Kia Venga Active Pro
 

Fahrbericht Kia Venga


Unser Fahrbericht des Kia Venga Active Pro mit den Daten ab Werk. Ein Minivan, der nicht so aussieht und mit einem schlauen Raumkonzept glänzt.

InnenansichtKann es sein, dass der Venga wirklich 13 Zentimeter kürzer ist als der aktuelle Golf? Auf dem Papier steht beim Golf: Ladevolumen von 350 bis 1305 Liter, beim Kia Venga 440 bis 1390 Liter. Der Schein trügt also nicht. Natürlich: Der Koreaner ist üppige zwölf Zentimeter höher als das deutsche Standardmaß und rennt offiziell unter "Minivan", aber sieht man ihm das an?
Kias neuer Venga wurde in Europa für Europäer entworfen, mit ganz großem Augenmerk auf die Platzverhältnisse innen und geschicktes, ansprechendes Design außen. Und das merkt man. Den großen Kinderwagen konnten wir unzerlegt (nur zusammengefaltet) hinten quer unterbringen, was sonst nur bei einem großen Kombi geht. Bei der längeren Ausfahrt mit Gepäck wurden zwei Drittel der variablen Rückbank samt Kindersitz nach vorne geschoben, um das Kofferraumvolumen zu vergrößern. Daneben konnte noch immer ein Erwachsener ganz bequem (mit verstellbarer Rückenlehne) Platz nehmen. Unter der ebenen Ladefläche verbirgt sich ein weiteres Gepäckfach. Der Zwischenboden hat allerdings (speziell bei Bierkisten, bei denen sich die ebene Ladefläche besonders lohnen würde) Belastungsgrenzen.

AussenansichtGenerell ist in beiden Reihen reichlich Kopf- und Beinfreiheit, alle kleinen Ablagen, von denen es wirklich reichlich gibt, sind mit Antirutsch-Gummi ausgelegt. Das Hauptfach der Mittelkonsole hat genau CD-Dimensionen. Fazit: Es ist einfach erfrischend, wenn man das Gefühl hat, dass da endlich einmal einer bei all diesen Raumfragen mitgedacht hat.
Wo Sonne ist, da ist aber freilich auch etwas Schatten. So hat der 90-PS-Diesel bis 2000 Umdrehungen ein gewaltiges Turboloch. Darüber geht er dann sehr gut, aber eine solche Schwäche von unten heraus ist man einfach nicht mehr gewöhnt. Das Start/Stopp-System, mit dem alle Vengas vorbildlich ausgestattet sind, wirkt hemdsärmelig und zu schlicht gelöst. Vor allem das "Abwürgen" des Motors (so fühlt es sich leider an) an der roten Ampel ist verbesserbar. Zweimal sprang der Motor beim Versuch, loszufahren, gar nicht an. Auch das in schnellen Kurven polternde Fahrwerk hat noch deutlich Aufholpotenzial für europäische Verhältnisse. Die Spritverbrauchsanzeige liefert nur den Verbrauch der aktuellen Fahrt, und die Stimme des Navi-Systems verschafft sich trotz mehrmaligen Abdrehens immer wieder ungewünscht Gehör.

AussenansichtIn der getesteten Topversion "Active Pro" ist der Venga zwar nicht ganz billig, aber wirklich überkomplett ausgestattet: ABS, Stabilitäts- und Traktionskontrolle, sechs Airbags, Parksensoren mit Rückfahrkamera, Tempomat, Klimaautomatik mit Pollenfilter, beheizbare Sitze, CD-Radio mit (Leder-)Lenkradfernbedienung, Bluetooth u. v. m.
Als einzige Extras: ein (technisch gutes) Navi-Gerät (800 Euro), Panorama-Schiebedach (900 Euro), Metallic-Lack (400 Euro).

Praxis im Kia Venga Active Pro 1.4 CRDi (90 PS)

(Bildquelle: Kia - Redakteur Tobias Mike)



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