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Gefährlicher Hitzestress im Auto

20 August, 2012

Fest steht: Je heißer es im Auto ist, desto eher kracht es. Woran viele Autofahrer nicht denken:

AvD warnt vor gefährlichem Hitzestress im Auto. Laut Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) steigen schon bei einer Temperatur von 27 Grad im Autoinnenraum die Unfallzahlen um 6 Prozent an. Bei 32 Grad sind es 13 Prozent, bei 37 Grad erschreckend
hohe 33 Prozent.
Das afrikanische Hoch, das uns derzeit tropische Temperaturen und einen Traumsommer beschert, birgt leider für Autofahrer besondere Risiken. Wohl dem, der in seinem Auto über eine Klimaanlage verfügt, denn Hitzestress kann für anfällige Personen tödlich verlaufen. Steht ein Fahrzeug sehr lange in der prallen Sonne, kann es im Innenraum bis zu 80 Grad heiß werden – eine Sauna bietet auch nicht mehr.
Der AvD rät, nach dem Einstieg in das überhitzte Fahrzeug nicht sofort los zu fahren, sondern zunächst alle Fenster zu öffnen und mittels Lüftung oder Klimaanlage die Hitzeblase nach außen zu befördern. Doch Vorsicht: Wer verführerisch niedrige 17°C einstellt und dann bei 32°C Außentemperatur das Auto verlässt, ist ein klassischer Kandidat für eine handfeste Erkältung. AvD Faustregel: Klimaanlage auf fünf Grad weniger als die Außentemperatur einstellen. Wer keine Klimaanlage hat, lässt einen breiten Spalt der hinteren Fenster offen, das durchlüftet sehr gut und ist bei nicht allzu hohem Tempo auch akustisch erträglich.
Gegen die Hitze im Auto: Wer seinen Wagen im Schatten großer Bäume oder Gebäude abstellt, parkt bis zu 15 Grad kühler. Ist kein natürlicher Schatten da, dann parken Sie mit dem Heck zur Sonne, so ist es wenigstens auf den Vordersitzen einigermaßen erträglich. Sehr bewährt hat sich auch die Montage von hitzereflektierenden Folien: Fest hinter der Windschutzscheibe (keinen Luftspalt lassen!) montiert, bleiben Cockpit und Vordersitze überraschend kühl.
Niemals Kinder oder Tiere im Auto zurücklassen, der Kreislaufkollaps ist vorprogrammiert, schlimmstenfalls führen die Innentemperaturen zum Hitzetod – ein unverzeihlicher Fehler.
Regelmäßig und viel trinken, das gleicht den Flüssigkeitsverlust durch das unvermeidliche Schwitzen aus. Angefeuchtete Tücher auf Nacken und Oberschenkel kühlen durch die Verdunstungskälte sehr rasch und wirksam.
Daran denken viele Autofahrer nicht:
Wer sein Auto jetzt auf einer trockenen Wiese oder einem abgemähten Feld abstellt, riskiert unbewusst einen Flächenbrand: Katalysatoren und auch Rußpartikelfilter können so heiß werden, dass es zu Selbstentzündung von trockenem Gras, Halmen oder Zweigen kommen kann. Wichtig auch: niemals brennende Zigarettenkippen aus dem offenen Fenster werfen, so mancher Waldbrand hat so seinen verheerenden Anfang gefunden.
Manche Medikamente dürfen nicht zu heiß werden, sonst verlieren sie ihre Wirksamkeit. Handschuhfach oder Ablage in der Mittelkonsole sind deshalb jetzt tabu. Besser: die Arzneien unter den Vordersitzen verstauen.
Eine geeignete Sonnenbrille ist hinterm Steuer bei diesen helligkeitswerten gewiss eine Erleichterung. Doch Vorsicht: Nicht alle Gläser sind Autofahrt-tauglich, weil sie viel zu sehr abdunkeln oder das Sichtfeld verzerren.
An die Motorradfahrer appelliert der AvD, trotze schweißtreibender Temperaturen auf geeignete Schutzkleidung (Leder) nicht zu verzichten: Ein Sturz, nur mit T-Shirt und kurzer Hose bekleidet, führt zu schlimmsten (Brand-) Verletzungen auf dem heißen Asphalt. Und: Versicherungen können ihre Schadensersatzzahlungen wegen grober Fahrlässigkeit reduzieren. avd.de

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