Filterf?rderung: Partikelfilter ist nicht gleich Partikelfilter
11 Januar, 2007
Erich Benedix ist sauer auf sein Kasseler Autohaus. Im Rahmen einer T?V-Untersuchung vereinbarte er einen Werkstatttermin, bei dem ein Partikelfilter nachger?stet werden sollte. Als er sein Fahrzeug abholte, wartete eine ?berraschung auf ihn. Die Rechnung belief sich auf ?ber 1800 Euro. Zus?tzlich zum Partikelfilter wurde ein Katalysator erneuert, Kostenpunkt rund 600 Euro.
In Fachzeitschriften informierte er sich ?ber M?glichkeiten und Preise der Nachr?stung. ?bereinstimmend wurde darin zur Nachr?stung des im Schnitt rund 700 Euro teuren Filters geraten.
Technisch aufw?ndiger
Christoph Ludewig von Skoda Auto Deutschland erkl?rt warum es f?r Erich Benedix so teuer wurde. Das Skoda-System erreiche die gr??tm?gliche Verbrennung von Ru?partikeln und sei technisch aufw?ndiger als andere sich auf dem Markt befindende Nachr?stsysteme. Das schlage sich im Preis nieder, der bei rund 1400 Euro inklusive Einbau liegt.
"Der Einbau lohnt bei gut erhaltenen Autos, die mindestens noch vier Jahre genutzt werden."
Twin-tech-sprecher Rainer werthmann
Allerdings geht es auch erheblich g?nstiger. Freie Werkst?tten, wie etwa ATU in der Sternbergstra?e bauen andere Systeme ein. Der serienm??ige Katalysator verbleibe im Auto, wenn es j?nger als f?nf Jahre sei und weniger als 80 000 Kilometer Laufleistung aufweise.
Und so bietet auch Werkstattleiter Thomas Becker an, dass er in seiner Werkstatt f?r den Skoda von Erich Benedix rund 700 Euro veranschlage, um einen Ru?filter der Firma HJS nachzur?sten.
Die Marktf?hrer Twin-Tec und HJS bieten Ru?filter, die nach dem so genannten offenen Prinzip arbeiten, ohne einen Eingriff in die Motorelektronik. Von einem geschlossenen System habe man sich mittlerweile verabschiedet. "Zu aufw?ndig, zu teuer", erkl?rt HJS-Vertriebsleiter Christian Renfordt.
"Der Einbau lohnt bei gut erhaltenen Autos, die mindestens noch vier Jahre genutzt werden", sagt Twin-Tech-Sprecher Rainer Werthmann. F?r Kunden ist wichtig, dass beide Systeme laut Hersteller keinen Einfluss auf Leistung und Verbrauch der Fahrzeuge haben.
Wenn die Schadstoffeinstufung gleich sei, erkl?rt Peter Mogwitz, Leiter der Dekra in Kassel, gebe es erstmal keinen Unterschied zwischen den Systemen. Das sage aber nichts ?ber die Langlebigkeit und Zukunftssicherheit aus. Aus Umweltsicht, erkl?rt das Institut ?ko-Trend aus Wuppertal, gebe es sehr wohl Unterschiede. Geschlossene Systeme filtern deutlich mehr Ru?partikel aus dem Abgas als offene. H?ufig werde die k?nftige Euro-5-Norm erreicht. J?rgen Resch, Gesch?ftsf?hrer der Deutschen Umwelthilfe e.V., weist aber darauf hin, dass zur Nachr?stung nur offene Systeme erh?ltlich sind.
So hat die Nachr?stl?sung von Skoda gegen?ber der g?nstigeren von freien Werkst?tten keinen Kundennutzen. Die Steuergutschrift ist die gleiche, die Strafsteuer wird nicht erhoben, und die Einfahrt in die Umweltzonen ist mit beiden L?sungen erlaubt.
Nachtr?gliche Einigung
Erich Benedix hat sich inzwischen mit seinem Autohaus geeinigt. Das Herstellersystem wird in den n?chsten Tagen wieder ausgebaut. Dann will er zu einer anderen Werkstatt, um endlich zu erledigen, was von Anfang an geplant war, n?mlich einen Ru?filter einzubauen. Nicht mehr, nicht weniger. Aber bitte auch nicht teurer als n?tig.
Autor: Stefan Voswinkel
Technisch aufw?ndiger
Christoph Ludewig von Skoda Auto Deutschland erkl?rt warum es f?r Erich Benedix so teuer wurde. Das Skoda-System erreiche die gr??tm?gliche Verbrennung von Ru?partikeln und sei technisch aufw?ndiger als andere sich auf dem Markt befindende Nachr?stsysteme. Das schlage sich im Preis nieder, der bei rund 1400 Euro inklusive Einbau liegt.
"Der Einbau lohnt bei gut erhaltenen Autos, die mindestens noch vier Jahre genutzt werden."
Twin-tech-sprecher Rainer werthmann
Allerdings geht es auch erheblich g?nstiger. Freie Werkst?tten, wie etwa ATU in der Sternbergstra?e bauen andere Systeme ein. Der serienm??ige Katalysator verbleibe im Auto, wenn es j?nger als f?nf Jahre sei und weniger als 80 000 Kilometer Laufleistung aufweise.
Und so bietet auch Werkstattleiter Thomas Becker an, dass er in seiner Werkstatt f?r den Skoda von Erich Benedix rund 700 Euro veranschlage, um einen Ru?filter der Firma HJS nachzur?sten.
Die Marktf?hrer Twin-Tec und HJS bieten Ru?filter, die nach dem so genannten offenen Prinzip arbeiten, ohne einen Eingriff in die Motorelektronik. Von einem geschlossenen System habe man sich mittlerweile verabschiedet. "Zu aufw?ndig, zu teuer", erkl?rt HJS-Vertriebsleiter Christian Renfordt.
"Der Einbau lohnt bei gut erhaltenen Autos, die mindestens noch vier Jahre genutzt werden", sagt Twin-Tech-Sprecher Rainer Werthmann. F?r Kunden ist wichtig, dass beide Systeme laut Hersteller keinen Einfluss auf Leistung und Verbrauch der Fahrzeuge haben.
Wenn die Schadstoffeinstufung gleich sei, erkl?rt Peter Mogwitz, Leiter der Dekra in Kassel, gebe es erstmal keinen Unterschied zwischen den Systemen. Das sage aber nichts ?ber die Langlebigkeit und Zukunftssicherheit aus. Aus Umweltsicht, erkl?rt das Institut ?ko-Trend aus Wuppertal, gebe es sehr wohl Unterschiede. Geschlossene Systeme filtern deutlich mehr Ru?partikel aus dem Abgas als offene. H?ufig werde die k?nftige Euro-5-Norm erreicht. J?rgen Resch, Gesch?ftsf?hrer der Deutschen Umwelthilfe e.V., weist aber darauf hin, dass zur Nachr?stung nur offene Systeme erh?ltlich sind.
So hat die Nachr?stl?sung von Skoda gegen?ber der g?nstigeren von freien Werkst?tten keinen Kundennutzen. Die Steuergutschrift ist die gleiche, die Strafsteuer wird nicht erhoben, und die Einfahrt in die Umweltzonen ist mit beiden L?sungen erlaubt.
Nachtr?gliche Einigung
Erich Benedix hat sich inzwischen mit seinem Autohaus geeinigt. Das Herstellersystem wird in den n?chsten Tagen wieder ausgebaut. Dann will er zu einer anderen Werkstatt, um endlich zu erledigen, was von Anfang an geplant war, n?mlich einen Ru?filter einzubauen. Nicht mehr, nicht weniger. Aber bitte auch nicht teurer als n?tig.
Autor: Stefan Voswinkel
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