Bussgeldkatalog
 

Aktueller Bußgeldkatalog 2016 mit Änderungen
Grundlage Bussgeldkatalog-Verordnung (BKatV) seit 01. April 2004 und Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung seit 01. Mai 2014 Verkehrssünderkartei Flensburg


In unserem Bußgeldkatalog finden Sie die wichtigsten Bußgelder, die Erhöhungen für 2016, den Punkte-Tacho sowie Infos zur Neuregelung der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf einen Blick.
Seit 01.05.2014 ist der geänderte Bußgeldkatalog gültig. Das heißt, Sie müssen sich auf das neue Punktesystem einstellen. Jeder Verkehrsverstoß verjährt für sich. Die Tilgungshemmung (ein neuer Punkteeintrag verlängert automatisch die Tilgungsfrist der alten Einträge) fällt weg. Die Entrümpelung des Punktekatalogs brachte anstelle der bisherigen Punktekategorien 1 bis 7, jetzt je nach Schwere der Verkehrsverstöße 1, 2 oder 3 Punkte. Es gibt eine klare Einstufung: Vormerkung (1 bis 3 Punkte), Ermahnung (4 bis 5 Punkte) und Verwarnung (6 bis 7 Punkte). Die Fahrerlaubnis wird Ihnen bereits mit 8 Punkten entzogen. Ein Antrag auf Neuerteilung ist weiterhin frühestens nach 6 Monaten möglich.

Für ein besseres Fahrverhalten wurde das freiwillige Fahreignungsseminar (Kombination aus verkehrspädagogischen und verkehrspsychologischen Elementen) eingeführt, dadurch wird ein reines Absitzen verhindert. Bei einem Punktestand von 1 bis 5 können Sie durch einen freiwilligen Besuch des neuen Fahreignungsseminars 1 Punkt abbauen. Allerdings ist dies nur einmal innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren möglich. Bei der Stufe Verwarnung (6-7 Punkte) kann kein Punkt abgebaut werden. Ferner wurde über das Kraftfahrt-Bundesamt (kurz KBA) der elektronische Halterdaten-Austausch zwischen den EU-Mitgliedsstaaten beschlossen. Dies ermöglicht die Verfolgung von grenzüberschreitenden Ordnungswidrigkeiten und gewährleistet die Durchsetzung der Sanktionen.
Für Besitzer des Führerscheins auf Probe sowie für Radfahrer und Fußgänger änderte sich seit 01.05.2014 nichts.

Neuerungen für 2016:
Im Überblick die geplanten und beschlossenen Änderungen im Bußgeldkatalog 2016:
  • Ab 2016 schließt die Sicherheitsorganisation Euro NCAP auch die Fußgängererkennung in das Bewertungssystem ein.
  • Seit Januar 2016 müssen alle neu entwickelten Motorräder mit Hubraum über 125 cm³ über ABS verfügen.
  • Im Januar 2016 erfolgte eine Tempoüberwachung im Bundesland Niedersachsen durch Section Control. Beim Pilotprojekt an der Bundesstraße 6 zwischen Laatzen und Gleidingen werden dann gemäß dem Bußgeldkatalog von Anfang an Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet.
  • Seit Februar 2016 wurde in Aachen, seit April in Marburg, seit Juni in Eschweiler und Augsburg eine Umweltzone (Schutzzone 3) eingeführt. Autofahrer die zukünftig ohne Ausnahme-Genehmigung oder ohne grüne Plakette parken oder einfahren, werden mit 80 Euro Bußgeld bestraft.
  • Seit März 2016 gilt für alle LKW Fahrer die neue Fahrtenschreiberverordnung VO (EU) Nr. 165/2014.
  • 2016 soll ein Carsharing-Gesetz mit speziellen Carsharing-Parkflächen für kostenloses Parken kommen.
  • 2016 ist eine Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung geplant. Diese Änderung soll Händlern erlauben, kurze Autofahrten mit noch nicht zugelassen Fahrzeugen und roten Kennzeichen zu unternehmen.

Hier finden Sie die Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für die häufigsten Vergehen im Straßenverkehr:
 


Laut dem Straf-Gesetz-Buch (Paragrafen 185 des StGB) werden Beamtenbeleidigungen im Straßenverkehr mit einer Geldstrafe oder/ und einer Freiheitsstrafe bestraft. Diese Bußgelder stammen aus diversen Gerichtsurteilen, können aber von Fall zu Fall variieren. Es handelt sich um Durchschnittswerte, an denen Sie sich orientieren können.
Beleidigung im Straßenverkehr - Diese Verkehrsdelikte werden besonders teuer:
Verkehrsverstoß Geldstrafen von ca. Euro Geldstrafen bis ca. Euro
Beleidigung eines Polizisten durch Gesten 300 Euro 4.000 Euro
Beleidigung eines Polzisten durch Worten 450 Euro 2.500 Euro
Betreten einer polizeilichen Sperrzone 7.000 Euro 20.000 Euro
Belästigung eines Polizisten 12.000 Euro 32.000 Euro
Polizeiliche Anweisung nicht befolgt 15.000 Euro 40.000 Euro
Versuchter Diebstahl eines Polizeiautos 50.000 Euro 80.000 Euro
Diebstahl/ Fahren eines Polizeifahrzeugs 100.000 Euro 145.000 Euro
Beschuss auf Polizei und deren Eigentum 130.000 Euro 200.000 Euro
Zerstörung von Polizei-Eigentum 180.000 Euro 300.000 Euro (plus Neuwert)
Widerstand gegen die Staatsgewalt 275.000 Euro 360.000 Euro

Neuerungen für 2015:
Auch für das Jahr 2015 sind wieder einige Neuerungen geplant. Hier finden Sie die Änderungen im Bußgeldkatalog 2015:
  • Seit 01. Januar 2015 ist das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen um 50 Prozent teurer. Statt 40 Euro bezahlen Sie jetzt 60 Euro.
  • Die bundesweite Kennzeichenmitnahme und die Möglichkeit, Autos online zuzulassen, ist seit Anfang 2015 möglich.
  • Seit Januar 2015 muss das Material im Verbandskasten der geänderten DIN-Norm 13164 entsprechen.
  • Seit Mai 2015 können EU Bußgelder vollstreckt werden. Der elektronische Halterdaten-Austausch zwischen den europäischen Staaten trat in Kraft und ermöglicht die Verfolgung von grenzüberschreitenden Ordnungswidrigkeiten.
  • Das Befahren von Fahrradwegen auf der falschen (linken) Seite entgegen der Fahrtrichtung soll mit einem Verwarngeld zwischen 25 und 35 Euro bestraft werden.
  • Die Bundesregierung plant für 2015 einen Führerscheinentzug für jugendliche Straftäter. Das bedeutet, dass Jungendliche für eine Gewalttat auch ein Fahrverbot als Strafe erhalten können.
  • Die Anforderungen der Verbraucherschutzorganisation Euro NCAP an die Fahrzeugsicherheit sollen in allen Bereichen merklich erhöht werden.
  • Das Falschparken auf einem Behinderten-Parkplatz soll statt 35 Euro zukünftig 70 Euro kosten.
  • Seit dem 01. Juli 2015 ist die HU Prüfung für Kraftfahrzeuge objektiver geworden, denn bei der Hauptuntersuchung übernimmt nun die Elektronik das Regiment.
  • Ab Oktober 2015 soll der verpflichtenden Einbau eines bordeigenen Systems zur Versendung von eCalls in allen neu typgenehmigten Fahrzeugen eingeführt werden.
  • Ab 01. November 2015 müssen alle neuen Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen mit LDWS (Spurverlassenswarner) ausgestattet sein.

Änderungen seit 01. Mai 2014 im Punkte- und Bußgeldkatalog:
Im neuen System wurde die Funktion des Verkehrszentralregisters (VZR) vom Fahreignungsregister (FAER) übernommen.
Nachfolgend die Auflistung der Verkehrsverstöße mit Bußgeld-Erhöhung - Bußgelder alt und neu im Vergleich:
Ver­stoß Buß­geld bis 30.04.2014 Buß­geld Er­hö­hung Buß­geld seit 01.05.2014
wegen falscher Be­reif­ung 50 Euro 10 Euro 60 Euro
gegen Kur­ven­lauf­eigen­schaf­ten 50 Euro 10 Euro 60 Euro
Ret­tungs­fahr­zeuge be­hin­dert durch ver­bots­wid­riges Parken an einer Feuer­wehr­zu­fahrt 50 Euro 15 Euro 65 Euro
Parken an unüber­sicht­liche Stel­len und Be­hinder­ung von Ret­tungs­fahr­zeu­ge 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Ge­schwin­dig­keit über­schrit­ten mit Ge­fahr­gut­fahr­zeu­gen oder Omni­bus­se mit Fahr­gäs­ten 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Be­leucht­ung bei Nebel, Regen oder Schnee­fall nicht kor­rekt 40 Euro 20 Euro 60 Euro
voll­zieh­bar­en Auf­lagen nicht nach­gekom­men 40-50 Euro 20 Euro 60-70 Euro
Miss­acht­ung des Be­triebs­ver­bots beim Kfz 40-50 Euro 20 Euro 60-70 Euro
Fuß­gänger­ge­fähr­dung im Fuß­gänger­be­reich 40-50 Euro 20 Euro 60-70 Euro
Miss­acht­ung der Kin­der­sicher­ungs­pflicht 40-50 Euro 20 Euro 60-70 Euro
Miss­acht­ung des Zei­chen (Halte­gebot) eines Poli­zisten 40 Euro 20 Euro 60 Euro
über­mäßige Straßen­be­nutz­ung 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Fahr­en ohne Zu­las­sung 50 Euro 20 Euro 70 Euro
Miss­acht­ung der Win­ter­rei­fen­pflicht 40 Euro 20 Euro 60 Euro
liegen­ge­blieb­enes Kfz nicht kor­rekt kennt­lich ge­macht 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Schaf­fung von Hinder­nissen im Ver­kehr 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Vor­fahrt- und Rot­licht­ve­rstoß 50 Euro 20 Euro 70 Euro
im Tunnel ver­bots­wid­rig ge­wendet 40 Euro 20 Euro 60 Euro
gegen die Stütz­last-Vor­schrif­ten 40 Euro 20 Euro 60 Euro
rechts­wid­riges Ver­hal­ten an Schul­bus­sen 40 Euro 20 Euro 60 Euro
rechts­wid­riges Ver­hal­ten an Schul­bus­sen mit Ge­fähr­dung 50 Euro 20 Euro 70 Euro
Fahr­en als 17-Jähr­iger (17-Jähr­ige) ohne Be­gleit­ung 50 Euro 20 Euro 70 Euro
gegen die Pe­rsonen­be­för­der­ungs- und La­dungs­sicher­ungs­pflich­ten 50 Euro 10 Euro 60 Euro
gegen Ab­mes­sung­en von Kraft­fahr­zeug und Kfz-Kom­bi­nat­ionen 50 Euro 10 Euro 60 Euro
un­zu­läs­sige Fahr­zeug­höhe (über 4,20 Meter) 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Zu­wider­hand­lung gegen öf­fent­lich an­ge­ord­nete Ver­kehr­sve­rbote 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Handy am Steuer 40 Euro 20 Euro 60 Euro
Miss­acht­ung der HU-Frist von mehr als 4 Monate 40 Euro 20 Euro 60 Euro

Nachfolgend die Auflistung für Straftaten mit 3 Punkten (soweit der Fahrerlaubnisentzug angeordnet wurde):
  • Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
  • Trunkenheit am Steuer
  • Vollrausch
  • Unterlassene Hilfeleistung
  • Kennzeichenmissbrauch
  • Nötigung
  • Fahrlässige Körperverletzung
  • Fahrlässige Tötung
  • Trotz Fahrverbot oder Verwahrung ein Kfz ohne Fahrerlaubnis gefahren, angeordnet oder zugelassen
  • Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Für folgende besonders verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten bzw. Straftaten erhalten Sie 2 Punkte:
  • Nötigung, fahrlässige Tötung oder Körperverletzung - soweit ein Fahrverbot angeordnet wurde
  • Kennzeichenmissbrauch - soweit kein Fahrverbot angeordnet wurde
  • Unterlassene Hilfeleistung - soweit ein Fahrverbot angeordnet wurde
  • Vollrausch - soweit ein Fahrverbot angeordnet wurde
  • Trunkenheit im Verkehr
  • Drogen und Alkohol am Steuer (Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille oder mehr)
  • Höchstgeschwindigkeit überschritten innerhalb geschlossener Ortschaften von mehr als 31 km/h bis über 70 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit überschritten außerhalb geschlossener Ortschaften von mehr als 41 km/h bis über 70 km/h
  • erforderlichen Abstand nicht eingehalten bei einer Geschwindigkeit von mehr als 130 km/h, Abstand weniger als 3/10, 2/10 und 1/10 des halben Tachowerts
  • Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • Gefährdung und gefährliche Eingriffe des Straßenverkehrs
  • Führen, Anordnen oder Zulassen des Führens eines Kfz ohne Fahrerlaubnis, trotz Fahrverbot
  • rechtswidriges Wenden, Rückwärtsfahren oder in falsche Fahrtrichtung fahren auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen
  • Überholverbot nicht beachtet
  • Missachtung von Wechsellichtzeichen oder rotes Dauerlichtzeichen mit Gefährdung und Sachbeschädigung oder länger als 1 Sekunde rot
  • Verstoß gegen die Wartepflicht an einem Bahnübergang
  • Teilnahme an Autorennen


1 Punkt gibt es für folgende Ordnungswidrigkeiten:
  • Höchstgeschwindigkeit überschritten innerhalb geschlossener Ortschaften von mehr als 21 km/h bis 30 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit überschritten außerhalb geschlossener Ortschaften von mehr als 21 km/h bis 40 km/h
  • erforderlichen Abstand nicht eingehalten bei einer Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h
  • Vorfahrtsverstoß
  • Park- oder Halteverbote mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen missachtet
  • rechtswidriges Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren
  • fehlerhafte bzw. defekte Beleuchtung
  • Verkehrshindernisse missachtet
  • Wechsellichtzeichen-, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil an der Ampel missachtet
  • Fahren ohne Zulassung
  • rechtswidriges Verhalten an Bahnübergängen
  • rechtswidriges Verhalten an öffentlichen Verkehrsmitteln und Schulbussen
  • verkehrswidrige Benutzung von Autobahnen und Kraftstraßen
  • Vorschriftszeichen sowie Richtzeichen missachtet
  • übermäßige Straßenbenutzung
  • Vorschriften beim liegengebliebenem Fahrzeugen nicht beachtet
  • Haltegebots eines Polizisten missachtet
  • falsche Bereifung und Lauffläche
  • Park- und Halteverbot missachtet mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen
  • Zuwiderhandlung gegen verkehrsrechtliche Anordnungen und Auflagen
  • verkehrswidriges Verhalten am Fußgängerweg
  • Ladungsvorschriften nicht eingehalten
  • Stützlast-Vorschriften nicht eingehalten
  • sonstige Pflichten des Kraftfahrzeugführers nicht eingehalten
  • Personenförderungs- und Sicherungspflichten nicht eingehalten
  • vollziehbaren Auflagen nicht nachgekommen
  • Zuwiderhandlung bei der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung
  • Zuwiderhandlung beim Führen von Kfz ohne Begleitung
  • Verstoß gegen die Verantwortung für den Fahrzeug-Betrieb
  • Missachtung beim Betriebsverbot und Beschränkung
  • HU-Frist für Kfz und Anhänger nicht ordnungsgemäß eingehalten
  • Verstoß gegen die Abmessungen von Kfz und Fahrzeugkombinationen
  • Verstoß gegen Kurvenlaufeigenschaften
  • Achslast- und Anhängelast-Vorschriften nicht beachtet
  • Als Beförderer, Verlader oder Fahrzeugführer gefährliche Güter nicht korrekt gesichert
  • Geschwindigkeitsbegrenzer-Vorschriften nicht eingehalten
  • Vorschriften bei der Besetzung von Kraftomnibussen nicht eingehalten
  • Telefonieren mit Handy im Auto

Nachfolgend der Punkte-Vergleich - Punkte alt und neu im Vergleich:
Punktesystem bis 30.04.2014 Fahreignungsregister seit 01.05.2014
Straftaten = 5, 6 oder 7 Punkte Straftaten mit Fahrerlaubnisentzug = 3 Punkte
Straftaten = 5, 6 oder 7 Punkte Straftaten ohne Fahrerlaubnisentzug = 2 Punkte
Ordnungswidrigkeiten mit Fahrverbot = 3 oder 4 Punkte Besonders schwere Ordnungswidrigkeiten = 2 Punkte
Ordnungswidrigkeiten = 1, 2, 3 oder 4 Punkte Schwere Ordnungswidrigkeiten = 1 Punkt

Nachfolgend der Tilgungsfristen-Vergleich:
Verkehrsverstoß Tilgungsfristen bis 30.04.2014 Tilgungsfristen seit 01.05.2014
Schwere Ordnungswidrigkeiten 2 Jahre 2,5 Jahre
Besonders schwere Ordnungswidrigkeiten 2 Jahre 5 Jahre
Straftaten ohne Fahrerlaubnisentzug 5/10 Jahre 5 Jahre
Straftaten mit Fahrerlaubnisentzug 10 Jahre 10 Jahre

Abgesehen von den Neuerungen im Bußgeldkatalog gibt es für Autofahrer noch weitere wichtige Änderungen:
Die theoretische Führerscheinprüfung änderte sich. Die Fahrschüler bekommen seit April statt einige Prüfungsfragen Videofilme eingespielt. Dies soll eine realistischere Verkehrsdarstellung ermöglichen.
Die Warnwestenpflicht tritt ab Juni in Kraft. Demnach muss in jedem Auto, LKW und Bus (Motorräder sind ausgenommen) eine Warnweste mitgeführt werden. Die Farbe kann gelb, orange oder rot sein, allerdings muss die Warnweste die europäische ISO-Norm 20471 erfüllen.
Der EU-weite Halterdatenaustausch wird vereinfacht. Deutsche Behörden können ausländische Verkehrssünder effektiver verfolgen und die Zustellung von ausländischen Bußgeldbescheide kann somit beschleunigt werden.
Das Verfahren der Medizin-psychologische Untersuchung wird durch eine Reform der MPU einheitlicher und transparenter werden.


News und Berichte zum Thema Bußgeld:
Geht es bald den Teilnehmer an illegalen Autorennen an den Kragen? Die Ablösung der Straftat- und Bußgeld-Bestände würde es ermöglichen, die Höchststrafen für illegale Autorennen massiv anzuheben. Der Bundesrat fordert Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahre für die Teilnehmer an illegalen Autorennen. Die Länderkammer hat den Gesetzesentwurf verabschiedet und beschlossen und an die Bundesregierung weitergeleitet.
Windschutzscheibe kleben verboten! - Das Verkleben der vorderen Seitenfenster sowie der Windschutzscheibe ist nicht erlaubt. Bei Verstößen ist mit einem Bußgeld in Höhe von 90 Euro zu rechnen.
Mögliche Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) - Die Gesetzgebung zur sogenannten Winterreifenpflicht soll für die Autofahrer anwenderfreundlicher und verständlicher werden. Deshalb gibt es einen Vorschlag der Bundesregierung, demzufolge zukünftig nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) als Winterpneus gelten sollen. Über die StVZO-Änderungen wird voraussichtlich noch im Juni 2016 im Bundestag abgestimmt.
Blitzer-Apps sind verboten - Wer eine Blitzer App nutzt, riskiert eine saftige Strafe (einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld), auch dann, wenn eine solche App nur unbenutzt auf dem Smartphone installiert ist.
Sicherheitstest Euro NCAP - Ab 2016 sollten Autos sofort vollautomatisch bremsen können, wenn sich ein Fußgänger auf der Fahrbahn befindet.

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