Mercedes E 63 AMG gegen BMW M5:
15 August, 2006
Power macht lustig, vor allem, wenn dabei auch das sportliche Temperament nicht zu kurz kommt. Genau da verspricht der neue Mercedes E 63 AMG Fortschritte. Aber kann er dem BMW M5 das Wasser reichen?
Im Sportlichkeitswettstreit, wo Autos dieses Genres heute gl?nzen m?ssen, erntete bislang stets BMW die Lorbeeren. Deshalb Sechs-drei: Der 6,3-Liter unter der Haube der aufgefrischten E-Klasse ist nicht nur ganz neu, sondern auch ganz anders als der bisherige PS-Kr?sus der Baureihe (E 55 AMG).
Statt auf die Kraft des Kompressors setzt er auf mehr Hubraum und mehr Drehzahl, Letzteres ?blicherweise ein Garant f?r sportliche Tugenden. 7.500 Touren sind nun im Bereich des M?glichen - nicht von schlechten Eltern f?r einen Gro?kolben-V8, wenngleich immer noch zivil im Vergleich zum M5. Dessen F?nfliter-Zehnzylinder dreht bekanntlich 8.200/min. Aber man ist ja nicht kleinlich, schon gar nicht, wenn man die neue AMG-Maschine erst mal in Aktion erlebt. Es gen?gt, den Fu? aufs Gaspedal zu stellen, und jeder Gedanke an Drehzahlen l?st sich binnen kurzem in einer nicht enden wollenden Leistungswelle auf.
Sportlichkeit auch ohne H?rte - der E 63 AMG beweist es
Wer das untersteuernde, elektronisch kastrierte Monstrum erwartet, wird jedenfalls angenehm entt?uscht: Der E 63 lenkt freudig ein, l?sst sich dabei auch mit dem Gaspedal etwas nachhelfen und bleibt in schnellen Wechselkurven stramm auf Kurs. Noch mehr ?berrascht aber der Komfort. Sportlichkeit geht auch ohne H?rte - da liefert der luftgefederte Benz den besten Beweis.
BMW folgt da schon eher der klassischen Lehre: Das Schluckverm?gen der Federung ist schnell ?berfordert, speziell langhubige Bodenwellen lassen einen bisweilen heftig zusammenzucken. Vor allem aus diesem Grund greift man f?r l?ngere Reisen denn auch lieber zum Mercedes-Schl?ssel. Geht es hingegen um die Freude am Schnellsein, dann ist es der M5, der in dieser Klasse noch immer den besten Platz bietet.
Der BMW punktet in Sachen Handlichkeit und Agilit?t
Handlichkeit und Agilit?t sind f?r eine 1,8-Tonnen-Limousine exemplarisch. Die Richtung wechselt der BMW beh?nde wie eine Stubenfliege, w?hrend der 100 Kilogramm gewichtigere Mercedes im direkten Vergleich schon eher an ein gr??eres Insekt erinnert. Die leichtg?ngige, zielgenaue Lenkung, das feinnervigere Fahrwerk, aber auch periphere Details wie die sportlichere Sitzposition summieren sich hier zu einem klaren Vorsprung.
Die V?ter des neuen Sechs-drei braucht diese Feststellung freilich nicht sonderlich zu gr?men. Mehr Sportlichkeit hin oder her: Der neue Motor ist ein Glanzst?ck, das Auto ein Hammer, und f?r den t?glichen Genuss ist ein E 63 eindeutig bek?mmlicher als ein M5. Deshalb sammelt er in diesem Vergleich ja auch ein paar Punkte mehr.
A.M.S.
Statt auf die Kraft des Kompressors setzt er auf mehr Hubraum und mehr Drehzahl, Letzteres ?blicherweise ein Garant f?r sportliche Tugenden. 7.500 Touren sind nun im Bereich des M?glichen - nicht von schlechten Eltern f?r einen Gro?kolben-V8, wenngleich immer noch zivil im Vergleich zum M5. Dessen F?nfliter-Zehnzylinder dreht bekanntlich 8.200/min. Aber man ist ja nicht kleinlich, schon gar nicht, wenn man die neue AMG-Maschine erst mal in Aktion erlebt. Es gen?gt, den Fu? aufs Gaspedal zu stellen, und jeder Gedanke an Drehzahlen l?st sich binnen kurzem in einer nicht enden wollenden Leistungswelle auf.
Sportlichkeit auch ohne H?rte - der E 63 AMG beweist es
Wer das untersteuernde, elektronisch kastrierte Monstrum erwartet, wird jedenfalls angenehm entt?uscht: Der E 63 lenkt freudig ein, l?sst sich dabei auch mit dem Gaspedal etwas nachhelfen und bleibt in schnellen Wechselkurven stramm auf Kurs. Noch mehr ?berrascht aber der Komfort. Sportlichkeit geht auch ohne H?rte - da liefert der luftgefederte Benz den besten Beweis.
BMW folgt da schon eher der klassischen Lehre: Das Schluckverm?gen der Federung ist schnell ?berfordert, speziell langhubige Bodenwellen lassen einen bisweilen heftig zusammenzucken. Vor allem aus diesem Grund greift man f?r l?ngere Reisen denn auch lieber zum Mercedes-Schl?ssel. Geht es hingegen um die Freude am Schnellsein, dann ist es der M5, der in dieser Klasse noch immer den besten Platz bietet.
Der BMW punktet in Sachen Handlichkeit und Agilit?t
Handlichkeit und Agilit?t sind f?r eine 1,8-Tonnen-Limousine exemplarisch. Die Richtung wechselt der BMW beh?nde wie eine Stubenfliege, w?hrend der 100 Kilogramm gewichtigere Mercedes im direkten Vergleich schon eher an ein gr??eres Insekt erinnert. Die leichtg?ngige, zielgenaue Lenkung, das feinnervigere Fahrwerk, aber auch periphere Details wie die sportlichere Sitzposition summieren sich hier zu einem klaren Vorsprung.
Die V?ter des neuen Sechs-drei braucht diese Feststellung freilich nicht sonderlich zu gr?men. Mehr Sportlichkeit hin oder her: Der neue Motor ist ein Glanzst?ck, das Auto ein Hammer, und f?r den t?glichen Genuss ist ein E 63 eindeutig bek?mmlicher als ein M5. Deshalb sammelt er in diesem Vergleich ja auch ein paar Punkte mehr.
A.M.S.
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