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Deutschland-Rallye 2013: Asphalt verändert die Rallye-Welt

24 August, 2013

Es war für alle die gleiche große Herausforderung: Wie kontrolliere ich mein Auto am besten, wenn es untersteuert?

Bei der WRC-Rallye Deutschland kämpfen die Besatzungen neben den Spitzkehren in den Weinbergen an der Mosel auch mit den Fahreigenschaften ihrer Renner. „Ich hatte großes Untersteuern und eine Menge Dreck auf der Straße. Das hat es recht anspruchsvoll gemacht“, umschrieb Thierry Neuville nach der ersten Wertungsprüfung, als er mit seinem Ford im Ziel war. Ähnlich erging es Mikko Hirvonen im Citroen und auch Jari-Matti Latvala im Polo R WRC von Volkswagen.

In Deutschland ist die erste Asphaltrallye des Jahres und stellt andere Ansprüche, als die bislang ausgetragenen Läufe auf Eis und Schotter. Die Autos liegen mit ihrem Fahrwerk tiefer auf der Straße, der Grip ist anders und das Tempo extrem hoch. In den schmalen Gassen inmitten der Weinberge rund um Trier bleibt wenig Raum für Fehler. Das zeigte bereits der Shakedown am Mittwoch. Volles Risiko ging keiner der Teilnehmer, denn es kam nicht auf eine gute Qualifikations-Zeit an.

„Bei Asphalt-Rallyes wird in der Reihenfolge der aktuellen WM-Wertung gestartet. Das ist der Unterschied zu Schotter- und Eis-Rallyes bei denen sich die Fahrer nach der Qualifikation die Startpositionen aussuchen können“, erklärt ein Sprecher von Volkswagen Motorsport in Trier. Also bleibt es dabei: Vorteil für Ogier. Wer auf Asphalt vorne startet, hat prinzipiell den besten Grip auf der Straße. Im Gegensatz zu Schotter-Rallyes – bei denen die hinteren Startplätze Vorteile versprechen, wird die Straße bei Asphalt-Rallyes durch das aggressive Schneiden von Kurven über Grasnaben schnell verunreinigt. Die Reifenhaftung ist dadurch für hinterherfahrende Teilnehmer nicht mehr optimal. So brannte – wenig verwunderlich – Sébastien Ogier auch gleich die schnellste Zeit in der ersten Prüfung in den Asphalt.

Nach dem ersten kurzen Tag mit zwei Prüfungen kristallisiert sich ein Dreikampf um die Spitze heraus. Thierry Neuville nimmt den Kampf mit seinem Ford Fiesta WRC gegen die VW-Phalanx bestehend aus Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala auf. Insgesamt sind bislang 37,7 Prüfungskilometer von 371,9 absolviert. ampnet/tw

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