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Mercedes GL 420 CDI

07 September, 2006

Ship, Ship, Hurra:
In erster Linie f?r die Amerikaner gedacht ist der Mercedes GL. Aber mit einem wirtschaftlichen Diesel erschlie?t sich auch den Europ?ern der Luxus des Dickschiffs.

Doch erst einmal Entwarnung an alle Fans des klassischen G-Modells: Der GL bedeutet nicht die Fortsetzung des G mit anderen Mitteln. Er ist aus grunds?tzlich anderem Holz geschnitzt als der knorrige Opa und spricht Kunden an, die am liebsten alles in einem wollen. Das Platzangebot und den Komfort einer Luxus-Limousine, das Durchsetzungsverm?gen eines echten Offroaders und dazu noch den Gutsherren-Auftritt, den einst der Range Rover kreierte.

Im Gel?nde ist er besser als Konkurrenten, bei denen die Betonung auf der Stra?en-Dynamik liegt. Und er kann auf der Stra?e weit mehr als das aufrechte V?lkchen der in erster Linie f?rs Gel?nde konzipierten Alles?berwinder. Wenn der Fahrer Asphalt unter die m?chtigen 19-Zoll-R?der nimmt, macht dies vor allem der Komfort deutlich. Die serienm??ige Luftfederung beweist das Schluckverm?gen eines Pariser Clochards. Vor allem, wenn die W?hltaste Komfort zeigt.
Der GL hat nichts mit Crossover am Hut
Seine Entwickler verzichteten weise darauf, einem 2,5-Tonner Sportlichkeit auf Kosten des Komforts einzubl?uen. So stellt sich automatisch eine z?gige, aber doch sehr gelassene Fahrweise ein. Wer partout darauf besteht, um die Kurven zu wetzen, wird feststellen, dass das leicht untersteuernd ausgelegte, auch bei groben Lastwechseln und abrupten Lenkman?vern eindeutig definierte Eigenlenkverhalten keine Probleme macht - zumal ein wohl abgestimmtes ESP zur Verf?gung steht, das mit konsequentem Eingriff der Sicherheit Priorit?t einr?umt.

Der GL kann sehr wohl schnell um die Ecken pfeilen, und er kann, speziell gemessen am teilweise noch fragw?rdigen Standard der Big-SUV-Gesellschaft, wirkungsvoll und ausdauernd bremsen. Zu dem passt trefflich die hier getestete Motorisierung, der vier Liter gro?e Turbodiesel-Achtzylinder. Leistung? Gen?gend. Drehmoment? Mehr als gen?gend. Dazu kommt der ruhige, geschmeidige Lauf, der auch aus dem normalerweise sehr niedrigen Drehzahlniveau resultiert. Unterst?tzt wird der Bullenmotor durch die Siebengang-Automatik, die der wichtigsten Tugend der selbst schaltenden Getriebe huldigt: Man nimmt ihre T?tigkeit kaum wahr.
Mercedes-Benz

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