Aktuelle Auto News
 

100 Jahre Lancia: Tradition und Zukunft voll Innovationen

24 November, 2006

Am 29. November 1906 gr?nden Vincenzo Lancia und Claudio Fogolin die Lancia & C. Fabbrica Automobili.
Lancia-Automobile setzen in allen Epochen technologische Akzente
Mit einem Startkapital von 100.000 Lire erscheinen am 29. November 1906 die beiden Freunde Vincenzo Lancia und Claudio Fogolin vor dem Regio Notaio Ernesto Torretta in Turin und verwirklichen ihren Traum: Sie gr?nden eine Automobilfabrik.

Vincenzo Lancia, bis dato noch in den Diensten der jungen Firma FIAT, kann nun seine ambitionierten Ziele als vision?rer Automobilfabrikant in die Tat umsetzen. Dabei hat er ein klar definiertes Ziel: Seinen Kunden das beste Auto mit der modernsten Technik zu offerieren. Innovation ist f?r ihn eine Selbstverst?ndlichkeit. Schon sein erstes Auto, der Lancia 12 HP, entspricht diesem Anspruch. Leistung und Drehzahl des 2,5 Liter-Vierzylindermotors liegen mit 24 PS bei 1450/min deutlich ?ber dem Niveau der Wettbewerber.

Als erstes europ?isches Automobil mit serienm??iger elektrischer Anlage setzt bereits 1913 der Lancia Theta Akzente. Heute so allt?gliche Details wie elektrischer Anlasser, Lichtmaschine oder Beleuchtung bieten einen bis dahin noch nicht bekannten Komfort. Lancia ist von der Zuverl?ssigkeit der elektrischen Anlage so ?berzeugt, dass er auf die gewohnte Anlasserkurbel verzichtet. Die ?brigen Automobile sind noch mit leistungsschwachen Karbidlampen best?ckt, die die n?chtlichen Stra?en nur unzureichend erhellen.

Eine Revolution auf R?dern in Form des Lancia Lambda erscheint auf dem Pariser Automobilsalon 1922. Das erste Automobil mit einer selbst tragenden Karosseriestruktur, vorderer Einzelradaufh?ngung und einem innovativen Leichtmetall-V4-Motor mit nur 14 Grad Zylinderwinkel und oben liegender Nockenwelle begeistert das Publikum. Zwei Millimeter starke Stahlbleche bilden einen Skelettrahmen und in Verbindung mit den hochgezogenen Seitenteilen bietet diese Bauweise eine extrem hohe Verwindungssteifigkeit – ein klarer Vorteil gegen?ber den konventionellen Konstruktionen mit ihren durch filigrane Holzrahmen versteiften Karosserien, die auf einem separaten Rahmen. aufgesetzt sind. Weitere Vorz?ge dieser Konzeption: niedrigerer Schwerpunkt, geringeres Gewicht sowie ein besserer Federungskomfort durch die vordere Einzelradaufh?ngung. Mit diesem technologischen Quantensprung, dessen herausragende Fahrdynamik Ma?st?be setzt, etabliert sich Lancia endg?ltig als Produzent fortschrittlicher Automobile.

Dieser Philosophie verpflichtet pr?sentiert sich auch das Mittelklassemodell Aprilia, das bei seinem Deb?t 1937 mit vier einzeln aufgeh?ngten R?dern sowie dem epochalen C W -Wert von 0,47 brilliert zu einem Zeitpunkt, als im restlichen Europa in diesem Segment Starrachsen das Ma? der Dinge sind und aerodynamisch effiziente Karosserien allenfalls im Rennsport und verwegenen Versuchstr?gern zum Einsatz kommen.

Schon 1950 manifestiert die erste Neukonstruktion nach dem zweiten Weltkrieg die Lancia-Tradition technisch anspruchsvoller Automobile: der weltweit erste Leichtmetall-V6-Motor, Einzelradaufh?ngung rundum mit Schr?glenker-Hinterachse, Transaxle-Bauweise (Getriebe an der Hinterachse) und serienm??ig montierte Stahlg?rtelreifen charakterisieren die Aurelia-Limousine bei ihrer Vorstellung als technologischen Trendsetter, w?hrend fast alle Hersteller im alten Europa noch ihre Vorkriegskonstruktionen aktualisieren.

Einen weiteren Meilenstein markiert 1957 die Oberklasse-Limousine Flaminia. Sie gilt bis heute als die bedeutendste Design-Innovation der f?nfziger Jahre. Die flache, gerade Trapezlinie und der besondere Flankenknick dieser Pininfarina-Kreation ?bernehmen eine Vorbildfunktion modernen Automobil-Designs bis in die achtziger Jahre. Und als selbst hochkar?tige Sportwagen noch mit vier Trommelbremsen verz?gern, rollt hier bereits die erste Limousine mit Scheibenbremsen rundum vom Band – serienm??ig.

Die ?ra des progressiven Frontantriebs beginnt bei Lancia in Form der Mittelklasse-Limousine Flavia schon 1960, motorisiert von einem sehr kompakten, wassergek?hlten Leichtmetall-Boxertriebwerk. Das Frontantriebslayout, jetzt gepaart mit einem f?r Lancia typischen, engwinkligen V4-Motor, ?bernimmt die 1963 folgende Fulvia-Familie mit dem formal besonders entz?ckenden Coup?, das in dieser Dekade im Rallyesport Siege in Serie einf?hrt und Lancia den ersten Markenweltmeistertitel im Olympiajahr 1972 sichert. Ab Mitte der siebziger Jahre revolutioniert der futuristische Stratos die Rallye-Szene, gewinnt drei Welt- und Europameisterschaften und festigt die Lancia-Dominanz. Es folgt der von einem Kompressormotor angetriebene Lancia Rally 037, bevor mit dem Delta S4 ein hoch dosiertes Technikkonzentrat erscheint (1985). Lancia realisiert hier erstmals ein duales Aufladesystem (Kompressor und Turbolader), genug f?r rund 480 PS aus zwei Liter Hubraum in der Gruppe B-Konfiguration, und kombiniert dieses Ensemble mit einem innovativen Allradantrieb, derweil die Wettbewerber noch mit relativ einfachen Turbolader-Konzepten der Leistung auf die Spr?nge helfen. Und das aufw?ndige System der dualen Aufladung findet man heute – zwanzig Jahre sp?ter - in einigen Modellen eines gro?en europ?ischen Herstellers wieder. Eine einzigartige Erfolgsbilanz schreiben auch die diversen Delta HF 4WD und Delta Integrale-Versionen, In den achtziger und neunziger Jahren driften sie von Sieg zu Sieg – am Ende sind es sechs Rallye-WM-Titel f?r die potenten Allrad-Limousinen.

Die feine Limousine Thema gef?llt mit dezenter Eleganz und raffinierter Turbotechnik, w?hrend im sportlich-elit?ren Thema 8.32 ein Achtzylinder-Triebwerk aus der Edelmanufaktur Ferrari die automobilen Connaisseurs begl?ckt. Am anderen Ende der Skala kreiert Lancia schon 1985 mit dem unkonventionellen Y 10 ein neues Segment des luxuri?sen Kompaktwagens. Mit dem Nachfolger Y, dem aktuellen Lancia Ypsilon, optional best?ckt mit einem technologisch anspruchsvollen, sparsamen und kultivierten 1,3 Liter-Common-Rail-Dieseldirekteinspritzer, sowie dem edlen Kompakt-Van Musa hat das Turiner Traditionsunternehmen diesen Trend zum individuellen, hochwertig ausgestatteten, lifstyle-orientierten Kompaktwagen erfolgreich kultiviert. Und mit dem derzeitigen Spitzenmodell Thesis offeriert Lancia wieder eine Limousine im gehobenen Segment, die sich mit ihrem ausdrucksstarken Design bewusst dem popul?ren Mainstream entzieht. Individualit?t und Luxus, Innovation und Eleganz – diese klassischen Lancia-Attribute erleben im aktuellen Modellportfolio eine Renaissance, die im neuen Crossover-Lancia Delta HPE, der im zweiten Quartal 2008 erscheinen soll, ihre konsequente Fortsetzung finden wird.

zurück zu den News      


Kfz-Auskunft Newsletter: jetzt kostenlos anmelden :
Email-Adresse:

RSS-FEED abonnierenRSS-FEED abonnieren



Unsere Highlights