1. Wie Unterscheiden sich Neureifen von Gebrauchtreifen? Neureifen sind nach dem neuesten Stand der Autoreifenentwicklung gefertigt, das betrifft vor allem die verbesserte Sicherheit, die volle Profitiefe, Abrollgeräusch und Rollwiderstand. Die Autoreifen werden beim Hersteller einer peniblen Quallitätskontrolle unterzogen. Auch der optische effekt der Neureifen ist nicht zu verachten. Neureifen sollten die ersten 200 bis 300 km nicht voll belastet bzw. voll ausgefahren werden, damit sich die Lauffläche anrauht und so die optimale Leistungsfähigkeit erreicht wird.
Gebrauchtreifen z.B. von Autoverwertern, können durch falsche Lagerung, Unfall oder Schädigung des Innenleben z.B. durch heftiges Überfahren von Bordsteinkanten, geschädigt sein.Das könnte Reifenplatzer zur Folge haben. Weitere Unsicherheiten sind Stand- und Bremsplatte, unbekannte Laufrichtung und Achsmontage beim Vorgängerfahrzeug.
2. Autoreifen Reinigung Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie Ihren Autoreifen beim Wechsel, von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt, schenken. Die Autoreifen sollten beim Einlagern gründlich gereinigt sein. Verwenden Sie aber keine Reinigungsmittel, die Lösungsmittel oder Öle enthalten, diese schaden dem Gummi während der Lagerung. Am besten Reinigen Sie die Autoreifen mit Wasser und Seife oder Spülmittel. Am Waschplatz mittels Hochdruckreinigungsgeräte ist folgendes zu beachten. Zur Reifenreinigung niemals die Rundstrahldüse verwenden. Mit der Flachstrahldüse ist ein Mindestabstand von 20 cm einzuhalten
3. Autoreifen Einlagern Schon bei der Demontage der Autoreifen vom Fahrzeug sollten Sie die Räder markieren. (Die Laufrichtung und die Position am Fahrzeug z.B. HL für hinten Links, VR für vorne Rechts ) Zum Markieren gibt es spezielle Reifenstifte oder Plastiklaschen die über das Ventil geschoben werden. Anschließend sollten die Autoreifen gründlich gereinigt werden (siehe oben). Auch der Ort der Lagerung sollte mit einiger Sorgfalt ausgesucht werden. Feuchtigkeit schadet der Stahlfelge, Chemikalien, Fett, Öl und Kraftstoff greifen die Gummimischung an, Sonneneinstrahlung und Hitze machen den Gummi spröde. Zur Lagerung selbst: Autoreifen mit Felgen sollten am besten liegend oder hängend (ideal auf einem weichen Untergrund), keinesfalls aber aufrecht stehend, aufbewahrt werden. Autoreifen ohne Felgen sollten dagegen aufgestellt und jeden Monat etwas gedreht werden, um Druckstellen zu vermeiden. Aufhängen oder Stapeln beschädigt die Autoreifen. Sie können sich diesen Aufwand auch leicht sparen, denn viele Reifenfachhändler bieten einen Lagerservice, der Montage, Reinigung, Kennzeichnung und fachgerechte Lagerung beinhaltet. Nach der Lagerung sollten Sie Ihre Autoreifen einer Kontrolle unterziehen, dabei ist auf die Profiltiefe (link zu punkt 2), dem Verschleißbild, einer Unwucht und Beschädigungen zu achten.
4. Ab wann sind Winterreifen notwendig? Spätestens mit dem ersten Schnee werden viele Autofahrer an ihre Winterreifen erinnert. Um lange Wartezeiten auf das ummontieren beim Reifenhändler zu vermeiden und Lieferengpässe zu umgehen, ist es empfehlenswert, sich frühzeitig auf den Reifenwechsel einzustellen. Je nach Geographischer Lage und Einsatz kann das zwischen Anfang Oktober und Anfang November sein. Nachts sinken die Temperaturen dann teilweise schon auf recht niedrige Werte ab, den Sommerreifen wäre vielleicht schon zu kalt. Beachten Sie deshalb: Schon ab einer Temperatur von unter +7° Celsius können Sommerreifen verhärten. Dadurch geht die Flexibilität verloren, um besonders beim Anfahren und in der Kurve genügend Grip aufzubauen. Die Laufflächenmischung von Winterreifen bleibt auch bei niedrigen Temperaturen elastisch und griffig. Deshalb lohnt sich der Einsatz von Winterreifen schon weit vor dem ersten Frost. Unser TIPP: Ab Oktober bis April ist Winterreifenzeit!
5. Reichen auch zwei Winterreifen? Auf den ersten Blick erscheint es logisch und kostengünstig, auf die Antriebsräder Winterreifen zu montieren und die nicht getriebene Räder auf dem Sommerreifen weiterlaufen zu lassen. Diese Anordnung ist mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden. Beim Bremsen wird das Gewicht auf die Vorderräder verlagert. Fahrzeuge mit Heckantrieb würden dann aber hauptsächlich über die wenig griffigen vorderen Sommerprofile verzögert. Und beim Frontantrieb? Funktioniert auch nicht, denn die unterschiedliche Traktion und Seitenführung läßt das Fahrzeug in Kurven frühzeitig ausbrechen. Volle Sicherheit ist daher nur dann gewährleistet, wenn an allen vier Naben Winterreifen montiert sind. Unser Sicherheitsstipp: Montieren Sie auf allen Radpositionen Winterreifen an Ihrem Fahrzeug! Dabei gilt: Auch bei Winterreifen heißt es, regelmäßig Profiltiefe (mindestens 4mm) und Luftdruck (gemäß Angaben des Fahrzeugherstellers) kontrollieren!
6. Warum Winterreifen? Bereits ab einer Temperatur von unter + 7° Celsius können Sommerreifen verhäten, und haben deswegen schlechte Fahreigenschaften gegenüber Winterreifen. Nur Winterreifen bieten bei Temperaturen unter + 7° Celsius ein höchstes Maß an Sicherheit. Dies wird durch eine spezielle Gummimischungen mit hoher Kälteflexibilität erreicht, die im gegensatz zu Gummimischungen von Sommerreifen nicht verhärten, sondern auch bei niedrigen Temperaturen elastisch und griffig bleiben. Unter Berücksichtigung der niedrigen Temperaturen bremsen Winterreifen auch auf Nässe besser als Sommerreifen vorausgesetzt, das Profil hat eine Tiefe von mindestens 4 mm. Bei Schnee auf der Straße, wird die Überlegenheit der Winterreifen noch deutlicher. Eine Vielzahl von Feineinschnitten, die sogenannten Lamellen, sorgen für hunderte von Kanten, die sich mit dem winterlichen Untergrund verkrallen und so gute Haftung sichern. Fortschritte bei der Profilgestaltung lassen moderne Winterreifen auch an attraktiver Optik den Sommerreifen in nichts nachstehen. Moderne Winterreifen sind genauso leise und komfortabel wie Sommerreifen und verschleißen nicht schneller dank ausgefeilter Silica-Mischungs-Technologien. Das Unfallrisiko ist im Winter viel höher als auf sommerlichen Straßen. Und das kann in Deutschland teuer werden. Denn selbst, wenn man unverschuldet im Winter in einen Unfall mit Sommerreifen verwickelt wird, kann man eine 20%ige Mitschuld bekommen. In Finnland und Schweden ist man sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Dort sind Winterreifen für alle Autofahrer gesetzlich vorgeschrieben. Kleiner Extra-Tipp: Manche Versicherungen räumen vergünstigte Konditionen ein, wenn man mit Winterreifen unterwegs ist. siehe auch: Winterreifenplicht