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VW Golf Benziner oder Dieselmotor

31 August, 2006

Volkswagen trimmt den Golf auf mehr Sportlichkeit. Im GT haben Kunden jetzt die Wahl zwischen einem jeweils 170 PS starken Benziner und einem Dieselmotor. Ein Konzeptvergleich.

Stolze 170 PS: F?r so viel Leistung brauchen frei saugende Serienmotoren ?blicherweise 2,3 bis 2,5 Liter Hubvolumen. Der neue TSI-Motor im Golf GT schafft das mit nur 1,4 Liter. Damit setzt VW die Idee des Downsizing, mit der Motorenentwickler Hubraum und Verbrauch minimieren wollen, derzeit am konsequentesten um.

Ohne Leistungskompensation lie?e sich Downsizing freilich kaum als Fortschritt verkaufen. Deshalb bietet sich an, die Frischluft- und damit die Gemischmenge im Brennraum via Turbolader zu steigern. Ein zus?tzlicher Kompressor dient zur Harmonisierung des Drehmomentanstiegs. Von deren Zusammenspiel merkt der Fahrer praktisch nichts. Erst die Boost-Anzeige ruft in Erinnerung, dass hier ein sportlicher Ladermotor arbeitet, wenn der TSI auf den schnellen Gasfu? mitunter um Sekundenbruchteile verz?gert reagiert. Zur?ckhaltend gefahren l?sst sich der Verbrauch sogar auf sechs Liter/100 km eind?mmen. Das ist nat?rlich nicht nur Ergebnis des Downsizing-Konzepts, vielmehr tr?gt auch die Benzin-Direkteinspritzung ihren Teil dazu bei.

Mit der Dieselversion TDI stellt VW dem GT-Benziner den st?rksten Diesel-Golf aller Zeiten zur Seite. Trotz gleicher Leistung wie der TSI ist er freilich von ganz anderem Charakter. Superschnelle Piezo-Aktoren erm?glichen eine praktisch ideale Formung des Einspritzverlaufs samt ger?uschmindernder Voreinspritzung. Ein Partikelfilter ist f?r den Vierventiler genauso selbstverst?ndlich wie Turboaufladung mittels variablem Lader plus Ladeluftk?hlung. Dennoch kann der Golf GT TDI unter 2.000/min eine gewisse Anfahrtr?gheit nicht verbergen. Subjektiv erscheint der Antritt des TDI viel druckvoller, obwohl der TSI sogar minimal bessere Beschleunigungswerte vorweisen kann.

Den Drehmoment-?berschuss des Diesels haben die VW-Techniker jedoch in einer l?nger ausgelegten ?bersetzung des Sechsgang-Getriebes zur Absenkung der Drehzahl genutzt. Das kommt dem Verbrauch zugute, geht aber in den hohen G?ngen zu Lasten der Elastizit?t.

Im Testschnitt schluckte er 0,9 Liter/100 km weniger, beim Normverbrauch gar 1,3 Liter. Selbst dann m?sste man 72.000 Kilometer fahren, um den Aufpreis von 2.475 Euro allein ?ber die Spritkosten zu kompensieren. Doch f?r Fahrer mit Verbrauchs- und Kosten-Bewusstsein und sportlichen Ambitionen ist der drehfreudige, harmonischere TSI sicher die bessere Wahl.
Volkswagen

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