Keramikbremsen
02 September, 2006
Audi RS4 und Porsche Carrera 4S k?nnen mit Keramikbremsen ausger?stet werden. Ein hartes Testprogramm soll zeigen, ob sich die hohen Aufpreise lohnen.
Wenn etwas schief geht oder man einer Sache nicht viel zutraut, wird das oft mit der Redewendung kommentiert, sie sei "auf Sand gebaut? und besitze deshalb wenig Standfestigkeit. Etwas, das man bei Bremsen f?r Sportwagen und Hochleistungslimousinen auf jeden Fall vermeiden will.
Und trotzdem soll Sand in diesem Fall sogar helfen, die Standfestigkeit zu verbessern. Denn die Keramik-Bremsscheiben, die f?r den Porsche Carrera 4S an allen vier R?dern und f?r den Audi RS4 an der Vorderachse gegen saftige Aufpreise von 7.830 beziehungsweise 5.800 Euro angeboten werden, bestehen zu einem Gro?teil aus Silizium, das wiederum aus Quarzsand gewonnen wird.
Ob diese Keramikbremsen aus carbonfaserverst?rktem Siliziumcarbid tats?chlich den h?rtesten Belastungen standhalten und wie die serienm??ige Grauguss-Bremse des Audi RS4 sich unter den gleichen Bedingungen verh?lt, hat auto motor und sport mit einem speziellen Testprogramm ?berpr?ft. Denn die Keramikbremsen sollen neben halbiertem Gewicht und sechsfacher Lebensdauer (300.000 km) gegen?ber herk?mmlichen Grauguss-Bremsen vor allem einen unter hoher Belastung stabileren Reibwert bieten. Und damit das Fading, wie das Nachlassen der Bremswirkung bei hoher Beanspruchung genannt wird, verhindern.
Trotzdem zeigt der Audi mit Keramikbremsen beim versch?rften Fadingtest mit zehn Vollbremsungen in Folge aus 190 km/h mit voller Zuladung eine ?hnliche Tendenz zu l?nger werdenden Bremswegen wie der konventionell ausger?stete RS4. Der braucht im Schnitt jedoch rund einen Meter mehr bis zum Stillstand. Vom kritischen Bereich sind aber beide weit entfernt.
Noch besser setzt sich der Porsche mit Keramikbremsen in Szene. Er erreicht die k?rzesten Bremswege und zeigt zudem keine Fading-Tendenz. Die Schwankungen in den Werten k?nnen ? wie auch bei den beiden Audi ? auf kleine Unterschiede in der Fahrbahnbeschaffenheit der Messstrecke zur?ckgef?hrt werden, die sich bei dem hohen Tempo st?rker auswirken als beim Bremsen aus 100 km/h.
Porsche im H?rtetest vorn
Einen H?rtetest der besonderen Art stellt die so genannte Touristenabfahrt auf der Gro?glockner-Hochalpenstra?e dar. Hierbei wird die rund zw?lf Kilometer lange Gef?llstrecke mit voller Zuladung und durchschnittlich 50 km/h im gro?en Gang absolviert und das Tempo nur mit der Fu?bremse reguliert, anstatt die Motorbremswirkung auszunutzen. Am Ende der Abfahrt erfolgt eine Vollbremsung aus 100 km/h bei etwa acht Prozent Gef?lle. Alle drei Testkandidaten haben auch diese Pr?fung, die sonst nur im Rahmen des allj?hrlichen gro?en auto motor und sport-Bremsentests durchgef?hrt wird, mit Bravour und ohne besonderen Stress bestanden, wie die moderaten Bremsscheiben-Temperaturen verraten.
Ganz vorne ist wieder der Porsche, der mit nur 37 Metern neue Ma?st?be setzt. Aber auch die beiden RS4 bleiben noch unter 45 Metern, der Bestmarke im letztj?hrigen Bremsentest. Mit 43 Metern ben?tigt der RS4 mit Keramikbremse noch einen geringf?gig l?ngeren Bremsweg als das Serienmodell mit 42 Metern.
Keramikbremse: Verz?gertes Ansprechen bei N?sse
Beim dritten Test geht es um das Ansprechverhalten bei N?sse. Eine Wasserdurchfahrt soll die Bremsscheiben so benetzen, wie das bei einer l?ngeren Regenfahrt auch der Fall ist. Hier zeigt sich, dass Keramikbremsen auch Nachteile haben. Denn nach der Wasserdurchfahrt dauert es rund eine Zehntelsekunde l?nger, bis der Wasserfilm auf der Bremsscheibe verdr?ngt ist und die Verz?gerung einsetzt. Trotz dieser kurzen Zeit nimmt der Fahrer dieses Verhalten sowohl beim Porsche als auch beim Audi RS4 mit Keramikbremsen als verz?gertes Ansprechen wahr.
Das ist aber der einzige Fleck auf der wei?en Weste der Keramikbremsen. Ansonsten zeigen sie selbst unter den versch?rften Testbedingungen keine Schw?chen. Erstaunlich ist jedoch, wie wacker sich auch die serienm??ige Bremse im Audi RS4 schl?gt. Die Unterschiede zur sehr teuren Keramikbremse sind also eher gering. Deshalb hat man auch mit der Grauguss-Bremse nicht auf Sand gebaut. Im Preis-Leistungs-Verh?ltnis ist sie in diesem Fall ohnehin unschlagbar.
Und trotzdem soll Sand in diesem Fall sogar helfen, die Standfestigkeit zu verbessern. Denn die Keramik-Bremsscheiben, die f?r den Porsche Carrera 4S an allen vier R?dern und f?r den Audi RS4 an der Vorderachse gegen saftige Aufpreise von 7.830 beziehungsweise 5.800 Euro angeboten werden, bestehen zu einem Gro?teil aus Silizium, das wiederum aus Quarzsand gewonnen wird.
Ob diese Keramikbremsen aus carbonfaserverst?rktem Siliziumcarbid tats?chlich den h?rtesten Belastungen standhalten und wie die serienm??ige Grauguss-Bremse des Audi RS4 sich unter den gleichen Bedingungen verh?lt, hat auto motor und sport mit einem speziellen Testprogramm ?berpr?ft. Denn die Keramikbremsen sollen neben halbiertem Gewicht und sechsfacher Lebensdauer (300.000 km) gegen?ber herk?mmlichen Grauguss-Bremsen vor allem einen unter hoher Belastung stabileren Reibwert bieten. Und damit das Fading, wie das Nachlassen der Bremswirkung bei hoher Beanspruchung genannt wird, verhindern.
Trotzdem zeigt der Audi mit Keramikbremsen beim versch?rften Fadingtest mit zehn Vollbremsungen in Folge aus 190 km/h mit voller Zuladung eine ?hnliche Tendenz zu l?nger werdenden Bremswegen wie der konventionell ausger?stete RS4. Der braucht im Schnitt jedoch rund einen Meter mehr bis zum Stillstand. Vom kritischen Bereich sind aber beide weit entfernt.
Noch besser setzt sich der Porsche mit Keramikbremsen in Szene. Er erreicht die k?rzesten Bremswege und zeigt zudem keine Fading-Tendenz. Die Schwankungen in den Werten k?nnen ? wie auch bei den beiden Audi ? auf kleine Unterschiede in der Fahrbahnbeschaffenheit der Messstrecke zur?ckgef?hrt werden, die sich bei dem hohen Tempo st?rker auswirken als beim Bremsen aus 100 km/h.
Porsche im H?rtetest vorn
Einen H?rtetest der besonderen Art stellt die so genannte Touristenabfahrt auf der Gro?glockner-Hochalpenstra?e dar. Hierbei wird die rund zw?lf Kilometer lange Gef?llstrecke mit voller Zuladung und durchschnittlich 50 km/h im gro?en Gang absolviert und das Tempo nur mit der Fu?bremse reguliert, anstatt die Motorbremswirkung auszunutzen. Am Ende der Abfahrt erfolgt eine Vollbremsung aus 100 km/h bei etwa acht Prozent Gef?lle. Alle drei Testkandidaten haben auch diese Pr?fung, die sonst nur im Rahmen des allj?hrlichen gro?en auto motor und sport-Bremsentests durchgef?hrt wird, mit Bravour und ohne besonderen Stress bestanden, wie die moderaten Bremsscheiben-Temperaturen verraten.
Ganz vorne ist wieder der Porsche, der mit nur 37 Metern neue Ma?st?be setzt. Aber auch die beiden RS4 bleiben noch unter 45 Metern, der Bestmarke im letztj?hrigen Bremsentest. Mit 43 Metern ben?tigt der RS4 mit Keramikbremse noch einen geringf?gig l?ngeren Bremsweg als das Serienmodell mit 42 Metern.
Keramikbremse: Verz?gertes Ansprechen bei N?sse
Beim dritten Test geht es um das Ansprechverhalten bei N?sse. Eine Wasserdurchfahrt soll die Bremsscheiben so benetzen, wie das bei einer l?ngeren Regenfahrt auch der Fall ist. Hier zeigt sich, dass Keramikbremsen auch Nachteile haben. Denn nach der Wasserdurchfahrt dauert es rund eine Zehntelsekunde l?nger, bis der Wasserfilm auf der Bremsscheibe verdr?ngt ist und die Verz?gerung einsetzt. Trotz dieser kurzen Zeit nimmt der Fahrer dieses Verhalten sowohl beim Porsche als auch beim Audi RS4 mit Keramikbremsen als verz?gertes Ansprechen wahr.
Das ist aber der einzige Fleck auf der wei?en Weste der Keramikbremsen. Ansonsten zeigen sie selbst unter den versch?rften Testbedingungen keine Schw?chen. Erstaunlich ist jedoch, wie wacker sich auch die serienm??ige Bremse im Audi RS4 schl?gt. Die Unterschiede zur sehr teuren Keramikbremse sind also eher gering. Deshalb hat man auch mit der Grauguss-Bremse nicht auf Sand gebaut. Im Preis-Leistungs-Verh?ltnis ist sie in diesem Fall ohnehin unschlagbar.
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