Studie: Kfz-Händler verdienen zu wenig
02 September, 2010
Die überwiegende Mehrheit aller deutschen Autohändler, nämlich 90 Prozent, verdient zu wenig, um dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich zu sein und Gewinne einzufahren.
Das ist das Ergebnis einer Studie zur Sanierung und Restrukturierung im Automobilhandel, die die Dekra jetzt vorgestellt hat. Gründe dafür, so die Analyse der Experten, seien vor allem die Finanzmarktkrise im vergangenen Jahr und die negativen Auswirkungen der Abwrackprämie. Zudem seien im Krisenjahr 2009 viele Betriebe durch eine überhöhte Rabattpolitik wirtschaftlich ins Straucheln geraten.
Demnach sei die Insolvenzquote in der Branche im vergangenen Jahr trotz Finanzmarktstabilisierungsgesetz unverändert hoch geblieben. Neu sei jedoch, dass zunehmend auch große und traditionsreiche Autohäuser in den Sog der Krise geraten würden. Zwar hätten sich die Erträge im Neuwagen-Bereich aufgrund der Abwrackprämie kurzfristig stabilisiert. In vielen Unternehmen, so die Studie weiter, hätte der Neuwagenboom jedoch zur Vernachlässigung des Gebrauchtwagengeschäfts geführt.
Aber die Studie hat auch gute Nachrichten für den Kfz-Handel: Trotz der anhaltenden Krise schaffen es etwa zehn Prozent aller Betriebe, dem Branchentrend zu trotzen und ausreichend Umsatzrenditen zu erzielen. Als Schlüssel zum Erfolg sind demnach in erster Linie eine klare Handelstrategie, gute Führung, weitsichtige Personalentwicklung und systematisches Kostenmanagement anzusehen.
Für die Zukunft gehen die Autoren der Untersuchung nicht davon aus, dass sich die Marktsituation im Kfz-Handel wesentlich verbessern wird.
Entsprechend vorsichtig fällt das Fazit von Christian Polzer, Geschäftsführer der Dekra-Consulting GmbH, aus: "Unsere Analysen zeigen, dass die Spannweite zwischen renditestarken Unternehmen und Sanierungsfällen weiter zunimmt." Sanierung und Restrukturierung seien "deshalb mehr denn je das Gebot der Stunde". mid/mah
Demnach sei die Insolvenzquote in der Branche im vergangenen Jahr trotz Finanzmarktstabilisierungsgesetz unverändert hoch geblieben. Neu sei jedoch, dass zunehmend auch große und traditionsreiche Autohäuser in den Sog der Krise geraten würden. Zwar hätten sich die Erträge im Neuwagen-Bereich aufgrund der Abwrackprämie kurzfristig stabilisiert. In vielen Unternehmen, so die Studie weiter, hätte der Neuwagenboom jedoch zur Vernachlässigung des Gebrauchtwagengeschäfts geführt.
Aber die Studie hat auch gute Nachrichten für den Kfz-Handel: Trotz der anhaltenden Krise schaffen es etwa zehn Prozent aller Betriebe, dem Branchentrend zu trotzen und ausreichend Umsatzrenditen zu erzielen. Als Schlüssel zum Erfolg sind demnach in erster Linie eine klare Handelstrategie, gute Führung, weitsichtige Personalentwicklung und systematisches Kostenmanagement anzusehen.
Für die Zukunft gehen die Autoren der Untersuchung nicht davon aus, dass sich die Marktsituation im Kfz-Handel wesentlich verbessern wird.
Entsprechend vorsichtig fällt das Fazit von Christian Polzer, Geschäftsführer der Dekra-Consulting GmbH, aus: "Unsere Analysen zeigen, dass die Spannweite zwischen renditestarken Unternehmen und Sanierungsfällen weiter zunimmt." Sanierung und Restrukturierung seien "deshalb mehr denn je das Gebot der Stunde". mid/mah
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