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Oldtimermarkt - Ratgeber Oldtimerkauf

14 Januar, 2010

Die meisten Fehler passieren beim Oldtimerkauf. Meist deshalb, weil hier nicht einfach rational Vor- und Nachteile abgewogen werden, sondern oft auch starke Gefühle mitspielen. Hier die Top 10 Tipps für einen optimalen Oldtimerkauf:

Der Kauf eines Oldtimers unterscheidet sich vom normalen Autokauf in seiner emotionalen Komponente. Sind Sie sich bei Ihrem Wunschobjekt nicht sicher, nutzen Sie das Wissen eines Sachverständigen. Die Oldtimer-Experten der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung stehen Ihnen beratend zur Seite, wenn es darum geht, ein Kaufobjekt unter die Lupe zu nehmen.
Beim Oldtimerkauf werden nicht einfach nur rational die Vorteile und Nachteile abgewogen, sondern es spielen oft auch starke Gefühle eine Rolle.
Am sichersten gehen Sie ohne Experten-Begleitung nach dem 10-Punkte-Katalog der GTÜ vor.

Die Top 10 Oldtimerkauf Tipps:
Punkt 1: Die Fahrzeugunterlagen
Bevor Sie das Fahrzeug besichtigen, lassen Sie sich vom Eigentümer die Geschichte des Fahrzeuges anhand von Dokumenten aufzeigen. Sind noch diverse Rechnungen und Unterlagen (Serviceheft usw.) vorhanden? Diese Unterlagen geben auch Aufschluss darüber, wie jemand mit seinem Fahrzeug umgeht.
Punkt 2: Spaltmaße am Fahrzeug kontrollieren
Sie können anhand der Spaltmaße am Fahrzeug überprüfen, ob das Fahrzeug in der Vergangenheit in einen Unfall verwickelt war. Prüfen Sie die Spaltmaße am gesamten Fahrzeug. Sind die Spaltmaße stark unterschiedlich, bitten Sie um Aufklärung.
Punkt 3: Dichtungen und Gummis
Da Dichtgummis eine regelmäßige Pflege benötigen, sollten Sie darauf achten, dass diese nicht porös oder geschrumpft sind. Beachten Sie, dass der Austausch von schadhaften Dichtungen eine schwierige und kostspielige Angelegenheit sein kann! Schauen Sie auch unter die Gummis. Oft verbirgt sich hier Rost oder Ihnen begegnen Spuren einer Neulackierung.
Punkt 4: Lackprüfung
Überprüfen Sie den Lack auf eventuelle Lackschatten und Rostansätze. Betrachten Sie die Karosserie gegen das Licht, ob sich leichte Wellen spiegeln. Wellige Lackoberflächen sind ein Zeichen für unfachmännische Reparaturen. Rostblasen unter dem Lack entpuppen sich in aller Regel als Durchrostung von innen.
Punkt 5: Motorraum
Überprüfen Sie die Bereiche an den Längsträgern und am Radhaus auf Rost und auf eventuelle Instandsetzungen. Überprüfen Sie Motor und Getriebe auf Ölverlust. Sollten Sie auf einen völlig trockenen und sauberen Motor stoßen, könnte dies auch auf eine unmittelbar zuvor stattgefundene Motorwäsche hindeuten. Schauen Sie dann nach der Probefahrt noch mal in den Motorraum.
Punkt 6: Kofferraum
Bei der Überprüfung des Kofferraums entfernen Sie möglichst den Bodenbelag und die Verkleidungen. Achten Sie auf Rost, eventuelle Unfallspuren und auf Feuchtigkeit im Innenraum.
Punkt 7: Fahrgastraum
Überprüfen Sie den Innenraum auf Originalität. Sie sollten besonders auf das Armaturenbrett achten. Überprüfen Sie alle Instrumente auf ihre Funktion. Schauen Sie auf Polster und Himmel. Werfen Sie auch einen Blick auf den Sicherungskasten und die sonstige Verkabelung.
Punkt 8: Fahrzeug starten
Starten Sie den Motor und achten Sie auf ruhigen Lauf sowie eventuell vorhandene Geräusche. Sie sollten auch auf die Farbe der Abgase achten. Extrem dunkle oder helle Wolken deuten auf Schäden am Motor hin.
Punkt 9: Probefahrt
Überprüfen Sie das Lenkungsspiel und ob sich das Fahrzeug schwammig fährt. Achten Sie auf Geräusche von Getriebe und Fahrwerk. Testen Sie die Bremsen (auch die Handbremse!).
Punkt 10: Fachmann und Fachliteratur
Informieren Sie sich vorab in Fachzeitschriften und Fachliteratur über die Eigenheiten Ihres Wunschfahrzeuges. Dazu bietet der GTÜ-Oldtimerservice unter www.gtue-oldtimerservice.de eine umfassende
Sammlung an Kaufberatung.
www.gtue.de

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