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Lexus GS 450h

18 September, 2006

Das S?useln im Strom
Lexus und Hybrid - das geh?rt mittlerweile f?r viele Autofahrer zusammen. Etwa ein Drittel der Marke rollt in Deutschland mit der Kraft der zwei Herzen. Mit dem GS 450h hat die Toyota-Edelschmiede den derzeit st?rksten Hybrid weltweit am Start, bis das eigene Flaggschiff LS 600h im Sommer 2007 kommen wird. Doch bis dahin markiert das "Lexus Hybrid Drive" System im GS 450h die dritte und vorerst leistungsst?rkste Evolutionsstufe dieser Technologie. 7,9 Liter Verbrauch auf 100 Kilometern geben die Japaner an. Bei einer ersten Ausfahrt waren es rund zehn Liter, was bei Fahrwerten eines Sportwagens immer noch mehr als akzeptabel ist.

Im Ergebnis entwickelt die Antriebseinheit aus V6-Benziner und Elektromotoren eine Spitzenleistung von 254 kW (345 PS). So ger?stet erreicht der Lexus abgeregelt eine H?chstgeschwindigkeit von 250 km/h und erledigt den Sprint von Null auf 100 km/h in nur 5,9 Sekunden. Wie gesagt, das geht in Richtung Sportwagen. Die V8-Benziner der deutschen Mitbewerber sind kaum flotter. Die CO2-Emission betr?gt Lexus zufolge nur 186 g/km. Da das System zudem keine Partikel emittiert und auch hinsichtlich der NOx- und HC-Emissionen unterhalb zuk?nftiger Grenzwerte liegt, unterbietet der GS 450h auch in dieser Disziplin s?mtliche Wettbewerber.

Zu den wesentlichen Systemkomponenten des Lexus Hybrid Systems z?hlen ein komplett neuer 3,5 Liter V6-Benziner mit kombinierter Saugrohr- und Direkteinspritzung sowie dualer variabler Ventilsteuerung, ein kraftvoller Elektromotor als zweite Antriebsquelle, der auch als eine hocheffiziente regenerative Bremsanlage arbeitet, ein Generator als Stromerzeuger und Anlasser sowie eine besonders leistungsstarke Nickel-Metallhydrid-Batterie (NiMH) als Speichermedium. Also einsteigen, auf "Ready" in der Anzeige warten und losfahren. Zu h?ren ist erstmal nichts. Ein Monitor im Innern informiert die Passagiere dar?ber, in welchem Modus sich das Fahrzeug bewegt. ?berraschend: Selbst bei Vollgaspassagen auf der Autobahn nahm der Lexus nicht mehr als 14 Liter Kraftstoff zu sich, relativ wenig f?r soviel Leistung. Grund ist der aufw?ndig konstruierte V6. Das Paket aus Elektromotor, Generator und zwei Planetenrads?tze wurden zu einer kompakten Einheit zusammengefasst. Neben der variablen Leistungsverzweigung zwischen den Antriebskomponenten erfolgt erstmals eine zweistufige Untersetzung zwischen Antriebsr?dern und Elektromotor, die eine hohe Endgeschwindigkeit m?glich macht. In der Praxis ist das manchmal wirklich faszinierend: Bei langsamer Fahrt schiebt der Elektromotor den Lexus bis auf 50 km/h. Es herrscht unglaubliche Ruhe. Wenn der V6 bei schneller Fahrt gefordert wird, geschieht auch das mit h?chst dezenter Ger?uschkulisse. Der GS ist ein echter Leisetreter.

Dazu gibt es eine ?ppige Ausstattung mit reichlich Sicherheitstechnologien, etwa mit einem radargesteuerten System, dass nicht nur den Abstand zum Vordermann h?lt. Es reagiert auch, wenn der Abstand zu gering wird. Wenn?s gar nicht mehr passen will, dann bereitet dieses System mit dem Namen Pre-Collision Safety System (PCS) den Wagen und Insassen auf den Aufprall vor. Dann werden die Gurte gestrafft, die Stossd?mpfer hart gestellt und der Bremsassistent aktiviert. Eine vollst?ndige Airbagausstattung mit Front- und Knieairbags f?r Fahrer und Beifahrer sowie Kopf- und Seitenairbags vorn und hinten, ein Sicherheitsgurtsystem, ein Schleudertraumaschutzsystem und die Isofix Kindersitzfixierung und nat?rlich ESP und ABS komplettieren die Sicherheitshausstattung des GS 450h.

Aber der Luxus-Hybrid birgt auch Nachteile: Der Kofferraum schrumpft wegen der Batterie auf klassenuntaugliche 280 Liter. Der Innenraum ist bei anderen ger?umiger. Und der Preis von 57 600 Euro zeigt deutlich, dass Oberklasse-Hightech auch in Japan nicht vom Himmel f?llt. Trotzdem gilt: Wer in dieser Klasse umweltfreundlich und h?chst modern unterwegs sein will, kommt an Lexus kaum vorbei. Materialien und Verarbeitung sind auf hohem Niveau, die Ausstattung komplett. Die neue L-Finesse-Linie bietet auch etwas f?r?s Auge, von Langeweile keine Spur. 1000 GS will Lexus in diesem Jahr hierzulande verkaufen. Nicht unrealistisch. Seit einigen Wochen steht er bei den H?ndlern.
Quelle: www.auto-reporter.net

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