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Strom aus der Auto-Karosserie?

24 September, 2010

Ein Auto mit einer Karosserie als Batterie ist derzeit noch Zukunftsmusik. Aber Forscher am Londoner Imperial College arbeiten ernsthaft daran.

Ziel des mit 3,5 Millionen Euro seitens der EU geförderten Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines Verbundmaterials aus Carbonfasern und Polymerharzen. Dieses Material soll Energie schneller und in größeren Mengen speichern können als herkömmliche Batterien und gleichzeitig so biegsam und robust sein, dass es sich auch noch zum Karosseriebau eignet.

"Bisher aus Stahl gefertigte Bauteile wie das Dach oder die Radläufe könnten dadurch in ferner Zukunft als Batterie dienen. Zudem könnte das Gesamtgewicht des Fahrzeugs um bis zu 15 Prozent reduziert werden", erläutert Dr. Emile Greenhalgh, Forscher am Imperial College. Zwar könne das neue Material bisher verwendete Kfz-Batterien derzeit noch nicht komplett ersetzen, aber lokale Elektronik-Anwendungen wie die GPS-Einheit oder die Start-Stopp-Automatik könnten theoretisch schon jetzt mit "Strom aus der Karosserie" betrieben werden.

Auch im Bereich der alternativen Antriebstechnik könnte damit ein Durchbruch erzielt werden: Bisher ist die Unterbringung der Akkus speziell bei Elektroautos ein großes Problem, weil sie sehr schwer sind und viel Platz wegnehmen, was wiederum auf Kosten des Stauraums und der Zuladung geht. Außerdem, so die Forscher, könnte das neuartige Material im Auto der Zukunft viele Kabelverbindungen überflüssig machen. mid/mah

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