Schaltung oder Automatik?
18 September, 2006
Konzeptvergleich: Die Automatik wird immer beliebter. Gemeinsam haben alle Konzepte einen h?heren Preis im Vergleich zu ihren Pendants mit Schaltgetriebe. Lohnt sich der Mehrpreis? F?nf Paarungen von Skoda, Porsche, Mercedes, BMW und Audi im Vergleich.
Skoda Octavia Combi 2.0 TDI - Schaltgetriebe gegen DSG:
Trotz der aufwendigen Konstruktion eine feine Sache, dieses DSG aus dem VW-Konzern, das l?ngst auch von anderen Firmen wie BMW oder Porsche als Alternative zur konventionellen Wandler-Automatik entwickelt wird. Seine Vorteile: Man kann damit ganz nach Wunsch entspannt automatisch oder wie mit einem Schaltgetriebe fahren, bei Verbrauch und Fahrleistung sind kaum Abstriche zu machen.
Beim Schaltmodell l?sst sich die Kraft dosierter auf die Stra?e bringen, was der DSG-Variante nur im Tiptronic-Modus gelingt. Au?erdem liegt der konventionelle Schalthebel so gut zur Hand, dass sich die G?nge pr?zise und leicht sortieren lassen. Im Verbrauch gibt es kaum Unterschiede zur Automatik. So bleibt als wichtigster Vorzug des DSG-Octavia sein Komfortplus, das mit etwas geringerem Temperament und teurerer Anschaffung bezahlt werden muss.
Porsche 911 Carrera 4 - Schaltgetriebe gegen Automatik:
Der aktuelle Elfer, egal ob mit Heck- oder Allradantrieb, hat serienm??ig ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit Zweimassen-Schwungrad. Die Gangwechsel vollziehen sich verbl?ffend leichtg?ngig - zwei Finger gen?gen f?r den Schaltvorgang. Klick-klack, das schnelle und leichte Spiel mit dem Kupplungsfu?, dazu die nahtlosen ?berg?nge in den jeweils n?chsten Gang: Das Hoch- und Runterschalten macht einen Riesenspa?.
Die Schaltzeiten der Automatik sollen gegen?ber dem Vorg?nger verk?rzt worden sein - im Test war dies nicht nachvollziehbar. Die Drehzahlspr?nge beim Gangwechsel sind enorm und deutlich sp?rbar. Obwohl adaptiv, also selbstlernend ausgelegt, schaltet die Automatik im Stadt- und Autobahnverkehr fast immer zu fr?h in den n?chsth?heren Gang. Gibt man dann Gas, ist das System nicht reaktionsschnell genug beim Runterschalten. Nur wer das Sport-Chrono-Paket f?r 742 Euro zukauft, hat mehr Freude, denn im hier anw?hlbaren Sport-Modus schaltet die Automatik sp?ter hoch.
Mercedes SLK 350 - Schaltgetriebe gegen Automatik:
F?r die Automatik verlangt Mercedes 2.192 Euro, f?r die netten Paddel am Lenkrad noch mal 267 Euro. Allerdings wird auch viel geboten: sieben G?nge zum Beispiel und drei Programme. C steht f?r Komfort - sprich sanfteres Anfahren und fr?heres Hochschalten -, S f?r Standard und M f?r manuell. Soll es sportwagenm??ig zur Sache gehen, dr?ckt man folglich lieber auf M und greift zu den Schaltpaddeln.
Wobei sich nat?rlich die Frage stellt, warum man nicht gleich das Geld spart und mit dem manuellen Sechsganggetriebe vorlieb nimmt, zumal der Hebel leicht durch die Schaltkulisse flutscht, die Kupplung keine M?tzchen macht und obendrein der V6-Motor direkter aufs Gas reagiert. Dazu ist er billiger und macht mehr Spa?. Es muss eben nicht immer Automatik sein - nicht einmal bei Mercedes.
BMW 335i Coup? - Schaltgetriebe gegen Wandlerautomatik
K?nftig sind beim BMW Dreier nicht nur die Lenkung und das Fahrwerk direkt, sondern auch der Drehmomentwandler der Sechsstufenautomatik. Vor allem beim 335i Coup? erschwert das die Entscheidung f?r das Handschalt-Getriebe ungemein. Es scheint, als w?rden die beiden Turbolader des Dreiliter-Reihensechsers auch die Beh?bigkeit aus der Automatik (Aufpreis 2.100 Euro) blasen. Innerhalb einer Zehntelsekunde reagiert die Software auf die Anweisung des Gasfu?es, 2,5 Zehntel sp?ter ist sie ausgef?hrt - und der n?chste Gang eingelegt.
Der trainierten Fahrerhand gelingt das allerdings mehr als doppelt so schnell. So erkl?rt sich auch die halbe Sekunde Vorsprung beim Sprint auf Tempo 100. Bei der Automatik bleibt ein ratloses G?ngesuchen am Berg, wenn es darum geht, aus einer engen Kurve zu beschleunigen. Auch die bisher ?berzeugendste Ausbaustufe einer BMW-Automatik kann die Topographie eben nicht so vorausschauend auswerten wie ein verst?ndiger Fahrer. Aber auf der Autobahn und in der Stadt ist die Automatik die bessere Wahl, trotz des etwas h?heren Verbrauchs. Zeit f?r den Wandler.
Audi A6 2.4 - Schaltgetriebe gegen Multitronic
Seit 1999 bietet Audi A6 das Multitronic getaufte stufenlose CVT-Getriebe (Continous Variable Transmission) an. Im aktuellen Modell allerdings nur in Kombination mit Frontantrieb und in den Benzinern von zwei bis 3,2 Liter sowie dem Zweiliter- und dem 2,7-Liter-TDI. Sieben k?nstlich generierte Stufen lassen sich - wie bei der Wandlerautomatik mit Tiptronic-Funktion - mittels Schalthebel oder aufpreispflichtigen Schaltwippen am Lenkrad anw?hlen. Im Sportmodus spielt die Multitronic dann ?berzeugend Siebenstufenautomatik, wechselt zackig zwischen den Stufen hin und her, l?sst den 2,4-Liter bei Bedarf jenseits von 6.000/min st?rmen. Entspannter und ?konomischer l?uft es im Normalmodus.
Und die Handschaltung? Obwohl sie leichtg?ngig und exakt arbeitet, punktet sie vor allem mit ihrem Minderpreis von 2.150 Euro. Der Fahrspa?vorteil h?lt sich in Grenzen, da der Motor ohnehin lastwechselmindernd-z?gerlich auf Gaspedalbefehle reagiert. Und sp?testens im Stop-and-go-Verkehr d?rfte die Multitronic dann auch den hartgesottensten Schaltfan geknackt haben.
Trotz der aufwendigen Konstruktion eine feine Sache, dieses DSG aus dem VW-Konzern, das l?ngst auch von anderen Firmen wie BMW oder Porsche als Alternative zur konventionellen Wandler-Automatik entwickelt wird. Seine Vorteile: Man kann damit ganz nach Wunsch entspannt automatisch oder wie mit einem Schaltgetriebe fahren, bei Verbrauch und Fahrleistung sind kaum Abstriche zu machen.
Beim Schaltmodell l?sst sich die Kraft dosierter auf die Stra?e bringen, was der DSG-Variante nur im Tiptronic-Modus gelingt. Au?erdem liegt der konventionelle Schalthebel so gut zur Hand, dass sich die G?nge pr?zise und leicht sortieren lassen. Im Verbrauch gibt es kaum Unterschiede zur Automatik. So bleibt als wichtigster Vorzug des DSG-Octavia sein Komfortplus, das mit etwas geringerem Temperament und teurerer Anschaffung bezahlt werden muss.
Porsche 911 Carrera 4 - Schaltgetriebe gegen Automatik:
Der aktuelle Elfer, egal ob mit Heck- oder Allradantrieb, hat serienm??ig ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit Zweimassen-Schwungrad. Die Gangwechsel vollziehen sich verbl?ffend leichtg?ngig - zwei Finger gen?gen f?r den Schaltvorgang. Klick-klack, das schnelle und leichte Spiel mit dem Kupplungsfu?, dazu die nahtlosen ?berg?nge in den jeweils n?chsten Gang: Das Hoch- und Runterschalten macht einen Riesenspa?.
Die Schaltzeiten der Automatik sollen gegen?ber dem Vorg?nger verk?rzt worden sein - im Test war dies nicht nachvollziehbar. Die Drehzahlspr?nge beim Gangwechsel sind enorm und deutlich sp?rbar. Obwohl adaptiv, also selbstlernend ausgelegt, schaltet die Automatik im Stadt- und Autobahnverkehr fast immer zu fr?h in den n?chsth?heren Gang. Gibt man dann Gas, ist das System nicht reaktionsschnell genug beim Runterschalten. Nur wer das Sport-Chrono-Paket f?r 742 Euro zukauft, hat mehr Freude, denn im hier anw?hlbaren Sport-Modus schaltet die Automatik sp?ter hoch.
Mercedes SLK 350 - Schaltgetriebe gegen Automatik:
F?r die Automatik verlangt Mercedes 2.192 Euro, f?r die netten Paddel am Lenkrad noch mal 267 Euro. Allerdings wird auch viel geboten: sieben G?nge zum Beispiel und drei Programme. C steht f?r Komfort - sprich sanfteres Anfahren und fr?heres Hochschalten -, S f?r Standard und M f?r manuell. Soll es sportwagenm??ig zur Sache gehen, dr?ckt man folglich lieber auf M und greift zu den Schaltpaddeln.
Wobei sich nat?rlich die Frage stellt, warum man nicht gleich das Geld spart und mit dem manuellen Sechsganggetriebe vorlieb nimmt, zumal der Hebel leicht durch die Schaltkulisse flutscht, die Kupplung keine M?tzchen macht und obendrein der V6-Motor direkter aufs Gas reagiert. Dazu ist er billiger und macht mehr Spa?. Es muss eben nicht immer Automatik sein - nicht einmal bei Mercedes.
BMW 335i Coup? - Schaltgetriebe gegen Wandlerautomatik
K?nftig sind beim BMW Dreier nicht nur die Lenkung und das Fahrwerk direkt, sondern auch der Drehmomentwandler der Sechsstufenautomatik. Vor allem beim 335i Coup? erschwert das die Entscheidung f?r das Handschalt-Getriebe ungemein. Es scheint, als w?rden die beiden Turbolader des Dreiliter-Reihensechsers auch die Beh?bigkeit aus der Automatik (Aufpreis 2.100 Euro) blasen. Innerhalb einer Zehntelsekunde reagiert die Software auf die Anweisung des Gasfu?es, 2,5 Zehntel sp?ter ist sie ausgef?hrt - und der n?chste Gang eingelegt.
Der trainierten Fahrerhand gelingt das allerdings mehr als doppelt so schnell. So erkl?rt sich auch die halbe Sekunde Vorsprung beim Sprint auf Tempo 100. Bei der Automatik bleibt ein ratloses G?ngesuchen am Berg, wenn es darum geht, aus einer engen Kurve zu beschleunigen. Auch die bisher ?berzeugendste Ausbaustufe einer BMW-Automatik kann die Topographie eben nicht so vorausschauend auswerten wie ein verst?ndiger Fahrer. Aber auf der Autobahn und in der Stadt ist die Automatik die bessere Wahl, trotz des etwas h?heren Verbrauchs. Zeit f?r den Wandler.
Audi A6 2.4 - Schaltgetriebe gegen Multitronic
Seit 1999 bietet Audi A6 das Multitronic getaufte stufenlose CVT-Getriebe (Continous Variable Transmission) an. Im aktuellen Modell allerdings nur in Kombination mit Frontantrieb und in den Benzinern von zwei bis 3,2 Liter sowie dem Zweiliter- und dem 2,7-Liter-TDI. Sieben k?nstlich generierte Stufen lassen sich - wie bei der Wandlerautomatik mit Tiptronic-Funktion - mittels Schalthebel oder aufpreispflichtigen Schaltwippen am Lenkrad anw?hlen. Im Sportmodus spielt die Multitronic dann ?berzeugend Siebenstufenautomatik, wechselt zackig zwischen den Stufen hin und her, l?sst den 2,4-Liter bei Bedarf jenseits von 6.000/min st?rmen. Entspannter und ?konomischer l?uft es im Normalmodus.
Und die Handschaltung? Obwohl sie leichtg?ngig und exakt arbeitet, punktet sie vor allem mit ihrem Minderpreis von 2.150 Euro. Der Fahrspa?vorteil h?lt sich in Grenzen, da der Motor ohnehin lastwechselmindernd-z?gerlich auf Gaspedalbefehle reagiert. Und sp?testens im Stop-and-go-Verkehr d?rfte die Multitronic dann auch den hartgesottensten Schaltfan geknackt haben.
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