Prototyp VW E-Golf
 

VW Fahrbericht - Prototyp VW E-Golf


VW Prototyp: Der ganz normale E-Golf. Das Lieblingsauto der Deutschen wird 2013 unter Strom gesetzt. Eine ganz exklusive Ausfahrt mit dem Elektroauto VW Golf blue e-motion zeigt Ihnen unsere ersten Eindrücke zum Fahrverhalten. Machen Sie sich ein elektrisierendes Bild.

VW ist natürlich nicht die erste Marke, die ein rein elektrisches Serienauto baut. Aber bisher sind es eher Nischen-Pkw wie der Tesla oder Mitsubishis i-Miev, die umgesetzt werden. AussenansichtVolkswagen wird 2013 den Steckdosen-Stadtflitzer "up!" ins Rennen werfen, und danach macht Wolfsburg ernst - mit dem ganz normalen E-Golf. "Blue e-motion" heißt der Prototyp, den wir fahren durften, und er fühlt sich jetzt schon sehr vernünftig und golftypisch an. An das vibrationslose E-Surren, das die Abrollgeräusche der Reifen als lauteste Lärmquelle übrig lässt, wird man sich schnell gewöhnen. Vor allem, wenn die E-Autos der Zukunft wie der Golf mit 115 PS und 270 Nm bei Bedarf alles andere als unsportlich antreten. "Bei Bedarf" ist das Stichwort, das die VW-Techniker seit Entwicklungsbeginn vor zwei Jahren besonders schön umgesetzt haben. Über die bisher zum Schalten gedachten Lenkradwippen lässt sich elegant eine von drei Rekuperationsstufen wählen.



Einfach gesagt: Der Fahrer kann sich aussuchen, wie stark sein E-Golf verzögert (vergleichbar mit der Motorbremse), wenn er vom Gas geht. Diese Energie geht zurück ins System. Im Stadtverkehr macht zum Beispiel die höchste Stufe Sinn. Zudem kann der Lenker aus drei Fahrmodi wählen. Im Spar-Betrieb leistet der E-Golf nur 68 PS, und die Klimaanlage ist aus. Im Normalmodus fährt man mit 88 PS, und im Plus-Modus sind es die vollen 115 PS. Ein Kickdown mit dem Gasfuß bringt ebenfalls jederzeit vollen Schub. Der Bord-PC liefert bereits alle gewohnten Infos. Bei den klassischen Anzeigen für Reichweite, Verbrauch (in kWh) und "Tankinhalt" ist man sofort daheim.
Die gut 300 Kilo schweren Akkus bringen den E-Golf-Prototypen derzeit auf satte 1545 kg. Aussenansicht Dank Magnesium und Alu in Motorhaube und Heckklappe sind das "nur" 205 kg mehr als bei einem vergleichbaren Golf TDI. Der Kofferraum schrumpft allerdings um 120 auf 237 Liter zusammen. Genau so könnten sie ihn bauen, ist man versucht zu sagen. Warum denn nicht sofort? Ein Satz dieser Akkus kostet derzeit noch 8000 bis 12.000 Euro, und die Ladezeiten müssen noch besser werden. Außerdem bräuchte jede Werkstatt eine eigene Starkstrom-Abteilung. "Denn", wie VW-Sprecher Harthmuth Hofmann betont, "wir reden hier nicht von einem Zusatzmodell, sondern von einer völlig neuen Technik, die eine eigene Infrastruktur braucht." Zum Auto für jedermann soll der E-Golf daher erst 2018 werden. Vorher wird er in Flotten als Firmenauto erprobt.

Der Antrieb
Aussenansicht Elektromotor:
Synchronmaschine mit bis zu 12.000/min; max. Leistung 85 kW/115 PS, max. Drehmoment 270 Nm (aus dem Stand), 0 bis 100 km/h in 11,8 sec., 135 km/h, Reichweite bei reduzierter Leistung bis 150 km.
Batterie:
Lithium-Ionen-Akku aus 180 Zellen; Energiegehalt: 26,5 kWh, Gewicht: 315 kg; Ladezeit mit Wechselstrom (Steckdose): 6 bis 7 Stunden; mit Drehstrom: 3 Stunden. Ziel bis Serienfertigung: unter 30 Minuten.


Redakteur: Tobias Micke pkwtest.com

(Bildquelle: Volkswagen)



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