Auto-Testbericht: Kia Cee'd 1.6 CRDi
 

Autotestbericht und Autodaten Kia Cee'd 1.6 CRDi


Der Kia Cee'd 1.6 CRDi im Test
Auffälliger Rein-Europäer mit revolutionärer Garantie
Die Koreaner beschreiten mit dem ersten ausschließlich in Europa hergestellten Kia Modell neue Wege in der Konzerngeschichte und haben dabei auch noch ein rundum gelungenes Familien-Auto im Bereich der Kompaktwagenklasse konzipiert. Wir haben den Cee'd 1.6 CRDi mit 115 PS und 5-Gang-Schaltgetriebe für Sie getestet.

Design
Aussenansicht Der Cee'd wird vom Hersteller als ein Wagen mit kraftvollem, eigenständigen Design, hervorragender Aerodynamik und klaren Linien beschrieben. Dem lässt sich ohne Wenn und Aber zustimmen. Vor allem die großen, auffälligen Rückleuchten sprangen unseren Testern besonders ins Auge. Kia bietet beim Cee'd auch erstmalig eine breite Palette unterschiedlicher Fahrzeugvarianten an. Neben unserer fünftürigen Variante mit Steilheck, die in insgesamt vier unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist, sind außerdem noch der Sportkombi Cee'd Sporty Wagon und der Dreitürer pro_Cee'd in der Cee'd-Familie zuhause. Sie alle drei eint der großzügige Randstand von 2,65 Metern und die vielen verschiedenen, teilweise serienmäßigen, teilweise auch zusätzlichen Ausstattungsoptionen: angefangen bei elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln über Leichtmetallfelgen bis hin zum Glasschiebedach. Bei den Karosseriefarben kann der Kunde zusätzlich aus einer vergleichsweise breiten Farbpalette von zwölf Karosseriefarbtönen auswählen. Damit bietet der Cee'd insgesamt seinem Käufer eine große, individuell wählbare Vielfalt, die als Pluspunkt nicht von der Hand zu weisen ist.


Der Innenraum
Unser Fünftürer bietet bei seiner Länge von 4,23 Meter und aufgrund seines breiten Radstandes ein herausragend gutes Raumangebot mit großer Bein-, Schulter- und Kopffreiheit. Das Ladevolumen lässt sich bis auf 1300 Liter ausbauen. Die gesamte Innenausstattung besticht vor allem durch ihre hochwertigen, gut verarbeiteten Materialien, die fein aufeinander abgestimmt sind und sich sehr angenehm anfühlenden. Das übersichtlich angeordnete Multifunktionsdisplay im Bereich der Instrumententafel sowie das CD-Radio und das Navigationsgerät passen, anders, als dies bei anderen Kia-Modellen zuvor der Fall war, optisch nun exakt zusammen und bilden, zusammen mit den anderen Funktionen im Fahrerbereich nun eine übersichtliche und äußerst funktionelle Einheit. Je nach Ausstattung kommen bei den einzelnen Cee'd - Modellen noch Annehmlichkeiten im Innenraum, wie verschiedene Ablagefächer in den Rückenlehnen der Vordersitze und im Laderaumboden, Getränkehalter, Gepäcknetz, Ledersitze sowie Sitzheizung in den beiden Vordersitzen hinzu. Die Anschlüsse für USB-Stick und iPod am Audiosystem sorgen für abwechslungsreiche Musik, die durch die vier bis sechs eingebauten Lautsprecherboxen ertönen und über die Bedienelemente innerhalb des Multifunktionslenkrades je nach Geschmack reguliert werden kann. Alles in allem kann der Cee'd in diesem Bereich durchaus mit der deutschen Konkurrenz a la VW Golf mithalten.

Antrieb & Fahrverhalten
Motorraum Auch bezüglich der unterschiedlichen angebotenen Motoren ist beim Kia Cee'd Vielfalt angesagt. Fünf unterschiedliche Varianten - drei Benziner und zwei Diesel - mit Leistungen zwischen 90 und 143 PS stehen zur Auswahl, darunter ein neu entwickelter 1,6 Liter Turbo-Diesel-Motor, der ebenso wie alle weiteren Bestandteile der Cee'd Baureihe im neuen Kia Werk Zilina in der Slowakei produziert wird. Unser 115 PS-Motor mit seinen 255 Nm Drehmoment wartet mit einer variablen Turbinengeometrie (VGT) und einem serienmäßigen Dieselpartikelfilter auf, der sowohl mit niedrigen Schadstoffimmissionen (CO2: 126g/km), als auch mit sehr geringem Kraftstoffverbrauch von in unserem Test etwas mehr als fünf Liter auf 100km bei ruhiger Fahrweise glänzt. Die Geschwindigkeit des Wagens kann bis auf 188 km/h gesteigert werden. Das Fahrwerk arbeitet äußerst leichtgängig und spricht auf Veränderungen der manuellen Fünf-Gang-Schaltung direkt an. Revolutionär ist die Garantie, die Kia für den gesamten Antriebsstrang des Cee'd bietet. Ganze sieben Jahre oder 150.000 Kilometer wird diese für Motor und Getriebe gewährt und ist auch übertragbar bei einem Weiterverkauf des Fahrzeugs. Für Lack, Interieur und Karosserie beträgt die Garantie ebenfalls ansehnliche fünf Jahre. Damit räumt Kia endgültig mit Vorurteilen auf, die sich in Europa gegenüber asiatischen Fahrzeugen und ihrer geringeren Langlebigkeit gegenüber hiesigen Automarken immer noch hartnäckig halten.

Ausstattung
Kia bietet für den Cee'd bereits ab einem Grundpreis von 14.300 Euro eine Serienausstattung, die sich sehen lassen kann. Dazu zählen elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernsteuerung, der Bordcomputer, ein höhenverstellbares Lenkrad, eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung sowie eine Rundum-Wärmeschutzverglasung. In den gehobenen Versionen kommen weitere Ausstattungsmerkmale, wie Wasser abweisende Seitenfenster in allen vier Türen, Diebstahlwarnanlage, Klimaanlage mit Pollenfilter oder auch die partiell beheizbare Frontscheibe hinzu. Damit bekommt man beim Cee'd für vergleichsweise wenig Geld ein Auto, was wirklich nur wenig Wünsche offen lässt.

Sicherheit
Der Kia Cee'd konnte beim Crashtest Euro NCAP die Höchstwertung 'Fünf Sterne' für sich verbuchen und gehört damit zu den sichersten Fünftürern im C-Segment. Für die Testkategorie Insassenschutz wurden fünf, für den Bereich Kindersicherheit immerhin noch vier Sterne vergeben. Zu Serienausstattung des Wagens zählen sechs Airbags, ESP, TCS und ABS. Darüber hinaus sorgen ein Bremsassistent (BAS) und die elektronische Bremskraftverteilung (EBD) für zusätzliche Sicherheit.

Fazit
innenansicht Kia bietet mit dem Cee'd seinen Käufern zum absoluten Spitzenpreis ein Auto, das in jeglicher Hinsicht keine Wünsche offen lässt. In der Kompaktwagenklasse ist der Cee'd darum als ein durchaus ernstzunehmender Konkurrent zu hiesigen Automodellen anzusehen.

Redakteur: Marc Härtel LeasingTime.de - Automarkt für Leasingfahrzeuge
(Bildquelle: Kia)
(Stand: 2011)



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