Energiebedarf bei der Produktion und der Anfall von viel Sondermüll. Laut einer Meldung der Zeitschrift "Auto Bild" können die Hersteller an ihrer chinesischen Produktionsstätte die Erzeugung der Chemikalie erst Ende 2012 aufnehmen, was ein ganzes Jahr Verzögerung bei der Einführung bedeuten würde.
Innerhalb der Autoindustrie mehren sich inzwischen auch Stimmen, die vor der Abhängigkeit von DuPont und Honeywell warnen. Die beiden US-Hersteller sind die einzigen Lieferanten, ihr Kältemittel haben sie patentrechtlich schützen lassen. Inwieweit das Patentrecht tatsächlich gilt, will jetzt die EU-Kommission überprüfen. Sie vermutet unerlaubte Kartellabsprachen und hat jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Auf eine entsprechende Nachfrage der Internetplattform "Kfz-Betrieb online" gab Honeywell folgende Stellungnahme ab: Die Bezeichnung Kartellverfahren ist nicht richtig. Zurzeit läuft lediglich eine Untersuchung, so wie sie häufig in der EU vorkommt. Nämlich immer dann, wenn ein Parlamentsmitglied eine Anfrage stellt. In diesem Fall war es ein deutsches Mitglied des Parlaments. Wir haben dazu Stellung genommen und die Kommission prüft den Sachverhalt. Die Untersuchung bezieht sich auf zwei Punkte: Hat Honeywell verschwiegen, dass es Patente bezüglich HFO-1234yf hat? Besteht hier ein Monopol?
Wir haben unsere Patentanmeldungen, und dann auch die gewährten Patente immer offen kommuniziert. Unsere Website zeigt die entsprechenden Pressemitteilungen dazu. Das war also kein Geheimnis.
Es gibt zwei Anbieter des Produktes, deshalb kann man nicht von Monopol sprechen. Außerdem ist HFO-1234yf kein definierter Standard. Es gab einen Wettbewerb der Ideen für ein neues Kältemittel, und die Tatsache, dass wir eines nun anbieten, heißt ja nicht, dass andere Firmen nicht auch ein neues Produkt entwickeln können. Was wir aber nicht unterstützen, ist der Anspruch, andere forschen zu lassen, und dann sofort die Lizensierung an Unternehmen zu fördern, die eben diese Forschungen nicht betrieben haben.
Zum Thema chinesische Produktionsstätte können wir nichts sagen, das betrifft das Unternehmen Dupont. Wir beliefern unsere Kunden, die mit uns Verträge abgeschlossen haben, aus unserem Werk in den USA. gz/mid
Bildquelle: DVR
Ihnen glaubt der Verband der Autoindustrie (VDA) und hält an dem Mittel fest. Auch weil es das bisher eingesetzte klimaschädliche Mittel R-134a ohne besondere technische Anpassungen ersetzen kann. Darüber hinaus wollen alle führende Fahrzeughersteller das neue Kälteprodukt einsetzen, für die deutschen Hersteller müsse eine "Insellösung" vermieden werden.
Das europaweite einheitliche Interesse der Autofirmen bezweifelt das Umweltbundesamt. Zudem dürfe solch eine kostensparende Denke nicht das Maß der Dinge sein. Mit zu berücksichtigen wäre der unverhältnismäßig hohe Energiebedarf bei der Produktion und der Anfall von viel Sondermüll. Laut einer Meldung der Zeitschrift "Auto Bild" können die Hersteller an ihrer chinesischen Produktionsstätte die Erzeugung der Chemikalie erst Ende 2012 aufnehmen, was ein ganzes Jahr Verzögerung bei der Einführung bedeuten würde.
Innerhalb der Autoindustrie mehren sich inzwischen auch Stimmen, die vor der Abhängigkeit von DuPont und Honeywell warnen. Die beiden US-Hersteller sind die einzigen Lieferanten, ihr Kältemittel haben sie patentrechtlich schützen lassen. Inwieweit das Patentrecht tatsächlich gilt, will jetzt die EU-Kommission überprüfen. Sie vermutet unerlaubte Kartellabsprachen und hat jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Auf eine entsprechende Nachfrage der Internetplattform "Kfz-Betrieb online" gab Honeywell folgende Stellungnahme ab: Die Bezeichnung Kartellverfahren ist nicht richtig. Zurzeit läuft lediglich eine Untersuchung, so wie sie häufig in der EU vorkommt. Nämlich immer dann, wenn ein Parlamentsmitglied eine Anfrage stellt. In diesem Fall war es ein deutsches Mitglied des Parlaments. Wir haben dazu Stellung genommen und die Kommission prüft den Sachverhalt. Die Untersuchung bezieht sich auf zwei Punkte: Hat Honeywell verschwiegen, dass es Patente bezüglich HFO-1234yf hat? Besteht hier ein Monopol?
Wir haben unsere Patentanmeldungen, und dann auch die gewährten Patente immer offen kommuniziert. Unsere Website zeigt die entsprechenden Pressemitteilungen dazu. Das war also kein Geheimnis.
Es gibt zwei Anbieter des Produktes, deshalb kann man nicht von Monopol sprechen. Außerdem ist HFO-1234yf kein definierter Standard. Es gab einen Wettbewerb der Ideen für ein neues Kältemittel, und die Tatsache, dass wir eines nun anbieten, heißt ja nicht, dass andere Firmen nicht auch ein neues Produkt entwickeln können. Was wir aber nicht unterstützen, ist der Anspruch, andere forschen zu lassen, und dann sofort die Lizensierung an Unternehmen zu fördern, die eben diese Forschungen nicht betrieben haben.
Zum Thema chinesische Produktionsstätte können wir nichts sagen, das betrifft das Unternehmen Dupont. Wir beliefern unsere Kunden, die mit uns Verträge abgeschlossen haben, aus unserem Werk in den USA. gz/mid
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