Welttreffen von Hummer-Besitzern
13 Oktober, 2006
Das erste in einer bayerischen Kiesgrube war vor allem eine Riesengaudi. Die Zusammenkunft der extravaganten Gel?ndewagen-Szene wurde so im wahrsten Sinne des Wortes zu einem aufgew?hlten Spektakel.
Noch einen Millimeter weiter, und der Gel?ndewagen macht eine Rolle vorw?rts. Die Frontscheibe scheint unter uns zu liegen. An den Seiten steigen dunkelbraune Schlammf?nt?nen in den Himmel. "Is? doch geil!? ruft der Mann am Steuer, "60 Prozent Gef?lle, kein Problem!? Dann schn?rt er spielerisch durch einen 70 Zentimeter tiefen T?mpel und treibt den 3,3 Tonnen schweren Koloss einen 45 Grad steilen seifigen Hang wieder hinauf.
Das Offroad-Gef?hrt ist ein Hummer H1, angetrieben von einem 6,6-Liter V8-Turbodiesel mit 300 PS, aus der US-Gel?ndewagenfamilie mit den Mitgliedern H1, H2 und H3. Aufgrund seiner Nehmerqualit?ten nur von Bergseilschaften schlagbar. Zudem wegen seines kernigen Auftritts bestens tauglich zur Legendenbildung als Mischung aus Schweizer Offiziersmesser und Sch?tzenpanzer.
Hummer-Fans sind nette Leute
Der Pilot ist der Geiger Karl aus M?nchen, 47 Jahre alt und Veranstalter des Hummer World Run, des "ersten Welttreffens von Hummer-Besitzern?, wie er versichert. Seine Firma GeigerCars ist als Importeur, H?ndler und Aufr?ster von US-Marken eine feste Branchengr??e. Speziell f?r Freunde der Marke Hummer gewinnt er jedoch mehr und mehr den Status eines Leitfossils. Dass er sich den Hummer World Run aus publicitytr?chtigen Gr?nden ausgedacht haben soll, nicht weniger als 150 Hummer-Besitzer und 12.000 Zuschauer besuchten das Spektakel, relativiert er. "Hummer-Fans sind nette Leute, es war an der Zeit f?r ein Treffen.?
Vor Ort, in der Kiesgrube von Siegfried Eisenschmid bei Zorneding s?dlich von M?nchen, treffen die Kolonnen ein: Hummer-Freunde mit Kennzeichen aus halb Europa. Aus Stuttgart angereist ist Bernd Worch, 40, Kfz-Meister, spezialisiert auf US-Fabrikate. Sein pechschwarzer Hummer H2 mit dem 330 PS starken V8-Saugmotor l?uft auf 24-Zoll-Felgen, tr?gt au?en verchromte Trittbretter; innen dominiert duftendes schwarzes Leder. "Ich komme nur f?r den Fahrspa? hierher?, sagt der Mann.
Ganz andere Motive hat Alex Fend, 30, dessen Hummer H2 die Buchstaben F-UN im Kennzeichen tr?gt. "Mal sehen, was die anderen haben?, sagt der Finanzwirt. Sein mit vier 11-Zoll-Bildschirmen, DVD-Player, Digital-TV, einem halben Dutzend hochkar?tiger Hifi-Boxen, einer Spielekonsole von Microsoft sowie einem Bordcomputer mit 80-Gigabyte-Festplatte ausger?stete Hummer ist in Sachen Unterhaltungselektronik schwer zu toppen. Anregungen zum Ausbau holt er sich dennoch: "Der Fahrzeughimmel wird demn?chst mit cognacfarbenem Alcantara bespannt.?
Die Hummer-Szene ist jung und beschnuppert sich noch
Arne Vatter, 42j?hriger Steinmetz aus Laichingen bei Ulm, kam mit seinem gelben H2 ins Bayrische, "um Leute anzuschauen?. Seine Beobachtung best?tigt zweierlei: Dass kein Hummer wie der andere ist. Und dass "der Hummer an sich schei?billig ist?, wie der Steinmetz sagt, und ihn nur der Mensch zum teuren Gef?hrt macht. So kann der Geneigte mit einem Basis-Hummer H2 zu 58.000 Euro oder einem H3 zu 39.900 Euro nach Tuning, Ausstattungsvarianten und Anbau-Kits m?helos die 100.000-Euro-Schwelle durchbrechen. "Ja, der Hummer-Besitzer geht mit dem Geld eben etwas lockerer um?, formuliert der Geiger Karl.
Die Hummer-Szene ist jung und beschnuppert sich noch. Zwar mussten Geiger und seine Sicherheitsleute ein paar H1-Piloten des Feldes verweisen, "weil sie allzu rabiat durch die Grube pfl?gten.? Doch dass sich die Fun-Gemeinde aufsplitten k?nnte in Besitzer von H1, H2 und H3, dementiert er, "dazu sind die Gemeinsamkeiten zu gro?.?
Im Festzelt l?rmt die Blasmusik, an der Stadtgrenze zu M?nchen kontrolliert die Polizei, es ist wie immer an einem bayrischen Sonntag. Bis auf eine besondere Auswirkung: Am Montag m?ssen die Autos mit der Hand gewaschen werden. F?r eine normale Waschanlage ist ein Hummer zu breit.
Hummer
Das Offroad-Gef?hrt ist ein Hummer H1, angetrieben von einem 6,6-Liter V8-Turbodiesel mit 300 PS, aus der US-Gel?ndewagenfamilie mit den Mitgliedern H1, H2 und H3. Aufgrund seiner Nehmerqualit?ten nur von Bergseilschaften schlagbar. Zudem wegen seines kernigen Auftritts bestens tauglich zur Legendenbildung als Mischung aus Schweizer Offiziersmesser und Sch?tzenpanzer.
Hummer-Fans sind nette Leute
Der Pilot ist der Geiger Karl aus M?nchen, 47 Jahre alt und Veranstalter des Hummer World Run, des "ersten Welttreffens von Hummer-Besitzern?, wie er versichert. Seine Firma GeigerCars ist als Importeur, H?ndler und Aufr?ster von US-Marken eine feste Branchengr??e. Speziell f?r Freunde der Marke Hummer gewinnt er jedoch mehr und mehr den Status eines Leitfossils. Dass er sich den Hummer World Run aus publicitytr?chtigen Gr?nden ausgedacht haben soll, nicht weniger als 150 Hummer-Besitzer und 12.000 Zuschauer besuchten das Spektakel, relativiert er. "Hummer-Fans sind nette Leute, es war an der Zeit f?r ein Treffen.?
Vor Ort, in der Kiesgrube von Siegfried Eisenschmid bei Zorneding s?dlich von M?nchen, treffen die Kolonnen ein: Hummer-Freunde mit Kennzeichen aus halb Europa. Aus Stuttgart angereist ist Bernd Worch, 40, Kfz-Meister, spezialisiert auf US-Fabrikate. Sein pechschwarzer Hummer H2 mit dem 330 PS starken V8-Saugmotor l?uft auf 24-Zoll-Felgen, tr?gt au?en verchromte Trittbretter; innen dominiert duftendes schwarzes Leder. "Ich komme nur f?r den Fahrspa? hierher?, sagt der Mann.
Ganz andere Motive hat Alex Fend, 30, dessen Hummer H2 die Buchstaben F-UN im Kennzeichen tr?gt. "Mal sehen, was die anderen haben?, sagt der Finanzwirt. Sein mit vier 11-Zoll-Bildschirmen, DVD-Player, Digital-TV, einem halben Dutzend hochkar?tiger Hifi-Boxen, einer Spielekonsole von Microsoft sowie einem Bordcomputer mit 80-Gigabyte-Festplatte ausger?stete Hummer ist in Sachen Unterhaltungselektronik schwer zu toppen. Anregungen zum Ausbau holt er sich dennoch: "Der Fahrzeughimmel wird demn?chst mit cognacfarbenem Alcantara bespannt.?
Die Hummer-Szene ist jung und beschnuppert sich noch
Arne Vatter, 42j?hriger Steinmetz aus Laichingen bei Ulm, kam mit seinem gelben H2 ins Bayrische, "um Leute anzuschauen?. Seine Beobachtung best?tigt zweierlei: Dass kein Hummer wie der andere ist. Und dass "der Hummer an sich schei?billig ist?, wie der Steinmetz sagt, und ihn nur der Mensch zum teuren Gef?hrt macht. So kann der Geneigte mit einem Basis-Hummer H2 zu 58.000 Euro oder einem H3 zu 39.900 Euro nach Tuning, Ausstattungsvarianten und Anbau-Kits m?helos die 100.000-Euro-Schwelle durchbrechen. "Ja, der Hummer-Besitzer geht mit dem Geld eben etwas lockerer um?, formuliert der Geiger Karl.
Die Hummer-Szene ist jung und beschnuppert sich noch. Zwar mussten Geiger und seine Sicherheitsleute ein paar H1-Piloten des Feldes verweisen, "weil sie allzu rabiat durch die Grube pfl?gten.? Doch dass sich die Fun-Gemeinde aufsplitten k?nnte in Besitzer von H1, H2 und H3, dementiert er, "dazu sind die Gemeinsamkeiten zu gro?.?
Im Festzelt l?rmt die Blasmusik, an der Stadtgrenze zu M?nchen kontrolliert die Polizei, es ist wie immer an einem bayrischen Sonntag. Bis auf eine besondere Auswirkung: Am Montag m?ssen die Autos mit der Hand gewaschen werden. F?r eine normale Waschanlage ist ein Hummer zu breit.
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