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Selbsterklärende Straßen statt Verkehrsschilder

15 Mai, 2012

Haben Sie auch schon mal ein Verkehrsschild übersehen? Und fragen Sie sich öfters: Welches Geschwindigkeitslimit gilt momentan: 60 km/h?, 80 km/h? oder Überholverbot? Wie oft stellt sich während der Autofahrt auf der Landstraße oder Autobahn die Frage, welche

Geschwindigkeit gerade erlaubt ist, welche Beschränkungen verordnet sind? Schon die geringste Ablenkung führt dazu, ein Verkehrsschilder zu übersehen. Dr. Gert Weller von der Technischen Universität Berlin plädierte im Rahmen eines Seminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) für eine Straßengestaltung, die für sich selbst spricht und weitgehend ohne Verkehrsschilder auskommen.
Die größte Gefahr geht vor allem von Kurven aus. Gefährliche Kurven sind gewöhnlich durch ein Warnzeichen angekündigt, in der Kurve selbst helfen Leitpfeile, den Kurvenverlauf zu erkennen. Versuche in Fahrsimulatoren haben ergeben, dass eine Bepflanzung der Kurvenbereiche mit Büschen zu einer ähnlichen Wirkung führte wie die Beschilderung. "Schilder werden übersehen oder vergessen, Bepflanzungen werden immer wahrgenommen. Deshalb ist die sich selbst erklärende Straße die bessere Lösung", kommentiert Dr. Weller das Versuchsergebnis.
In der Fahrschulausbildung müssen die künftigen Autofahrer mit der Sprache der Straße vertraut gemacht werden. Vorausgesetzt, dass sich der Straßenbau auf einheitliche Gestaltungsrichtlinien einigt. kzr/mid

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