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Sechszylinder-Benziner

30 August, 2006

Oberklasse-Offroader: Breite Basis
Basis ohne Verzichtsverdacht: Verglichen werden Oberklasse-Allradler von Cadillac, Lexus, Mercedes, Porsche und VW mit kultivierten Sechszylinder-Benzinern.

Der erste in der Runde ist der Cadillac SRX Sport Luxury, dessen 258 PS starker 3,6-Liter-V6 eine Affinit?t zum verhaltenen Gleiten zeigt. Er brummelt entspannt dahin, schreit erst beim deftigen Tritt aufs Gas gequ?lt auf und schraubt sich unter anschwellendem mechanischen Geheul auf 6.500 Touren. Gef?hlsm??ig wird der SRX dabei allerdings deutlich lauter als schneller. Zumal ihm die tr?ge schaltende F?nfstufenautomatik mit gro?en Spr?ngen zwischen den G?ngen und z?gerlichem Ansprechverhalten die Arbeit zus?tzlich erschwert.

Weniger klotzig, daf?r japanisch-geschliffener tritt der Lexus RX 350 auf, als Executive Line 49.650 Euro teuer. Obwohl seine Automatik mit f?nf Stufen auskommen muss, schaltet sie weich und passend, l?sst den 276 PS starken V6 nach Bedarf verbrauchsg?nstig und kaum h?rbar im Drehzahlkeller grummeln - oder obenraus angriffslustig jubeln. Auch wenn der mit 1.891 Kilogramm Leergewicht vergleichsweise leichte RX 350 in nur 7,6 Sekunden auf 100 km/h sprintet, ist seine H?chstgeschwindigkeit ebenfalls elektronisch auf 200 km/h limitiert.
Trinkfreudig: Touraeg und Cayenne
Der 2.372 Kilogramm schwere Touareg verlangt nicht nur reichlich Super Plus - Testverbrauch 16,2 Liter -, sondern dem 280 PS starken FSI auch einiges ab. Da ger?t selbst die bei beschaulicher Fahrt souver?n agierende Sechsstufenautomatik in Stress. Gleiches gilt f?r das komfortabel abgestimmte Fahrwerk, das in schnellen Kurven deutliche Wankbewegungen zul?sst. Wer dagegen etwas fahrerische Mu?e mitbringt, findet im VW einen wohlerzogenen, wenn auch teuren Partner, der mit bequemen Sitzen in herrschaftlichem Ambiente und dem kultivierten V6 auch gr??ere Distanzen gelassen ?berwindet.

Spontan ansprechend und heiser grollend pusht der 3,2-Liter-V6 den 2.356 Kilogramm schweren Cayenne in 9,7 Sekunden auf Tempo 100, strammer Durchzug steht aber nicht auf dem Programm. Dabei f?hren das optionale, straff abgestimmte Luftfahrwerk mit adaptiven D?mpfern und die direkte, mitteilsame Lenkung den Fahrer st?ndig in Versuchung, das ?berraschend agile Handling auszukosten. Zumal das kalkulierbare Eigenlenkverhalten des Cayenne zum Spielen einl?dt.
Geschliffen geht der Mercedes ML 350 zur Sache
Sein 272 PS starker 3,5-Liter langt bereits im mittleren Drehzahlbereich kr?ftig zu, verwaltet Leistung und Drehmoment per Siebenstufenautomatik situationsgerecht und flink. Kaum merklich wechselt der Automat die Stufen und l?sst den V6 unter kernigem Trompeten ausdrehen - oder aber fl?sterleise ?ber den Boulevard schlendern.

Zumal er gegen Aufpreis mit sperrbarem Mitten- und Hinterachsdifferenzial, Gel?ndereduktion sowie Unterbodenschutz auch mal talentiert durchs Unterholz bricht. Mittendifferenzial und Getriebeuntersetzung sind bei Cayenne und Touareg bereits serienm??ig, weitergehende Kraxelausr?stung, wie etwa entkoppelbare Stabilisatoren oder Hinterachssperre, gibt es gegen Aufpreis.

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