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2012 startet das EU-Reifenlabel

08 Dezember, 2011

Ab November 2012 wird in der EU das standardisierte Reifenlabel verpflichtend eingeführt. Jeder Reifentyp und jede Reifengröße müssen von den Reifenherstellern selbst klassifiziert, getestet und zertifiziert werden. Ab diesem Zeitpunkt müssen für alle Pkw-Reifen sowie Leicht-Lkw- und Lkw-Reifen, die ab dem 1. Juli 2012 produziert werden,

beim Verkauf die Informationen zu den Produkteigenschaften Rollwiderstand, Nässehaftung und Vorbeifahrgeräusch dem Kunden vorliegen. Alle Reifen werden dann mit einen Aufkleber versehen, der anhand der Buchstaben von A bis G und den Ampelfarben von Grün bis Rot dem Verbraucher vermitteln soll, ob und wie gut sein Wunschreifen in den geforderten Kriterien abgeschnitten hat.
Goodyear-Sprecher Jürgen Wiedemann: "Das 7,5 x 11 cm große Label hilft den Verbrauchern, die Reifen danach auszuwählen, wie sie einen Pkw auf nasser Straße um bis zu vier Fahrzeuglängen früher zum Stillstand bringen, den Benzinverbrauch um bis zu 7,5 Prozent senken und so über ihre Lebensdauer zu einer Ersparnis von rund 300 Euro beitragen können." Gemeint ist damit der Unterschied zwischen einem Spitzenreifen innerhalb der Label-Bandbreite und einem Schlusslicht. Das Reifenlabel soll den Autofahrer darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Reifen für Umwelt und Verkehrssicherheit sind.
Goodyear Dunlop weist zudem darauf hin, dass es im Prinzip ein Leichtes sei, einen Reifen anzubieten, der überragende Haftungswerte oder einen niedrigen Rollwiderstand aufweist. Die Kunst bestehe aber darin, beides gleichzeitig darzustellen, denn diese beiden Reifeneigenschaften bedeuten in der Reifenentwicklung einen klassischen Zielkonflikt. Heutige Gummimischungen lassen diese Kombination zu, allerdings erfordert dies sehr viel Knowhow und verschlingt hohe Entwicklungskosten.
Jeder Reifentyp und jede Reifengröße müssen von den Reifenherstellern selbst klassifiziert, getestet und zertifiziert werden. Kritiker werfen ein, dass dies die Versuchung zu falschen Angaben auf dem Label fördere. Allerdings werde der Markt dies selbst regeln, denn gäbe es tatsächlich "schwarze Schafe", so würde dies den testenden Zeitschriften und Verbänden schnell auffallen.
Schon jetzt steht fest, dass Reifen, die nicht die Label-Mindestanforderungen erfüllen (Kennzeichnung mit "G" oder "Rot"), nicht in den Handel gelangen dürfen. Der Markt dürfte sich also zügig selbst bereinigen und nur die Hersteller überleben, die Label-gerecht produzieren können. dv/mid Bildquelle: Goodyear

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