Lkw-Maut
 

Lkw-Maut Deutschland
Infos und Preise der neuen Lkw-Maut


Die Mauterhebung für schwere Nutzfahrzeuge auf bundesdeutschen Autobahnen hat am 01. Januar 2005 mit dem System von Toll Collect erfolgreich begonnen - ein System, das auf Komfort und Nutzerfreundlichkeit setzt. Die Maut wird seit dem 1. August 2012 auch auf einigen Abschnitten von vierspurigen Bundesstraßen erhoben. Das mautpflichtige Straßennetz erweiterte sich dadurch um 1.135 Kilometer. Zum 01. Juli 2015 wurde die Lkw-Maut auf weitere rund 1.100 Kilometer autobahnähnliche Bundesstraßen ausgeweitet und ab Juli 2018 sollen weitere rund 40.000 zusätzliche mautpflichtige Kilometer hinzukommen.

LKW Maut Kosten 2015, 2016, 2017 und 2018
Die Mautpflicht bestand bis 30. September 2015 für Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von zwölf Tonnen, die Gewichtsgrenze wurde deutlich gesenkt. Seit 01. Oktober 2015 gilt in Deutschland auch für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen die LKW Maut auf Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen.
Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verkündete bereits Mitte November 2014 im Verkehrsausschuss die Ausweitung der LKW Maut zum 01. Juli 2015 und 01. Oktober 2015. Am 05. November 2014 hat die Bundesregierung den vorgelegten Gesetzentwurf zur Ausweitung der Lkw-Maut beschlossen. Mit dieser Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes wurden zum 01. Januar 2015 die geltenden Mautsätze bei der streckenbezogenen Lkw-Maut gesenkt. Der Einsatz besonders umweltfreundlicher Lkw wurde zum 01.01.2015 mit einer neuen, eigenen Kategorie für Euro VI Fahrzeuge gefördert. Zudem gelten seit diesem Zeitpunkt einheitliche Mautsätze für Bundesstraßen und Autobahnen.
Zum 01. Juli 2015 wurde die Lkw-Maut auf weitere rund 1.100 Kilometer autobahnähnliche Bundesstraßen ausgeweitet. Auch die Teststrecken für Lang LKW wurden seit August 2015 nochmals auf weitere 350 Kilometer ausgebaut. Über 100 Lang Lkw nehmen inzwischen am Feldversuch des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung teil. Zu den beteiligten Bundesländern gehören NRW, Baden Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Zum 01. Oktober 2015 wurde die Gewichtsgrenze, ab der Lastkraftwagen mautpflichtig sind, von bisher 12 Tonnen auf 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht abgesenkt. Auch die Mautsätze wurden gestaffelt nach Umweltfreundlichkeit und Achszahl des Kraftfahrzeugs (vier Achsklasssen statt bisher zwei). Das Gewicht spielt keine Rolle. Seit 01. Oktober 2015 sind pro Kilometer zwischen 8,1 und 21,8 Cent Mautkosten zu zahlen und es gelten neue Maut-Tarife.
Seit März 2016 gilt für alle Lastwagenfahrer die neue Fahrtenschreiberverordnung VO (EU) Nr. 165/2014. Hier wird unter anderem erklärt, was eine Fahrerkarte, ein Fahrtenschreiber oder eine Störung ist. Aber auch Begriffe wie Schnittstelle, ungültige Karte bzw. Typengenehmigung werden ausführlich beschrieben.
Seit 01. April 2016 wurde in Belgien für bestimmte Strecken eine Mautpflicht für Lastwagen über 3,5 Tonnen eingeführt.
Am 09. Mai 2016 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Streckennetzerweiterung in der 6. Änderungs-Verordnung zum Feldversuch mit Lang-Lkw veröffentlicht. Das Streckennetz für Lang-Lkw hat nun eine Länge von knapp 11.600 Kilometern. 70 % davon sind Bundesautobahnen, dies entspricht gut 60 % aller Autobahnen in Deutschland.
Ab 01. Juli 2018 soll die Lkw Maut auf alle Bundestraßen ausgeweitet werden. Die Bundesregierung hat am 11. Mai 2016 den von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgelegten Gesetzentwurf zur Maut-Ausweitung mit rund 40.000 zusätzlichen mautpflichtigen Kilometern beschlossen. Die Mautgebühren sollen zusätzliche Einnahmen in Höhe von bis zu 2 Milliarden Euro bringen.
Ab September 2018 wird der Betrieb der Lkw Maut europaweit ausgeschrieben.

Das Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) ist seit 19. Juli 2011 in Kraft getreten. Das Gesetz über die Erhebung von streckenbezogenen Gebühren für die Benutzung von Bundesautobahnen und Bundesstraßen löst das bis dahin geltende Autobahnmautgesetz für schwere Nutzfahrzeuge (ABMG) ab. Inhaltlich ist das Bundesfernstraßenmautgesetz im Wesentlichen mit dem abgelösten Autobahnmautgesetz für schwere Nutzfahrzeuge identisch. Maßgebliche Änderungen sind die Regelungen zur Ausdehnung der Maut auf Bundesstraßen. Seit 01. August 2012 wurden 84 Bundesstraßenabschnitte mit 1.135 Kilometern Länge für Lastwagen mautpflichtig.

LKW Maut 2018 - Neue Mauttarife
2018 wird die Lkw Maut auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Seit Januar 2005 wird die Lkw-Maut auf den rund 12.800 Kilometern Bundesautobahnen, seit August 2012 zusätzlich auf knapp 1.200 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen erhoben und nun kommen ab Juli 2018 circa 40.000 zusätzliche mautpflichtige Kilometer dazu.

Die geografische Lage Deutschlands im Herzen Europas führte in den vergangenen Jahren zu einem ständig wachsenden Gütertransportaufkommen. Die Belastung der öffentlichen Haushalte hatte immer mehr zugenommen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, die Maut für schwere Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 12 Tonnen einzuführen und dafür eigens ein modernes System errichten zu lassen, das ohne unnötige Stopps und Staus vor Mauthäuschen auf der Autobahn auskommt.
Mit der Einführung der streckenbezogenen Maut wurde in Deutschland eine wesentliche Weichenstellung in der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur vorgenommen. War es bisher die Allgemeinheit, die durch Steuern für den Bau und Unterhalt des Autobahnnetzes aufzukommen hatte, ist mit der entfernungsabhänigen Mauterfassung der Einstieg in die Nutzerfinanzierung gelungen. Anders als bei Vignetten-Lösungen zahlt jeder nur das, was er auch selbst genutzt hat, fair und gerecht.
Toll Collect hat als Dienstleister im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland ein Mautsystem errichtet, das erstmals die Technik der Satellitenortung mit moderner Mobilfunktechnologie verbindet. Die Gebühren werden nach den mautpflichtigen Streckenabschnitten, der Achszahl und der Emissionsklasse berechnet. Der Verkehrsfluss auf der Autobahn wird durch die Mauterhebung nicht behindert. Anders als herkömmliche Mautsysteme erfordert das System von Toll Collect weder Geschindigkeitsreduzierungen noch ein Anhalten der Fahrzeuge oder eine Bindung an vorgeschriebene Fahrstreifen. Nach erfolgreicher Errichtung ist Toll Collect heute als Betreiber des Systems tätig.
Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist berechtigt, die ordnungsgemäße Entrichtung der LKW Maut zu überwachen und zu kontrollieren. Toll Collect liefert die notwendige Technik , um äußere Merkmale wie Achszahl und Gesamtgewicht des Lkw zu bestimmen und das Kennzeichen zu vergleichen. Wird festgestellt, dass ein Lkw für die entsprechende Strecke nicht eingebucht ist, hält das BAG das Fahrzeug zu einer genaueren Überprüfung an. Die Maut wird nachträglich erhoben.
Mautpreller oder Benutzer, die ihrer Mitwirkungspflicht insbesondere im automatischen Verfahren nicht nachkommen, verstoßen gegen das Bundesfernstraßenmautgesetz und handeln ordnungswidrig. Bei Verstößen hat der Gesetzgeber Bußgelder bis zu 20.000 Euro vorgesehen. Bei Verstößen gegen die Nicht- oder nicht rechtzeitige Mautentrichtung nach Paragraph 10 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesfernstraßenmautgesetzes (BFStrMG) für Unternehmer und Fahrzeugführer werden Verwarnungs- bzw. Bußgelder fällig. So muss je nach Vergehen, beispielsweise bei Kennzeichenfehler, Verwechslung von Start- und Zielpunkt jeweils 35 Euro, bei Abweichung von der gebuchten Strecke sowie beim Zeitfensterverstoß jeweils zwischen 35 und 200 Euro Geldbuße gezahlt werden.
1.Überblick
Das Mautsystem von Toll Collect bietet drei Wege der Einbuchung: Automatisch durch ein eingebautes Fahrzeuggerät, die so genannte On-Board Unit (OBU), manuell an einem von mehr als 3.500 Mautstellen-Terminals oder manuell im Internet. Die ca. 3.500 Terminals befinden sich in der Nähe von Autobahnauf- oder Abfahrten, an Tankstellen, Raststätten sowie auf Autohöfen. Die einzelnen Standorte sind im Mautatlas ersichtlich.
Im Mittelpunkt des Systems steht die automatische Einbuchung: Ein im Lkw eingebautes Fahrzeuggerät erkennt anhand von Satellitensignalen (Global Positioning System, GPS) und zusätzlichen unterstützenden Ortungssensoren, über welche mautpflichtigen Streckenabschnitte ein Lkw fährt. Die OBU ortet die Position des Lkws und kann sie jederzeit einem der ca. 5.200 Streckenabschnitte auf rund 24.000 Kilometern Autobahnnetz (beide Fahrtrichtungen) zuordnen. Das Gerät berechnet dann anhand der vom Nutzer gemachten Angaben zum Beispiel über Schadstoffklasse und Achse die Gebühr und gibt die Daten per Mobilfunk an das Toll Collect-Rechenzentrum weiter.
Die On-Board Unit wird von der Toll Collect GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt und bleibt Eigentum von Toll Collect (einschließlich des Zubehörs, welches auch die OBU-Antennen und den Kabelsatz umfassen).
Die Alternativen sind die manuellen Einbuchungswege: Der Fahrer oder das Transportunternehmen kann die mautpflichtige Strecke an einem Mautstellen-Terminal oder per Internet einbuchen.
Voraussetzung für die Einbuchung per Fahrzeuggerät und per Internet ist die Registrierung bei Toll Collect. Die Abrechnung der Mautgebühren erfolgt hier per Log-Pay-Verfahren (Lastschriftenverfahren), Tank-/ Flottenkarte oder Guthabenkonto.
Um die Gleichheit bei der Durchsetzung der Mautpflicht zu gewährleisten, hat Toll Collect für das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ein umfassendes Kontrollsystem errichtet - für automatische, stationäre und mobile Kontrollen.
Artikel weiterlesen: Seite 2
Infos und Antrag zur Mautbefreiung lesen Sie hier

News und Berichte zur LKW-Maut:
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Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht - Auch mittlere Lkw müssen jetzt Maut zahlen.
Lang Lkw in Deutschland - Ab sofort sind weitere 350 Kilometer freigegeben.
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Neuer Mauttarif ab 2015 - Eigene Kategorie für Euro VI Fahrzeuge.

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