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F?nfter Europ?ischer Logistiktag auf der IAA

28 September, 2006

Gewinnerh?hung durch Lieferzeit-Verk?rzung bei Lkw
"Gerade angesichts der zyklisch bestimmten Nutzfahrzeugkonjunktur ist eine kurze Lieferzeit von entscheidender Bedeutung f?r den Nutzfahrzeugabsatz", betonte Achim Rauber, Gesch?ftsf?hrer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), w?hrend des 5. Europ?ischen Logistiktages auf der 61. IAA Nutzfahrzeuge.

Das Symposium, das von der Bundesvereinigung Logistik (BVL), der Deutschen Logistik-Zeitung (DVZ) und dem VDA gemeinsam veranstaltet wurde, stand in diesem Jahr unter dem Titel "Das 5-Tage-Auto - Vision auch f?r den Lkw? Herausforderungen f?r die Automobillogistik".

Der VDA-Gesch?ftsf?hrer weiter: "Die Hochkonjunktur der
Nutzfahrzeughersteller bei praktisch vollst?ndig ausgelasteten
Kapazit?ten stellt nat?rlich auch zus?tzliche Herausforderungen an
die Logistikstrukturen sowohl im Bereich der Produktions- und
Materiallogistik als auch bei der Fahrzeuglogistik. Auch bei der
Nutzfahrzeugproduktion stehen k?rzere Lieferzeiten an erster Stelle,
ohne dass die Kunden dabei auf eine individuelle
Fahrzeugkonfiguration verzichten wollen."

Prof. Dr. Bernd Hellingrath, Fraunhofer Institut Materialfluss und
Logistik, verwies in seinem Vortrag ?ber "Das 5-Tage-Auto:
Herausforderung f?r die Logistik" auf das gemeinsam von
Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Logistikunternehmen getragene
europ?ische ILIPT-Projekt zur Erforschung der Lieferzeit-Verk?rzung.
Im Fokus dieses Projektes stehe die praktische Umsetzung des
Build-to-Order-Systems (BTO), bei dem kundenindividuell auf
Bestellung produziert werde. Hellingrath: "Vor allem durch
administrative Prozesse liegt die durchschnittliche Durchlaufzeit
eines Fahrzeuges bei 43 Tagen. Durch eine Prozessoptimierung kann die
Auftragsdurchlaufzeit von der Bestellung bis zur Auslieferung an den
Kunden auf 8 bis 9 Tage gesenkt werden." Ein Anteil von 10 bis 20
Prozent an Flottenauftr?gen sei dabei ausreichend, um die
Kapazit?tsauslastung zu "gl?tten".

Einen Einblick in Logistik-Praxis eines Nutzfahrzeugherstellers
gab der Werksleiter Salzgitter der MAN Nutzfahrzeuge AG, Oliver
Schubert. In seinem Vortrag "Ziel: 13 Tage - Beschleunigung des
Kundenauftragsprozesses bei MAN Nutzfahrzeuge" wurde deutlich, dass
die Beschleunigung der Order-to-Delivery-Zeit durchaus noch Potenzial
hat. So ist es bei MAN Nutzfahrzeuge durch Abgrenzung definierter
Ausstattungspakete mit verringerter Varianz sowie Auftragsbearbeitung
und Abruf des Materials analog der Serienproduktion seit 2001
gelungen, die Durchlaufzeit von 8 bis 12 Wochen auf einen Bruchteil -
15 Tage - zu verk?rzen. "Ziel unseres aktuell laufenden Projektes ist
es, bei gleicher Auftragsdurchlaufzeit eine deutliche Erweiterung der
angebotenen Fahrzeugvarianten zu bieten", erl?uterte Schubert.
"Dadurch haben wir klare Wettbewerbsvorteile, k?nnen die
Kapitalbindung reduzieren und vermeiden Mehrkosten durch die
auftragsspezifische Umr?stung von Vorratsfahrzeugen", so der
Werksleiter weiter.

In einer lebhaften Podiumsdiskussion analysierten anschlie?end
Oliver Schubert, (Werksleiter Salzgitter, MAN Nutzfahrzeuge AG), Kai
Althoff (Mitglied des Vorstandes der 4flow AG), J?rgen Kratzmann
(Vice President Lear Corporation), Achim Rauber (VDA-Gesch?ftsf?hrer)
und Herbert Hausherr (Gesch?ftsf?hrer Cotrans Logistik) die aktuellen
Trends in der Automobillogistik. Moderiert wurde die Veranstaltung
von Dr. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Gesch?ftsf?hrung der
Bundesvereinigung Logistik (BVL), und Bj?rn Helmke, Chefredakteur der
DVZ Deutsche Logistik-Zeitung.

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