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Mobilfunktarife verwirren Verbraucher

06 Oktober, 2008

Umfrage: 60 Prozent der Deutschen kennen eigenen Minutenpreis nicht

Über 50 Prozent der Handynutzer in Deutschland kennen ihre eigenen Tarifkosten nicht. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Umfrage des E-Commerce-Management-Unternehmens D+S Europe AG, durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen TNS Infratest. Im Zeitraum vom 4. bis 5. September 2008 wurden insgesamt 1.000 Personen ab 14 Jahren telefonisch zu ihren aktuellen Mobilfunktarifen befragt.

Laut dieser Studie kennen 60 Prozent der Bundesbürger den Minutenpreis ihres aktuellen Anbieters bezogen auf das Telefonieren vom Handy ins gleiche Handynetz nicht. Und dies obwohl nahezu alle Anbieter - gerade im Bereich von Prepaid Handys - immer noch das Thema "Minutenpreise" offensiv in den Mittelpunkt ihrer Marketing- und Werbekampagnen stellen. Bei 55 Prozent der Mobilfunknutzer herrscht ferner Unkenntnis über die Preise ihres Anbieters für das Telefonieren ins Festnetz. Bereits ausgenommen sind dabei diejenigen, die mit einer Flatrate oder einem Dienst- oder Firmenhandy telefonieren, was inzwischen einem Anteil von über 20 Prozent entspricht.

Unwissenheit steigt mit höherem Alter und sinkendem Einkommen
Vor allem einkommensschwächere Haushalte und ältere Nutzer über 50 Jahre finden sich offenbar im Tarifdschungel nicht mehr zurecht. So kennen bei den Einkommensschwächeren 70 Prozent ihre Mobilfunkpreise nicht. Bei den über 60-Jährigen sind es mehr als 80 Prozent. Darüber hinaus gibt es beim Preisbewusstsein immer noch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Im Gegensatz zu den Männern kennen Frauen deutlich häufiger die Kosten und Tarife ihres Mobilfunkanbieters nicht.

Mit dem Tarifdschungel geht eine Informationsflut einher
Grundsätzlich sind die Mobilfunknutzer nicht nur mit dem Tarifdschungel überfordert, sondern die Informationsdichte der Mobilfunkanbieter erreicht die Kunden nicht in überzeugender Weise. "Die meisten Unternehmen setzen nach wie vor - abgesehen von Informationsgesprächen bei Vertragsabschluss vor Ort - auf klassische Informationskanäle: Allen voran auf TV-Werbung, Postwurfsendungen, aber wenig auf direkte Ansprache des Verbrauchers", sagt Jens Krüger, Director Consumer & Retail bei TNS Infratest.

Ein Drittel hält telefonische Tarifberatung für hilfreich
Dabei zeigen die Studienergebnisse, wie wichtig eine Kombination aus reichweitenstarker TV-Werbung und direkter Zielgruppenansprache auch für die Tarifberatung sein können. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hält denn auch einen telefonischen Kontakt mit Tarifberatung nach dem individuellen Telefonieverhalten für hilfreich und nützlich. Quelle: www.inside-handy.de

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