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Neue Studie: Kfz Hersteller verspielen Fahrzeug-Restwerte

29 September, 2014

Eines der großen Probleme, mit denen die Autohersteller in Europa zu kämpfen haben, sind die Überkapazitäten. Um die Werke auszulasten, werden mehr Fahrzeuge produziert, als sich in einem seit sechs Jahren rückläufigen Markt absetzen lassen. Als Folge werden mit sogenannten taktischen

Zulassungen und dem Mietwagengeschäft große Kontingente an Neufahrzeugen in den Markt gebracht. Schwacke, der führende deutsche Datendienstleister zum Thema Automobil, weist bereits seit längerem auf die Risiken hin, die hieraus erwachsen. Nun belegt eine Studie des Schwacke-Mutterkonzerns EurotaxGlass's International AG detailliert die Gefahren, in die sich die Pkw-Industrie mit diesem Marktverhalten begibt.
Das Risiko, welches aus dem starken Engagement der Hersteller bei Händler-Tageszulassungen und im Mietwagengeschäft resultiert, ist ein spürbarer Rückgang der Gebrauchtfahrzeug-Restwerte. Taktische Zulassungen und Mietwagengeschäft bedeuten real hohe Rabatte auf Neufahrzeuge, die sich kurzfristig und unmittelbar auch auf den Privatkunden-Markt auswirken. Hier stehen diese Kurzzeitzulassungen gleichermaßen in direktem Wettbewerb zu Neuwagen und jungen Gebrauchtwagen.
Schwache Restwerte bedeuten auch für Hersteller Verluste
Sinkende Gebrauchtwerte betreffen die Hersteller im Flottengeschäft direkt und massiv. Die EurotaxGlass´s Studie beziffert den möglichen Schaden alleine für die Hersteller in Deutschland im Flottengeschäft auf bis zu 428 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren beruhend auf der Notwendigkeit, die sinkenden Restwerte entsprechend im Großkunden- und Leasinggeschäft auszugleichen. Die EurotaxGlass´s Studie weist nach, dass einzelne Pkw-Hersteller alleine im Zeitraum 2012 bis 2013 die Zahl der taktischen Zulassungen um bis zu 18,5 Prozent erhöht haben, bei manchen Marken übersteigt die Quote der Kurzzeitzulassungen an den gesamten Zulassungszahlen bereits die 50-Prozent-Marke. Im letzten Quartal 2013 waren bereits 40 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in Deutschland auf das Kurzzeit-Geschäft der Hersteller zurückzuführen, die Studie zählt hierzu neben den Tageszulassungen und Vorführfahrzeugen auch das Mietwagengeschäft. Diese Fahrzeuge, die nach wenigen Wochen oder Monaten weiterveräußert werden, stellen für viele private Käufer eine starke Alternative zu einem Neuwagen dar, wodurch das Neufahrzeug-Geschäft weiter unter Druck gerät. Sinkende Restwerte schaden, so die Studie außerdem, langfristig dem Markenimage.
Eine neue Erkenntnis der Studie ist weiterhin, wie rasch sich die Kurzzeitzulassungen auf das Restwertniveau eines Fahrzeuges auswirken können. Bereits binnen weniger Monate lassen sich veränderte Rabattierungen unmittelbar am realen Restwert im Markt nachvollziehen. Die Hersteller selbst sollten, so die Studie weiter, ihr Verhalten bei den Kurzzeitzulassungen zumindest im Hinblick auf den Wettbewerb überprüfen, um längerfristig nicht in eine Finanzierungsfalle zu geraten. Hierzu gehören auch die Händler-Bonusprogramme bei Tageszulassungen.
M. Talaei-Außenhof Kommunikation & Event Managerin Part of EUROTAXGLASS’S GROUP
Über EurotaxGlass’s International AG:
EurotaxGlass’s International AG ist Europas führender Anbieter von Daten, Lösungen und Business Intelligence Dienstleistungen für die Automobilindustrie. Das Unternehmen mit Sitz in Freienbach in der Nähe von Zürich ist mit 660 Mitarbeitern in 30 Ländern tätig. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website www.eurotaxglass.com.
Über EurotaxSchwacke GmbH:
EurotaxSchwacke GmbH ist Vermittler für die EurotaxGlass’s International AG. Das Unternehmen wurde 1957 von Hanns W. Schwacke als Verlag gegründet und konnte bald darauf den Klassiker SchwackeListe für Pkw als Standard bei der Ermittlung von Gebrauchtwagenpreisen etablieren. Heute bietet der unabhängige Dienstleister automobile Marktdaten, Analysen und Softwarelösungen mit den Schwerpunkten Restwertermittlung und -management sowie Schadenkalkulation an. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website www.schwackepro.de.

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