Getriebe Antriebstechnik Getriebearten
Neue Alternativen für Getriebe und Antriebstechnik, Getriebearten: Schaltung und Automatik, CVT Getriebe, automatisiertes Schaltgetriebe oder Direktschaltgetriebe. Für Schaltmuffel gibt es neue Perspektiven. Für wen lohnt sich die neue Antriebstechnik?
Bewegung in den Gangwechsel:
Hersteller bieten neue Alternativen zur Handschaltung an.
Die Automatik gab es früher als Zusatzausstattung beim Neuwagen. Meistens schreckt der Aufpreis von ein- bis zweitausend Euro ab, und es waren meistens Vorurteile , die den Erfolg des komfortablen Extras verhinderten. Eine Automatik meist etwas für lahme Enten und außerdem säuft sie wie Loch - solche Argumente lassen den Autoverkäufer schon kapitulieren, bevor er von Neuheiten wie dem automatisierten Schaltgetriebe, dem Direktschaltgetriebe oder dem stufenlosen CVT-Getriebe erzählen kann. Was ist an diesen Vorurteilen dran? Uns ging es um Vergleiche, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Systeme im Alltagsbetrieb mit sich bringen.Angenommene Vergleichsfahrzeuge (Audi A4, BMW 330i, Mazda 3 sowie VW Touran), jeweils mit normaler Handschaltung und einem Automatik-System.
Handschaltung
Vorteile:Kein Aufpreis, spritschonend fahren, sportliche Fahrleistungen
Hauptnachteil:
Unkomfortable Bedienung.
Automatik
Narrensichere Bedienung und hoher Fahrkomfort.Nutzten früher Automatikgetriebe nur zwei oder drei Fahrstufen, sind es heute bei Mercedes bis zu sieben - auch um Sprit zu sparen - mehr Gänge um so fahraktiver. So schließen die Gänge der Viergangautomatik im Mazda 3 (Mehrpreis 1200 Euro) nicht so optimal wie die der Fünfgangautomatik im 3er BMW (Mehrpreis: ca. 2000 Euro). Für beide gilt allerdings die Tendenz, dass Automatikfahrzeuge durch das höhere Gewicht und Verluste im Drehmomentwandler nicht die Beschleunigungswerte und die Höchstgeschwindigkeit der schaltgetiebenen Pendants erreichen. Sehr praktisch im Stopp- und go-Verkehr ist die systembedingte Kriechneigung - Erleichterung beim Anfahren oder Einparken. Allerdings muss man sich deshalb angewöhnen, beim Fahrstufe wählen, immer auf der Bremse zu stehen. Besonders gut ist die Stufenautomatik für schwerbeladene Autos oder schweren Anhängern. Selbst bei starken Steigungen zieht die Automatik mit ihrem hohen Anfahrmoment unbeirrt los, während die Trockenkupplung schon unangenehm riecht. Das Gerücht, Automatikgetriebe gingen häufiger kaputt - konnte bei einer Auswertung der ADAC-Pannenstatistik nicht bestätigt werden.
Der größere Nachteil der herkömmlichen Automatik ist der höhere Spritverbrauch durch die Wandler-Verluste: Bei Vergleichsfahrzeugen waren es etwa 0,5/100 km.
Automatisiertes Schaltgetriebe
Wesentlich sparsamer fährt man mit diesem im Prinzip herkömmlichen Schaltgetriebe. Sparsamer nicht unbedingt mit dem in der Vergleichsreihe, sehr sportlich ausgelegten SMG-Getriebe im 3er BMW (Mehrpreis ca. 1500 Euro), wohl aber mit einfacher konstruierten Ausführungen z.B. in den smart-Modellen oder im VW-Lupo 3L. Gänge lassen sich auch manuell schalten - nur aufeinander folgend. Gewöhnungsbedürftig sind die Schaltpausen die vor allem in den Spritsparautos als lang empfunden werden.
Direktschaltgetriebe (DSG)
Neueste Entwicklung - auch Doppelkupplungsgetriebe genannt - z.Zt. ausschließlich nur bei VW erhältlich (Mehrpreis ca. 1350 Euro). Unterschiede: Durch zwei Teilgetriebe ist beim Fahren schon immer der nächste Gang eingelegt, der manuell oder automatisch angewählt wird. Es sind gute Beschleunigungswerte erzielbar. Wie bei der Stufenautomatik gibt es eine Kriechneigung im Stand.
Nachteile des DSG im Alltagstest keine. Entscheidend jedoch ist wie der Automatikmodus im jeweiligen Fahrzeugmodell programmierbar ist. Zuerst reicht die Bandbreite von sportlich (z.B. Audi A3 3.2) über kultiviert (VW Touran 1.9 TDI) bis langweilig (Seat Toledo 2.0 TDI).
CVT-Getriebe
Das stufenlose CVT-Getriebe wird im Augenblick bei Nissan, Audi und Mercedes A-Klasse angeboten. Vorteile (Aufpreis im A4: 2100 Euro), bei der die Übersetzungspunkte auch manuell angesteuert werden können. Die Änderung der Übersetzung geschieht stufenlos, man kann ohne Zugkraftunterbrechung schleunigen. Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit sind entkoppelt - Motor läuft auf einem ähnlichen Drehzahlniveau. Geschwindigkeit nicht spürbar. Spritverbrauch gleicht Handschaltung.


