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Staumeldungen und Routenvorschläge: Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik

03 Juli, 2015

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in Kraftfahrzeugen schreitet fort. Live-Staumeldungen und Routenvorschläge können das Fahren komfortabler und schneller machen.

Der wachsende Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in Kraftfahrzeugen ist aber auch eine große Herausforderung für den Datenschutz. Zu diesem Ergebnis kamen am Safer Internet Day der Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas und der Digitalverband Bitkom. Datenschutz und Datensicherheit im vernetzten Auto waren das Thema einer gemeinsamen Konferenz von Bundesinnenminister Heiko Maas und dem Digitalverband Bitkom am Safer Internet Day. Denn der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in Kraftfahrzeugen schreitet fort. Live-Staumeldungen und Routenvorschläge können das Fahren komfortabler und schneller machen und spätestens ab Herbst 2018 müssen Neufahrzeuge mit dem E-Call-Notrufsystem ausgestattet sein. Mit diesem Call wird bei einem Unfall europaweit automatisch die nächste Notrufzentrale benachrichtigt.
Autos seien untereinander vernetzte "rollende Computer", sagte Maas. Der Minister stellte hierbei klar, wer Herr über die Daten aus der internetgestützten Mobilität sein muss: "Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Hoheit über die Sammlung, Weitergabe und Verwertung ihrer Daten behalten. Es darf keinen gläsernen Autofahrer geben", so Maas.
Laut einer Umfrage vom Bitkom können sich 35 Prozent der Autofahrer in Deutschland grundsätzlich vorstellen, Fahrzeugdaten an Dritte zu übermitteln. Bei den 14- bis 29-Jährigen ist es mit 54 Prozent sogar die Mehrheit. Voraussetzung ist für die meisten Befragten allerdings, dass sie dafür einen Gegenwert erhalten, zum Beispiel Rabatte bei ihrer Kfz Versicherung oder in Form nützlicher Informationen wie Routenvorschläge oder Stauinfos. Nur rund neun Prozent der befragten Autofahrer würden Daten auch ganz ohne Gegenleistung zur Verfügung stellen. Sicheres Fahren gestützt durch neue Technologien könnten helfen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden. Hierbei kann das Sammeln und Auswerten vielfältiger Daten aus den Autos von Nutzen sein. Gleichzeitig sollte aber ein Höchstmaß an Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sein.
Die Umfrage zeige laut Bitkom, dass die Bürger neuen Diensten wie dem E-Call-Notruf offen gegenüber stehen, aber die Folgen für ihre Privatsphäre im Blick haben. So halten zwar 39 Prozent der befragten Autofahrer das E-Call-System für uneingeschränkt sinnvoll. Rund 48 Prozent befürworten das System dagegen nur unter der Voraussetzung, dass die Weitergabe von Daten genau geregelt ist und rund zwölf Prozent stehen dem Projekt grundsätzlich kritisch gegenüber. Zudem sind fast drei Viertel der Befragten der Ansicht, dass jeder Autofahrer selbst entscheiden sollte, ob das automatische Notrufsystem im Fahrzeug aktiviert wird. Schlussendlich wollen die meisten Autofahrer die Hoheit über ihre Fahrzeugdaten behalten. Für den Gesetzgeber bleibe abzuwägen, welches Gut höher einzuordnen ist: Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer oder die Datenautonomie für jeden Autofahrer, so der Bitkom. mid/kfb

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